Jiddisch: - Sprache der Verbrecherwelt

Die Sprache eines Volkes ist Spiegelbild seiner Seele, In der Sprache drückt sich der Charakter einer Nation aus.

Das Judentum ist auch in seiner Sprache charakterlos. Die Sprache der Juden hat in der Weltgeschichte die Bezeichnung Mauscheln. Man erkennt den Juden an seiner Sprache, zu der er sich neben dem Mundwerk auch der Hände und Füße bedient.

Jeder Jude möchte am liebsten ein paar Sätze auf einmal sprechen. Jeder Jude will schon in der Verständigung mit dem Mitmenschen den anderen übertölpeln, darum die jüdische Hast auch in der Sprache. Jedem Nichtjuden geht das Mauscheln "auf die Nerven".

Die Sprache der Juden ist widerwärtig ölig und sentimental, ist in Tonfall wie Inhalt verlogen. Der Jude Vambery spricht von der jüdischen Sprache als "einer näselnden oder fremdartig singenden Redeweise", ein anderer Jude von einem "röchelnden Geschrei im erregten Gemütszustande".

Einen nicht unwesentlichen Bestandteil des Sprachschatzes bilden die Familiennamen. Der Jude verändert sie nach Belieben, verstümmelt sie je nach Zeit und Ort, wo er parasitiert.

Die älteste Schicht der jüdischen Eigennamen ist alttestamentlich, aber z.T. in arger Verstümmelung, zeit- und mundgerecht gemacht worden. Andree ("Zur Volkskunde der Juden", 1881, nach Ave-Lallemant, "Deutsches Gaunertum"), folgende Liste:

Aron: Arend, Arendchen; Jehuda: Juda, Jüdel, Löb,

Abigdon: Victor; Jesaias: Jessel, Jees;

Abraham: Aberl, Afrom, Jsrael: Jsril, Jsserl;

Afroemsche; Isaac: Eisech, Itzig, Eissig,

Ascher: Anschel, Maschel; Jchzack, Gitzok;

Baruch: Boruch, Borach, Löwe, Lion (Gen. 49,9);

Berthold; Joel: Jool, Jolchen, Julius;

Benjamin: Seef, Wolf, Wulf Kain: Chaium, Heyne, Heimann;

(Genes. 49, 27) Katz: Kahn;

Chanoch: Hennig, Händel; Levi: Leib, Löw, Löb, Löbel,

David: Rewel, Teweles; Leopold;

Elieser: Eleasser, Leser, Leyser, Lucas: Lickes;

Löser, Laser, Lazarus; Manasse: Mones, Mannes;

Elija: Elie; Marcus: Marx, Mordchen;

Emanuel: Mendel; Mose: Mausche, Mosche, Mosse,

Ephraim: Fraime; Mosen, Moritz;

Feibel: Feibisch, Philipp; Naphthali: Cewi, Hirsch, Hir-

Feidel: Feitele, Veit; schel, Cerf (Gen. 49, 21);

Feist: Feis; Salomo: Schlome, Salman,

Gabriel: Gafril, Gefril; Salmuth;

Gerson: Geronymus; Samuel: Schmuel, Sanwil:

Gideon: Gedide; Sender: Sendel, Alexander;

Hesekiel: Cheskel, Kaskel, Simon: Schimme, Schimann,

Hesekel; Schimchen;

Jakob: Jacof, Jainkop, Koppel; Simson: Samson.

Charakteristisch und typisch für das Judentum ist seine Namensmimikry. Es gibt sich auch Namen nach Pflanzen und Tieren, nach allem Möglichen, nur um auszufallen; um "anders zu sein wie die Nichtjuden". Habgier, Profitsucht und Protzentum legt Juda selbst in seine Namen; von Diamant bis Bernstein, von Karfunkel bis Goldbaum und Silbermann.

Juden wechseln ihre Namen öfter als ihre Hemden, sie beschneiden ihre Namen vorne und hinten. Einige Beispiele:

Aus Mandelbaum wurde Elbau

Aus Karfunkelstein wurde Korff

Aus Kohn - welche Frechheit - Körner

Aus Aaron wurde L´Arronge

Aus Salinger wurde Salingre.

Wie gefährlich das Judentum für jedes Gastvolk ist, geht daraus hervor, daß sich z.B. in die deutsche Sprache Mauscheltum eingefressen hat, Begriffe, die der Volksmund gebraucht, ohne zu wissen, daß es "Jiddisches Geschwafel" ist. Es seien genannt:

Baldowern: ausforschen; Mieß: häßlich;

Chutzpe: Frechheit; Mischpoke: Sippschaft, Familie;

Dalles: Geldnot, Armut; nebbich: schade;

Gannef: Dieb; Pleite: Bankrott;

Geseires: Kummer, Klage; Ponim: Gesicht;

Goi; Christ,(Mehrzahl Gojim) Schadchen: Heiratsvermittler;

Koscher: rein; Schicksel: (Scheusal), Christen-

Massematten: Geschäfte (betrü- mädchen:

gerische) Schtuß: Unsinn;

Mazzes: Ungesäuertes Brot; Tauf (toof): gut;

Mechule: Bankrott; trefe: (treif): unrein.

Memme (Mamme): Mutter;

Mesumme: Geld;

Die Sprache der Juden ist "gemacht", aber nicht stammgewachsen, ist ein Mischmasch wie die Rasse selbst. Die Juden haben es fertig gebracht, die herrliche deutsche Sprache zu verhunzen.

Wagenseil klagt:

"Mit keiner Sprache sind die Juden jemals so, wie man zu reden pflegt, lästerlicher als mit unserer deutschen umgegangen, denn sie haben solcher einen ganz fremden Ton und Laut gegeben, die guten deutschen Wörter gestümpelt, geradebrecht, verkehret, neue und unbekannte erdacht, wie auch unzählig viele hebräische Wörter und Redensarten in das Deutsche gemischet, daß solchergestalt, wer sie deutsch reden hört, nicht ganz anders glaubt, als sie reden pur lauter Hebräisch, in dem fast kein einziges Wort verständlich herfürkommt."

Jiddisch ist die Sprache der Gauner, die Sprache des Auswurfs der Menschheit. Weil das Judentum in der Kriminalstatistik aller Zeiten und aller Völker das Hauptkontingent stellt, darum ist Jiddisch auch die Sprache der Verbrecher und Deklassierten.

Die Geheimsprache der internationalen Verbrecherwelt besteht zu neun Zehntel aus jüdischen Worten und Ausdrücken. Also mit Hilfe hebräischer Ausdrücke verständigen sich die internationalen Hochstabler, Diebe, Räuber, Zuhälter, Urkundenfälscher, Scheckfälscher und Betrüger. Sollte dies darauf zurückzuführen sein, daß die Jidden das Volk der Welt sind, das für solche Dinge am wenigsten übrig hat, oder ist es umgekehrt? Oder haben wir es hier mit einer besonderen Gaunerei des internationalen Gaunertums zu tun, das aus purer Bosheit ausgerechnet dem ehrlichsten Volk der Erde die Sprache stiehlt? Wir glauben das nicht. Wir wissen nur das eine: Die Gaunersprache ist und bleibt jiddisch. Das beweist folgendes Wörterbuch:

A

abchatenen: abschneiden;

abgechaist: alt, gebrechlich, hinfällig, unbrauchbar, abgelebt;

abhalchen: durchgehen, entkommen; abhalten, den Jerid - oder Schuck: den (Jahr-) Markt

besuchen, um dort zu stehlen;

abrachwenen: (eine Strecke) abreiten, (einen Zweck) verfolgen;

abschabbern: mit dem Brech- oder Stemmeisen wegbrechen, abbrechen;

abtarchenen: davonlaufen, entkommen;

Achbrosch: Spitzbube, Gauner, Dieb, Räuber;

Achel, Achelei, Achelfahrt: Mahlzeit, Speise, das Essen;

achelkeß: ungewitzigt, unerfahren, dumm;

Achelsore: Eßware, Speise;

Acherponim: Gesäß;

Adam pochus: armer Mensch; (bei dem nichts zu stehlen ist);

Agoleschächter: einer der vom Wagen stiehlt;

Akh: Auge; aleph, alef: eins;

Amtsschoder: Amtsbote; ankobern (s. "kobern"): jemanden zu solchen

Zwecken anreden, anblicken, anlocken;

anschefften, anschewenen: eine Leiter anlegen;

anschickern, sich: sich betrinken;

Arwesschremsen: Leierkasten, Drehorgel;

Aschen: Tuch;

Aschkenas: Deutschland, Deutscher;

assusso!: Heil! Glück auf!;

ausbaldowern, ausblenden, ausblinden: ausspähen, auskundschaften, Gelegenheit zum

Diebstahl ermitteln;

auscher: reich, wohlhabend;

ausknobbeln: etwas besprechen und verabreden, ordnen;

B

Babbel: Mund;

Bal: ein Mann, einer;

Bal chochem: Beamter, der die Gaunergeheimnisse kennt;

Bal cholem: gefürchteter Kriminalbeamter;

Bal Mischpet: Untersuchungsrichter;

Bal Schochat: bestechlicher Mensch;

Balbos: Wirt, Hausherr;

Balchochem: Beamter, der die Gaunbersprache kennt, gefürchteter Kriminalbamter;

Balderschmei: Leiter der Strafbehörde, Untersuchungsrichter;

Baldewerer: Auskundschafter,

Angeber, Anführer bei einem Diebesunternehmen;

baldowern: auskundschaften;

Balevas: Speck;

Balhe: Lärm, Überraschtwerden, Verdruß;

Balhei: der zu Bestechende;

Bali: Schwein;

Balitschöcherer: Zechpreller;

Ballmichpet: Untersuchungsrichter;

Bär: feuerfeste Kasse;

Barach: Krätze, Aussatz;

Barjisrael: Jude;

baro: groß;

Barseile: Schließkette, Handschellen;

Barseilum: Vorlegstangen vor Fenster und Türen;

Barselmalucher, Barselmelochner: Schlosser;

Baruch: Krätze, Aussatz;

Basmaichl: weiblicher Geschlechtsteil;

Basmeichel: Tochter, Freimädchen;

Beao: Herr! gnädiger Herr!;

bedibbern: besprechen, verabreden, zureden;

beducht: still, sicher, vertraut, zuverlässig, vorsichtig;

beganfen, beganwenen, begaseln,

begasen: bestehlen, berauben;

bekabern: begraben;

bekahne sein: im Gefängnis sein;

bekaskert: betrunken;

bekauach: gewaltsam;

bekock, bekojach: gewaltsam;

Beller: Hund;

bemauscheln, bemogeln: betrügen;

benaches: mit aller Gemütlichkeit;

Benscher: kaltblütiger Messerheld;

berabbeln: bezahlen;

beschikkern, sich: sich betrinken;

beschikkert: betrunken;

beschochert: betrunken;

besech, malochnen, besechen: aufmachen;

beseibeln, besefeln: sich beschmutzen, betrügen;

betuchter Kochemer: Dieb, der geräuschlos einbricht, nicht raubt;

Beyze, Beyzim, Bezam: Ei; gewagter Diebstahl;

bezinken, bezinkenen: beschreiben, bezeichnen;

bhari: schwanger;

Biaf: Hochzeit;

biboldo: ungetauft;

Biboldo: Jude;

Bickcheder: Speisekammer;

Bickgordel: Kochkessel;

Bleffen: bellen, anschnauzen;

bobeln: betteln;

Bodach: öffentliches Haus;

boker: früh morgens;

Boker: Ochs, Rind;

Bolgermogen: Polizeikommissär;

Bonni: Hut;

baruch thiji: Antwort auf den

Glückwunsch: "assusso";

Brewul: Abend;

Bruchflebben: defekte Ausweispapiere;

Bsaffot: Brief;

Bsulle: Jungfrau, Mädchen;

C

Capibe: Prügel;

capores gehen: verderben;

Caproche machen: mit der Diebesbande halten;

Casser: Schwein;

Casserbossert: Schweinefleisch;

Cawer: Grube, Loch, Verbrechergenosse;

cawern: graben;

Cercha: Pflaster, Zelt, Leintuch;

Chaben: das Essen;

Chaber: Diebesgenosse, Freund;

chaddisch: neu;

Chadum: Säbel;

Chaim: Jude, der jüdische Dieb unter christlichen;

Chajes lakechen: das Leben nehmen, töten;

chalchen: gehen;

Chalcherapes: Raub, Einbruch;

Chalfan: einer, der beim Geldwechseln stiehlt;

chalfen: beim Geldwechseln stehlen;

Chalfener, Chalfer: einer, der beim Geldwechseln stiehlt;

Chalferfahrt: Reise, um dabei zu "chalfen", s.d.;

Challe: Diebstahl, bei welchem (aus Aberglauben) ein Teil des Wertes

zurückgelassen wird, damit die Tat nicht gleich entdeckt werden soll;

Challe handeln: unbemerkt einiges aus dem Nachtlager (dem Wirtshaus usw.) mitnehmen,

wobei sich der Dieb nicht sogleich heimlich davonschlecht (wie beim sog. "Pleite handeln"),

sondern sich erst morgens, ohne Verdacht zu erregen, offen verabschiedet;

Challe schlagen: einen Teil des entwendeten Gutes

vor den Genossen unterschlagen;

Chalof: Milchdieb;

Chalonkaspern: Erkennen des Gauners und gegenseitiges Verständigen durch Zeichen,

Blinzeln, Winken, Singen, Beten, Gestikulieren usw.;

s. auch "Zinkensprache";

Chammer: dummer, beschränkter Mensch;

chandel: speisen;

Chasser: Schwein, ein widriges Ding;

Chattes: schäbiger, niedriger Mensch;

Chaumelei: Hurerei;

Cheikepflicht: Taschendiebstahl;

Chelef: Talg, Seife, Fett;

Chelefzieher: Taschendieb;

Chelic von der Gnaife geben: die Diebesbeute teilen;

Chembene: Bude;

Chemwene: Kaufladen, Jahrmarktsbude;

Cherillesgänger: Dieb, welcher in der Abenddämmerung, besonders bei stürmischem

Wetter stiehlt;

Cheroj: Fuß;

cheschbenen: rechnen, berechnen, zählen;

cheß: klug, gescheit; alles, was einem gefällt;

cheß sein: Raub, Diebstahl, Betrug nicht für unerlaubte Handlung ansehen;

Chev: Fenster, Loch;

Chewel: Strick, Bande, Rotte; Schmerz, Geburtswehen;

Chilfer, Chilfener: Geldwechseln; einer, der beim G.stiehlt;

Chilferfahrt: eine Reise, um dabei zu "chilfen", s.d.;

Chindalo: Abort;

Chochamer, Chochem, Chochemer: geschickter, durchtrie-

bener Gauner, Dieb;

Chochemerbeiser: Gaunerbeherberger;

Chochom, Chochum: geschickter, durchtriebener Gauner, Dieb;

chochum loschen: in der Geheim- oder Gaunersprache reden;

chojle: krank, gefangen;

chojle gehen: sterben, verhaftet werden, schlafen gehen;

chole: krank, gefangen, mißlungen, unglücklich;

cholemen: träumen, glauben, sich einbilden;

Cholof: Milch, Rahm;

Cholof: Hose;

Chome: Mauer, Wand;

Chomeresgro: Brot;

Chomes batteln: Verdächtiges sofort aus dem Hause schaffen, vor Entdeckung,

Beschlagnahme sichern;

Chomez batteln: s. Chomes batteln;

Chomez: Essig;

Chonte: öffentliche Dirne;

Choren: Perlen;

Chu: splendider Mann, "Wurz´n";

chülfen: beim Geldwechseln stehlen;

D

Dabbelschickse: Begleiterin der "Kunden", s.d.;

dabbern, dabern: reden, sagen, plaudern;

Dad, Dade: Vater;

Dallas: Armut, Verlegenheit, Verdachtsgrund;

Daschmanuces: Feinde;

debern: sprechen;

dekaf: rufen;

Derechbarsel: Eisenbahn;

Dine Nefoschos: Strafrecht;

dinef: verloren, unglücklich;

Dinnef: Kot;

Dirach: Weg, Landstraße;

Dobes: Gefängnis;

dobes Schefften: gefangen sein;

dochen: betteln, hausieren;

dolmen: henken, hinrichten, umbringen;

duchenen: eigentlich segnen;

dann: stehlen vor den Augen

des zu Bestehlenden (z.B. im Kaufladen);

Dusse: Schoß, Vorhängeschloß;

dussen. aufsperren, zusperren.

E

ebbes: etwas, ein wenig, irgendein;

Ebbes: das gestohlene, beim Betrügen erworbene Gut;

Echeder: (einfacher) Dietrich (mit hohlem Rohr);

Echoder: (einfacher) Dietrich (mit hohlem Rohr);

Ed: Zeuge, Freund, Genosse, Partner im Spiel;

einjoschenen, einjoschen: einschlafen;

einschabbern: (in ein Haus) einbrechen;

Eisef: Kraut, Kau-, Rauch-, Schnupftabak;

Ekuva: Pflug;

elesnoi: scharf;

eppes: etwas, ein wenig, irgendein;

Eref: Abend, Abendzeit;

Erefgänger, Erefhalchemner, Erefhändler, Erefschieber: Dieb,

der abends stehlen geht;

esav: ich esse;

eschkoch sein: sich in acht nehmen, vorsehen;

esch kochem: vorsichtig, schlau, durch Erfahrung klug geworden;

Eskocker, Eskoker: Wohnungseinschleicher;

esmol: gestern;

Ette: Vater;

Ewenbochan: Probierstein für Gold;

Ewenchome, Ewenchossel, Ewen-

kir: Steinwand, Mauer;

Ewentow: Edelsteine, Juwelen;

Eza: Rat;

Ezba: Finger, besonders Zeigefinger;

Ezbajis: Rathaus;

F

Fadin: Frost;

fadinio: erfroren;

Faischel: Jude, der Stinkende;

Falderapes: Raub, Einbruch, einer, der;

Fallenmelochner, Fallenmacher: dem Falschspieler Opfer zuführen;

febbern, febern: machen, schreiben, schneiden, betteln;

fein schmallern: hochdeutsch reden;

Fekele: Geschwür;

Feldschabber: Flugeisen;

Fennsche: Stück. Stückchen;

fewern: machen, schreiben, abschreiben;

Finkel: Hexe;

finkelen: kochen, braten, brennen;

Flabbe: hervorstehender Mund,

entstelltes Gesicht;

Flebbchen: Steckbrief;

flebben: Ausweispapiere prüfen, nach solchen fragen;

Flebbenmelucker: Urkundenfälscher;

Fleppchen: Steckbrief;

Fleppe: jede Urkunde, Paß; Zeitung, Zeugnis;

flonen: den Mund verziehen (zum Weinen, besonders aber zum Lachen);

floschen: schwimmen;

Föhme: Hand;

Fose: Frauensperson, welche

ihren Zuhälter aushält;

Fuchsmelochner, Fuchsmelocher,

Fuchsmelocherer, Fuchsmelochner: Goldarbeiter, Goldschmied;

G

gablen: schwören;

Gacheler: Wohnungseinschleidieb;

Gachen: Zorn, Rache;

Gachene, Gachni: Henne;

Gackeler, Gackler: Wohnungseinschleichdieb;

gaffen: schlagen;

Gaider: Kammer;

Gako: Onkel, Freund;

Galch: katholischer Priester, der christliche Geistliche überhaupt;

Gallach-Bajes: Pfarrhaus, Kirche;

Gallach benschen, Gallach mchen, Gallach melochnen: Geistliche bestehlen, betrügen;

Gallachte: Pfarrfrau;

Gamsel: Esel (Schimpfwort);

gamfen: stehlen;

Ganef, Ganew, Ganf: Gauner, Dieb;

ganfer: stehlen;

Ganfer: Dieb;

Ganneiwe: Diebstahl, gesamter

Ertrag desselben;

Gannew: s. Gannef";

Gannewe: s. "Ganneiwe";

gannewen: stehlen;

Gansscherrer: bettelnder Handwerksbursche;

ganwenen: stehlen

garuvel: verstecken;

Gaske: Kirche;

gassern: beglückwünschen, zur Verantwortung ziehen;

Gast: Betteljude, Heiratsvermittler;

Gastin, Gästin: Betteljüdin, Heiratsvermittlerin;

Gäude: Nase;

gaudel: groß, stark;

gawolen: binden;

geachelt: gegessen;

Gebammel: Uhrkette (samt dem oft daran befindlichen Anhängsel);

gedinne Schore: ehrlich erworbenes Gut;

gefinkelt: gekocht, gesotten, gebraten; auch: schlau, verschmitzt;

geflebbt: nachgesehen, revidiert;

Gefledderter: Betrogener, Bestohlener;

Geflieders, Geflitter: jede Urkunde, Paß; Zeitung, Zeugnis, Bittschrift;

geganwent, geganft: gestohlen;

gehandelte Schore: gestohlene Ware;

geilen: betteln;

Gemfener: Kleinhändler, Krämer;

Gemore: Belehrung, Denkzettel;

Gemsel: Hemd;

Geneiwe: Diebstahl, gesamter Ertrag desselben;

Geneiwe kinjenen: das ganze

von einem Diebstahl herrührende Gut kaufen;

Geneiwe tun: einen Diebstahl verüben;

Geneiwter: der Bestohlene;

Gescher: Brücke;

geschlichnet: gestanden, eingeräumt;

Geschobener: ein Verratener;

Geschockschure: gestohlene Ware;

Geseeres, Geseires: widrige Verhältnisse, Unheil, unnützes Geschwätz, Lärm;

Gesele: Raub;

Gesroche, Gesruche: Gestank,

Rauch; Stänkerei, über Ruf,

Bekanntwerden einer Gaunerei;

Gippesch: Untersuchung, Landstreifung; ärztliche Untersuchung der Dirnen;

Arzt, Beamter selbst; gippichen: durchsuchen;

Gischmohl: Zigeuner;

Glaseine: Gewehr, Pistole;

Goa: Frau: Christin, Weibsperson, (in geringschätziger Bedeutung);

Goi: Nichtjude, besonders: Christ;

Goie: Frau, Christin, Weibsperdson (in geringschätziger Bedeutung);

Gojim: Mehrzahl von "Goi", s.d.;

Goldkragen: Beamter;

Golefahrt: Abschneiden und Stehlen von Koffern vom Wagen;

golen: fahren, bringen, zubringen;

Goleschächter, s. "Golejäger";

Golloch: Geistlicher;

Gomol: Kamel (schimpfwort), Richter;

Gordel: Kessel, Topf;

Gosser: Schwein;

Gosserkermer: Schweinefleisch, Schinken;

Govr: Grab;

Gowr: Grab;

gramschen: stehlen;

Gramscher: Dieb;

Großdalfer: gebildeter Bettler;

Großmauschel, Großmoschel: jeder, der über große Gewalt

verfügt: Landesherr, oberster Richter, Polizeidirektor usw.;

Großpurim: großes Brecheisen;

Großtalfer: gebildeter Bettler;

G´scheber: Leichenbegräbnis;

G´schebermaß: Bargeld, Kleingeld;

G´schepper: s. "G´scheber";

H

Hach: Bauer;

Hacheln: Speise, Mahlzeit;

hakesen: (auf)klopfen;

halbe Lewone: halbmondförmige Anbohrung eines

Schlosses; halchen: gehen, springen, laufen, greifen;

Halchener: einer, der in irgendeiner gaunerischen Absicht ausgeht;

Halles: Lärm;

Hanne: Braut, Dirne dees Zuhälters;

harles: hier;

Herum Pascha: Gaunerhauptmann;

haschewene: zurück, fort, weg;

haschiwene halchen: zurückkommen, entfliehen, durchgehen, abstehen;

haulech sein, haulechen: gehen, springen, laufen, greifen;

Haurech, Haureg: Mörder, Totschläger;

Haxel, das - geben: bei der Teilung der Beute übervorteilen;

Hechdesch: Krankenhaus,

Armenhaus, Spital;

Hechtel: Taschenmesser;

Hedschake Hedschaki: fünf Jahre Kerker;

Helfener: einer, der beim Geldwechsel stiehlt;

Hemdenschnorrer: alter, abgelebter Gauner;

herrles: hier;

hieseln: schminken;

hinholchen: hingehen;

Hobeloffizier: Tischler, Schreiner;

Hohavibe: Lüge, Betrug;

Holav: Hose;

holchen, holech sein: laufen, greifen, gehen, springen;

Honzige,Honzche: Knabe, Bube;

Horug: Mörder, Ermorteter;

hosper: offen, auf;

Hospes: Wirt;

hozetescher: jüdisch;

Husche, Huschen, Huscher,

Huschken: Soldat, Polizist, Gendarm;

I

Isba: Stube, Zimmer;

Isch: (meist alter) Mann, Handelsmann;

Ischa, Ische, Ischel: (verheiratete, geschiedene oder verwitwete) Frau;

Isegrimm: Gefängnisaufseher;

Iwesles: Narrheit, Torheit, Sünde;

iwrisch: jüdisch;

Izema: Stube, Zimmer;

J

jabbern: reden, sprechen;

Jabeläum: Gesellschaft von Leuten; Kostbarkeiten, Geld;

Jackel: Opferstock;

Jackelpritscher: Opferstockdieb;

Jadsacher, Jadschabber: kleines

Brecheisen;

Jadscherer: Jadschorer: Händler;

Jadschocher, Jadschocherer,

Jadschurrisch, Jadschurrick: Einbrecherwerkzeug (Stemmeisen, Meißel u. dgl.);

jai: wehe;

Jaich: Jude;

Jajin, Jajim: Wein;

Janitschek machen: zechprellen;

jaschwenen: sitzen;

jaschwenen lassen: einsperren lassen;

Jaskehändler, Jaskengannef: Kirchendieb;

Jaskeschaller: Kirchendiener;

Jaskeschore: Altar- und Kirchengerät;

Jattschaber: Stemmeisen, Meißel;

Jekker: Kirche;

Jevent: Winter;

Jischuf: Ort, wo nur einzelne wohnen;

Jochem, Jochen: Wein;

jockel: durch fortgesetztes Drücken, Schieben usw. Tür, Fenster öffnen;

Jokel: Laus;

jokeln: durch fortgesetztes Drücken, Schieben usw. Tür, Fenster öffnen;

joker: teuer, wertvoll;

Jomdoles, Jomdolet: Mittwoch;

Jomlattchener, Jommackener: Diebe, Einbrecher, die bei Tag mit Nachschlüsseln stehlen;

Jomschawwes: Samstag;

Jomschien, Jomschin, Jomschmir, Jomschmiere: Aufseher bei Tag, Tagwächter;

Jomsohin: Samstag;

Jomwof, Jomwoof: Freitag

jörgeln: zwangsweise abreisend machen;

Josch: Schlaf;

joschen: schlafen;

joscher: recht, gerecht;

joschnen: schlafen;

K

knabbern: graben, verscharren;

Käber: Paketstück;

Kabore: Ort, etwas (Gestohlenes, Diebeswerkzeug u. dgl.) vergraben oder versteckt werden;

Kabore: verborgenes, gestohlenes Gut, Schränkzeug;

kaboren: verstecken, vergraben;

Kaffermackener, Kaffermakkener: Nachschlüsseldieb, besonders auf dem Lande;

kaftoren: (heimlich) aufknöpfen (beim Taschendiebstahl);

Kaim: Jude; der jüdische Dieb unter christlichen;

Kais: Leben;

Kajem: Jude;

Kajni: Huhn;

Kakeler: Schwätzer;

kakeln: schwatzen, sich unterhalten;

Kalaches, Kalches: Topf, Kessel;

Kalches: Vereitelung, Hintertreibung;

Kalches machen: im Verhör ein Geständnis widerrufen, Wahres eingestehen,

Beabsichtigtes angeben,

einem andern zu dessen Nachteil ins Geschäft pfuschen;

Kalf: Hund;

Kaljes: Vereitelung, Hintertreibung;

Kalle: Braut, Geliebte, Mädchen, Freimädchen;

Kanger: Käufer, Besitzer, gestohlener Waren;

kapore halchenen: umgebracht werden;

kapore zawern: den Hals abschneiden;

kapores machen: umbringen, töten;

Kappore: Reinigung, Tod, Verderben, Fluch;

kappore fetzen: erschlagen, erstechen;

kappore halchenen: umgebracht werden;

kappore machen: s. "kappore fetzen";

Kappore-Tiefe: Sarg;

kappore zawern: s. "kapore zawern";

kascher: rein, ehrlich, unverdächtig;

Kassaph: Brief, Schreiben; Buch;

Kassaunis. Hemd;

kassemen: wahrsagen;

Kasser, Kassert: Schwein, widriges Ding;

kaßwenen: schreiben;

Kaßwener: Schreiber, Untersuchungsrichter;

Kaswen: Lügner, Leugner;

Kaudium: der Morgen (Gegensatz zu: Abend);

Kaudinmakkener: Dieb, der früh morgens durch Öffnen der Türen stiehlt;

kauhef: schwer, unangenehm;

kauscher: alles, was rein, unverdächtig, ehrlich ist;

Kdesche: Freimädchen niedrigster Art;

Kebbuze: Sammlung, Haufe, ungeteilte Diebesbeute;

Keer: Herr, Beamter;

Kefes: Gattin; Geliebte;

Kehille: Versammlung von Gaunern (vor der Diebstahlsausführung),

Mehrheit von Gaunern in der Gefangenschaft;

kehren, Stradekehrer: rauben, z.B. Straßenräuber;

Kehrin: Frau;

Keibe, Keibel: Weib, Geliebte, Zuhälterin; keif sein: (jemand etwas) schuldig sein, mittellos sein;

Keim: der jüdische Dieb unter christlichen;

Kelef: Papier, Spielkarten;

Kelef: Hund;

Kelofim: Mehrzahl von "Kelef",

s.d.;

Kelofim mollen: Spielkarten in Betrugsabsicht beschneiden;

Kelofim zinken: Spielkarten in Betrugsabsicht bezeichnen;

Kemel: Schießpulver; Keresch: Brett;

Kesef: Silber, Silbergeld;

Kesones: Baumwollstoff, Hemd;

Kesuv: Silber, Silbergeld;

keß: gut abgelaufen, sicher, eingeweiht, verschwiegen, gescheit;

kesse Penne: Unterstand, wo man vor Überraschung und Verrat geschützt ist;

Khille: Versammlung von Gaunern (vor der Diebstahlsausführung),

Mehrheit von Gaunern in der Gefangenschaft;

Kibbuz, Kibbes: Sammlung,

Haufe, das Zusammengestohlene, ungeteilte Diebesbeute;

Kibes: (Menschen-) Kopf;

kibig anronen: herausfordernd ansehen;

kiebitzen: beim Kartenspiel in

das Blatt des (der) anderen sehen;

Kiwerer: Detektiv;

Klatschas: (falsche) Stampilien;

Kle: Mehrzahl von "keli", s.d.;

Kle Barsel: Eisengeschirr;

Kle Kesef: Silbergeräte;

Kle Semer: Musikinstrumente;

Kle Sohof: Goldgeschirr;

Kleber: Pferd;

Kleberer: Pferdedieb;

Kleinpurim: Dietrich, kleines

Brecheisen; vgl. "Purim";

Klumpen: Menge, Reichtum,

Diebesbeute;

Knief: Messer;

knofeln: beten;

Koach: Kraft, Stärke, Gewalt-

tätigkeit;

kochem: klug, schlau, eingeweiht;

Kochem: Gauner;

Kochem barlen: Kochen, dibbern: in der Gaunersprache reden;

Kochemer: der Kluge, Weise; Hehler; betuchter Kochemer: Dieb,

der geräuschlos einbricht, nicht raubt;

kochen, jemanden: jemandem (im Kartenspiel) das Geld abnehmen;

Kochim: Dieb, Gauner;

Kochmoor: Räuber;

kodele Genneiwe: großer, gewaltsamer Diebstahl;

Kodem: der Morgen;

koden: klein;

Kodesch, Kodex: Päderast;

Kofcheß: offener Überfall;

kofel: doppelt;

koffscher: frei, ledig, entlassen;

koffscher kommen: entlassen werden;

Kohel, Kohol: Versammlung

von Gaunern (vor der Dieb-

stahlsausführung), mehrheit

von Gaunern in der Gefangenschaft;

Kolef: Hund;

Koluf: Hund;

Konchowim: Sterne;

Konehändler, Konenepper:

einer, der mit wertlosen Sachen (z.B. falschen Steinen u. dgl.) betrügt;

Koochewe: Glück;

kophel: doppelt;

Korah: Anführer der Diebe;

koschel: schwer zu verstehen, auffällig;

koscher: rein, ehrlich, unverdächtig;

koscher putzen, sich: sich beim Verhör verteidigen, schuldlos darstellen;

koscher stehen: nicht verdächtig sein;

koschern sich: sich verdächtigen Sachen entledigen;

Kosem: betrügerische Wahrsagerei;

Krembene: alle Gewalt beim Raub (einbrechen, knebeln

u. dgl.);

krembenen: gewaltsam angreifen, einbrechen, rauben, knebeln;

Ksib: Brief;

Ksiw, Ksiwerl: Brief, Zettel,

heimliche schriftliche Verständigung im und aus dem Gefängnis;

Ksiwermile: Brieftasche;

Kuppe, Kuphe: Büchse, Behältnis, Kasten, Hütte;

Kuppe melochnen: einen kasten erbrechen;

kuschog: dunkel;

Küse: Gefangfenenhaus;

Kutsche: Schnur, Bindfaden,

s. "Eisenbahn";

L

Laileschmier: Nachtwächter;

laker: treulos,falsch,liederlich;

lametaleph: nein, nicht;

lanzen: sich gütlich tun;

Lautih: Mädchen;

lawen Emmes, lawer Emmes:

falsches Geständnis, unwahre

Angabe;

Laz: Schande;

Lechemgeiger: Bettelmusikant;

leftoftig: gutmütig;

Legem, Legum: Brot;

Lekach: Annahme,: Diebstahl;

lekechen: einbrechen, stehlen;

Lekische: Annahme; Diebstahl;

lemavav: ich schlage;

Leno: Kuppler;

lepochus: mindestens, wenigstens;

Lerchen: Semmeln;

lerof: genug;

leschasch: zum Teufel;

leschem: deshalb, deswegen;

um leschem Schemaum: um´s Himmels willen!;

Leschon: Zunge, Sprache;

lewen Emmes: falsches Geständnis;

Lewone: Mond, mondförmige Öffnung;

Lewone, choze - machen, Lewone, halbe -machen: mondförmige

Öffnung bohren, um zum Schloß oder Riegel zu kommen;

link mischbenen: falsch schwören;

linke Zinken: falsche Stempel;

Linke, der: der "Unbekannte";

linkzachnen, linkzachenen: falschspielen;

Lorchen: Brötchen;

loschen: reden, sprechen;

Lowenneschurch: Leinenzeug;

Luach: Tafel, Kalender, Notizbuch;

M

ma pehen. sage nicht;

machen: jede gaunerische Tätigkeit: stehlen, betrügen, falschspielen;

Machile: Verzeihung;

Machile: Gesäß;

machulle: gefangen, fertig, krank, zahlungsunfähig;

Machwire handeln: Taschgendieb sein;

Majem: Wasser, Meer, Strom, Hafen;

Makke, Makkeirs: s. "Makkes";

Makkener. Dieb (mit Dietrich) Einbrecher;

Makkes: Schlag, Hieb, (falscher) Stich beim Kartenspiel;

Mackes stecken: schlagen;

Makko: s. "Makkes";

Makom, Makum: Ort, Stelle,

Stadt, Wohnung, Zuchthaus; Prügel;

malochen: machen, schreiben;

Malocher: Macher, Schreiber;

Mammon: Reichtum, großer Gelddiebstahl;

Marchizer: besonders geschickter Dieb, Wäschedieb, Dieb in Herbergen,

durchtriebener Gauner;

marel: schlagen, prügeln;

Margediser: Falschmünzer;

Maremokum: falsches Alibi,

Falschgeldwechsler;

Marketzer: einer, der Schlafende oder Trunkene bestiehlt;

Maro: Brot;

Marremokum: falsches Alibi;

Martinifleppen: Zeitung;

Masager: Schlosser;

Maschke: Getränk;

Maschke: Pfand(stück);

Mase: Tat, Werk, Fabel;

Masel: Glück;

Masel tof: Geld, viel Geld; Glück auf;

Massel: Tabakpfeife;

Masser, witscher: Gauner, der

nicht zu leugnen versteht;

masern: reden, bekennen, warnen, verraten; heimlich verständigen;

Massim: Schloßgebäude;

Matte: Ast, Stock;

Mattibern: reden, sprechen;

Mattimgippisch: Diebesstreifzug;

Mattine: Gerichtsbezirk, Land, Provinz;

Matze: (jüdischer) Osterkuchen;

Matzeponim: blatternarbiges, häßliches Gesicht;

Maus: Mädel, Frau; Freimädchen;

Mauschel: jeder, der über große Gewalt verfügt: Landesherr,

oberster Richter, Polizeileiter, Staatsanwalt;

Mauschel: armer Jude;

mauscheln: betrügen;

Mauscheln: verbotenes Kartenglücksspiel;

mausen: stehlen;

me: ich;

meannes sein: notzüchtigen;

mebeln: an sich bringen, kaufen;

mechanne sein: genießen, aufgehen lassen, zugute kommen lassen;

mechant: schlecht, bösartig, garstig, boshaft, häßlich;

Mechaschef: Zauberer;

Meches: Abgabe, Zoll; Zolleinnehmer;

Mechile: Verzeihung;

medabbern: reden, sprechen;

Medine holchenen: beschäftigungs- und unterstandslos umherziehen;

Medinespecht, Medinezajod: Gendarm, Landpolizist;

Mees: Geld;

meßmol: von gestern;

mejuchas sein: sich zu einem

Stamme zählen;

melochenen: s. "melochen"; Lewone m.: ein Loch ausbrechen, aussägen;

Melochner: s. "Melocher";

Melochumbeiß: Zwangsarbeitsanstalt;

Menoler, Menolim: Schuhe; (vgl. "Naal");

mephalpel sein: streiten, zanken;

Merchez: Wäsche, Waschzeug;

Merchizer: besonders geschickter Dieb, Wäschedieb, einer, der in

Herbergen stiehlt, durchtriebener Gauner;

merfen: huren;

Mergezer: s. "Merchizer";

Merkof: Wagen;

Merkofesch: Eisenbahn, Loko-

motive (vgl. "Rachow");

meschacker: berauschend;

meschackern: betrunken machen;

meschallen sein: befriedigen, bezahlen;

meschammer sein: hüten, bewahren, beaufsichtigen;

meschammes sein, meschammesch sein: bedienen, Beischlaf ausführen;

meschanne: veränderlich, wortbrüchig;

Meschores: Diener, Knecht;

meschucke, meschugge: verwirrt, verrückt, toll, trunken;

meschulmen: befriedigen, bezahlen;

Meschummod: getaufter Jude;

meschunne: unversehens, wunderbar;

Mese: Mädel, Frau; Freimädchen;

mesnoken: gefährlich;

messuken: gefährlich;

Mesumme: Geld;

Mesumme sippern: Geld zählen;

Mesummecheder: Kassengewölbe;

Mesummekis: Geldbeutel;

mesummen: zubereitet, abgezählt, bestimmt, bar;

Mesümpe: Geld;

Mesuse: liederliche Frauensperson;

mewaschel sein: kochen, sieden;

Miftoch: Öffnung, Loch;

Mifzer: Festung, Festungshaft;

Milchome: Krieg;

milisieren: verhaften;

millek sein: verhaftet sein;

Millingeher: Verhaftung;

Mischpetführer: der vorsitzende oder untersuchende Richter, Beamte;

Mischpetkaßwener: Gerichtsschreiber, Protokollführer;

Mischopoche, Mischpoke: Geschlecht, Familie, Diebesbande;

Zuchthausgenossen, Geheimpolizei;

Mischpot: Gericht, Prozeß, Untersuchung;

mise: schlecht, ungünstig, elend, widrig;

mittelmol: von gestern;

mochel sein: verzeihen, vergeben;

Mocher: Kaufmann, Händler;

mocher: morgen (Gegensatz zu: heute);

Mokchen, Mokem: s. "Mogum";

mollen: beschneiden, wegnehmen, verkleinern, betrügen;

Molsamer: Verräter;

Molum: Rausch;

Mopser: Dieb;

Mordai. Mutter;

moremme sein: betrügen;

moren. Lärm machen;

Mosch: Frau;

Mosche: Frau, Braut, Mädel,

GEliebte; Freimädchen; weiblicher Geschlechtsteil;

Moschel: jeder, der über große Gewalt verfügt: Landesherr,

oberster Richter, Polizeileiter, Staatsanwalt;

Moschel: Gleichnis, Beispiel;

Mosser: (vgl. "Masser": Verräter;

mosser sein, mossern: verraten; sprechen, sich verständlich

machen;

Musche, Müschel, Muschel: s. "Musch";

Muschpoke: Geschlecht, Familie, Diebesbande; Zuchthausgenossen; Geheimpolizei;

Musse: Weib, Mutter;

Muznähes: Mütze;

N

Nachasch: Geldrolle, Geld;

Naches: Freude, Vergnügen, Ruhe, Zufriedenheit;

Nafke: Gassendirne;

nafkenen: auf den Strich gehen, mit Dirnen verkehren;

nessenen: geben, schenken;

nasser Kober: ein Liebhaber,

der kein Geld hat, nicht bezahlt;

Natschai: Trinkgeld, aber auch: Schweigegeld;

Nauef: Ehebrecher;

nebbich: ja, fürwahr, leider;

nebich, s. "Nebbich"; Nebisch: ein ungeschickter Gauner, der beim Stehlen nur zu

untergeordneten Leistungen verwendbar ist;

Nefel: Fehlgeburt (auch Schimpfwort): Bube!, nichtswürdiger Mensch!;

Nefere: Sünde;

Nefesch: Seele, Leben, Geist, Person;

Nefesch: Weste;

Nekef: Gefängnis;

Nekewe: Weib, Gattin;

Nekof: Loch, Höhle;

Nelum: Schuhe;

Neppe: Kleinigkeit, falsche Steine, falsches Geld und Silber;

neppen: unechte Sachen als echt verkaufen oder versetzen, betrügen;

Nepper: Hausierer mit wertlosen Gegenständen;

neppernischen: durchsuchen (besonders die Taschen der Häftlinge);

Neppes: ziemlich wertlose Gegenstände, denen in Betrugsabsicht einn hochwertiges

Aussehen gegeben wird;

Ner: Licht, Lampe;

Nervus Peking, Nervus Plenny: Geld;

Neschome nehmen: das Leben

nehmen, töten;

newich: ja, ja, fürwahr, leider;

Nochosch: Geldrolle, Geld;

nosseln, nossen: geben, schenken;

Nürschel: Brett;

O

Oberpalmachum: Offizier;

Ossene: Uhr;

Ozel: fauler Gauner, der die an-

deren tun läßt und selnst fau-

lenzt, Müßiggänger;

P

Paddendrücker, Paddenklauer,

Paddenmacher, Paddenmelucher, Paddenzieher: Taschendieb;

pasch: halb;

paskenen: Urteil sprechen;

Pe: Mund, Kuß;

Pekus: Dummkopf, Tölpel;

Pelchi: Karten;

Perkochem,, Perkochhändler:

Räuber, Einbrecher;

Peruto: Pfennig;

Pessach: Tür, Tor, Einbruch;

Pessuch: Tür, Tor, Einbruch;

Pezma: Besen;

Pich, Pichde: Geld;

Pichdegeuder: Bankhaus;

Pickus: das Essen;

Pinkas: Vormerkbuch, Verzeichnis des Gestohlenen;

Pinkes: s. "Pinkas";

Pipolte: Jude;

Pipoltiza: Jüdin;

Pischenpe: geheime Verabredung, Verständigung, Ausrede;

Pischte, Pischtim, Pischtum: Leinwand;

Platenmelochner, Platenmelucher: Falschmünzer;

Pleite: Flucht; Zahlungsunfähigkeit;

pleitegehen: fliehen, entspringen;

Pleitegeier: einer, der in Betrugsabsicht bankrott macht,entflieht;

pleite handeln: Gegensatz zu "challe handeln", s.d.;

pochen: Fallsucht oder sonst eine schwere Krankheit vortäuschen;

Pochtam: Tuch, Leinen;

pöckern, pockern: vergiften (besonders Haushunde); sterben, töten, schlachtern;

Podoch: öffentliches Haus;

pofen: nächtigen;

poi sein: (= ihm gehörig);

Porum: Inbegriff aller Einbruchswerkzeuge;

Poschen: Geld;

Poschkajen: Hosen;

Poschmookus: Sacktuch;

poßchenen: Schlösser öffnen;

Poßchener, Poßchengannew: Nachschlüsseldieb;

Posselfetzer: Fleichhauer;

Puddelche: das Vertauschen

wertloser Sachen gegen wertvolle;

Purim: Einbruchswerkzeuge;

Purimpflanzer: vertrauter Schmied, der Dietriche und Brecheisen macht;

Puschiakro: Wächter;

Puschum: Wolle, Haar;

Puze, Puzenjunge: einer, der sich von pervers veranlagten

Mänern gebrauchen läßt;

Q

quasseln: Überflüssiges reden;

R

rabatzen: liegen, lauern; Beischlaf ausführen;

rach: zart, weich, furchtsam, verzagt;

Rachaijemer: Müller;

rachaw: reiten, reiten lassen;

racheilen: Beischlaf ausführen;

Rachow, Rachwener: Reiter; Dieb, der den im Laden gestohlenen Gegenstand zwischen

die Oberschenkel nimmt und sich so entfernt;

Rackof: Reiter; Dieb, der den im Laden gestohlenen Gegenstand zwischen

die Oberschenkel nimmt und sich so entfernt;

Ramsch: bunter Haufen, Gaunererlös;

Ramschen: betrügen;

Ramscher: Betrüger;

Ramschkone: Käufer der gesamten Diebesbeute;

ratten, rattenen, ratteren, rattern: schwatzen, scharf einvernehmen, betrügen, gestehen;

Raw, Reb; Rebbe: Rabbiner;

Rebbemosche: ein ½ m langes, an einem Ende spitz zulaufendes Eisenstück

(zum gewaltsamen Öffnen verschlossener Behältnisse, an denen Schlös-ser nicht nachgeben;

dasselbe ist mit schwarzer Leinwand od. dgl. umwickelt und sieht aus wie ein Spazierstock;

dient zugleich auch als Waffe);

Rebes. Profit, Gewinn;

Rebmosche, Rebtauweie, s.

"Rebbemosche";

Rebbis: Erträgnis, Zinsen, Wucher; vorteilhafter Diebstahl;

rechaimen: Beischlaf ausführen;

Rechem. weiblicher Geschlechtsteil;

Rechen: Kamm;

Rechile: Verleumdung;

Reckel: Fuß, Bein;

Reppmosche, Repptauweie, s.

"Rebbemosche";

resch: arm, bedürftig;

Resch: Kopf, Oberhaupt,

Hauptstadt, Gipfel, Gesamtzahl, Haufe;

Resche: Frevel, Ruchlosigkeit;

Rewach: Gewinn, Zinsen;

Rewachfetzer: Gauner, Taschendieb;

Rewe: Rabbiner;

Rewizin: Frau des Rabbiners;

Rezach, Reziche: Mord, besonders: Raubmord, Totschlag;

Reziche machen: einen Raubmord begehen;

rozchenen: morden, töten;

Rozeach: Mörder, Totschläger;

Ruph, Rupuno: Silber;

S

Sach: Menge, Volksmenge,

Summe;

SAcher: Kaufmann;

Sacherer: Opferstockdieb;

sachern: kaufen, handeln, be-

stechen, stehlen;

Sackin, Sackum: Messer;

SAdek: Brecheisen;

Sarchan: Streitsucher, Stänker; Tabakpfeife;

Sarfenschnorrer: Gauner, der als "Abbrandler" bettelt;

Saunejisrael: Judenfeind, Judenhasser;

Scharrdoktor: Kurpfuscher;

Schab: Anteil (an der Beute), am Schandlohn;

Schabber: Brecheisen, Stemmeisen;

schabbern, schaben: mit Stemmeisen oder Meißel arbeiten, (ein-)brechen;

Schaber, Schaberbartl. Brecheisen, Stemmeisen;

Schaberkocher: Schmied oder Schlosser, der Einbruchswerkzeuge macht;

schabern: s. "schabbern";

Schabol: Anteil (an der Beute, am Schandlohn);

Schabolle: Scheune, Kornspeicher;

schabollen: Anteil haben, (vgl. "Schabol");

Schacherer, Schacherl: jüdischer Händler;

Schachmer: Jude;

Schadchen: Kuppler;

Schadchente: Kupplerin, auch Gelegenheitsmacher bei Diebstählen;

Schadchon: Kuppler;

Schadchonus: Kuppelgeld;

Schadkon, s. "Schadchon";

Schalscheles: Kette, Fessel,

Uhrkette;

Schammer, Schammes, Schammesch: Wächter, Hüter, Diener;

Schapolle: Anteil (am Diebesgut, am Schandlohn);

Schapolle: Scheune, Kornspeicher;

schasjenen, schaskenen: trinken, zechen;

Schadnes: sog. Halbstoffe;

Schauchet: Schlächter;

Schautte: Narr, einfältiger Mensch;

Schamaz: Gauner, der sich zu allem gebrauchen läßt;

schebern: Geld wechseln;

Schecher meschaker: berauschendes Getränk;

Schechune: Wohnung, Nachbarschaft, Nebengefängnis;

Scheinlatchener: Dieb, der bei Tag stiehlt;

Scheinsprung: Diebstahl bei Tag;

Schneker: Unwahrheit, Lüge;

Schekez: Bursch, Knecht;

Scheppoles geben: Schweigegeld geben;

schibbes: schlecht, gering, wertlos;

Schibboles: Gewinn, Anteil an der Diebesbeute; auch der Teil für kranke und gefangene

Gauner und deren Familie; schicker: betrunken;

Schicks, Schickse, Schicksel: Frauenzimmer (in geringschätziger Bedeutung);

Schidduch: Verlobung, Heirat; Nachweis;

schiebes halchenen, schiebes

schafften: davongehen, flüchten;

Schikkern: trinken, sich betrinken;

Schikkureß: Trunkenheit;

Schikse, Schiksel: Frauenzimmer (in geringschätziger Bedeutung);

Schimmus, Schimmusch: Dienst,

Bedienung, Beischlaf;

schinern: arbeiten;

schiren, schirlachen: singen;

Schlorum: Unwahrheit, Lüge;

Schlamasse: Polizist, Aufpasser, Spion;

Schlamassel: s. "Schlamassen";

Schlamassen: Unglück, Mißlingen, Schaden;

Schlamasser: Polizist, Aufpasser, Spion;

Schlitzerl: Dirne;

Schmadde: Taufe;

schmadden: sich taufen lassen (vom jüdischen zum christlichen Glauben übertreten);

Schmadderfleppe: Taufschein;

schmaichen: schöntun, kosen, lachen;

schmolen: verkleinern, verraten;

schnei: zwei;

Schneidetole: schmales Vorhängeschloß;

Schoberbarsel, Schoberbartel: Brecheisen, Stemmeisen, Meißel;

Schochen: Nachbar; vgl. "Schechune";

Schocher, Schocherbarsel, Schocherer: (christlicber) Geistlicher;

Schochermajum: Kaffee;

schöchern: trinken,sich betrinken;

schochern: aufbrechen;

schochern s. "schöchern";

schochern: (das Gesicht) schwärzen;

schochern: sterben, umkommen;

Schochet: Schlächter;

Schock: (Jahr-)Markt, Straße;

auch: Mark(stück);

Schock, auf den - gehen: auf

den Markt gehen, um zu stehlen;

Schockgänger: Marktdieb;

Schöckse: Frauenzimmer (in geringschätziger Bedeutung);

schod: einfältig;

schofel: schlecht, nieder, gemein,

armselig, wertlos;

schofel Piskenpeh: schlechte Ausrede;

Schofer aggeln, mit dem: mit der Eisenbahn fahren;

Scholam lechem: Gruß jüdischer Gauner besserer Art; schomea sein: hören, vernehmen;

Schomen: Öl;

Schono, Schonum: Jahr;

Schoo: Uhr, Stunde;

Schora: Obrigkeit;

Schore: Ware, das Gestohlene;

Schorie, Schorin: Messer;

Schorrich: allerlei Waren, Geräte, Werkzeug, Sperrzeug;

Schosa: weiblicher Geschlechtsteil;

Schossa s. "Schosa";

Schott, Schotte: Narr, ein Einfältiger;

Schottenfäller, Schottenfelder: Gauner, der aus Läden in Gegenwart des Verkäufers

Waren stiehlt, Ladendieb, Marktdieb;

schottenfellen: solches (siehe "Schottenfäller") tun;

Schottenfeller, Schottenfellner: s. "Schottenfäller";

Schotter: Gerichtsdiener;

Schrändefeger: Dieb, der Zimmer ausräumt, Zimmereinschleicher;

Schränker: Einbrecher, Räuber;

Schränkmeassematten: Einbruchsdiebstahl;

Schränkschurich, Schränkzeug: alles Einbruchswerkzeug;

Schrazen, Schrazgen: Kinder; schrekenen: plaudern,

um die Aufmerksamkeit des zu Bestehlenden auf sich zu lenken,

damit der andere Gauner inzwischen stehlen kann;

Schrekener: einer, der solches (s. "schrekenen") tut;

Schukker: Gendarm;

Schum: Knoblauch;

Schube bringen, Schube stechen: verständigen;

schwarze Hand: an welche das Lösegeld bezahlt werden muß;

Schemmriwitzer: Holzdieb;

Serafbajes, Serafbeis: Branntweinschenke;

sewachen: stehlen;

Sewacher, Sewecher: Dieb;

Socher, Socherer: Kaufmann;

Socht malochen: einen Geschäftsladen plündern;

soff: Geld;

Soffmalucher, Soffmelochner: Goldschmied;

Sohof: Gold, Geld;

Soken: Bart;

stikem!: sei still, sei ruhig!;

Sus, Suse: Pferd, Stute;

Sußganew, Sußhändler: Pferdedieb;

T

taffen, taffenen, taffnen, taffen,

tafsenen: verhaften, gefangennehmen;

tailachen: nach einem bestimmten Ziel gehen, schnell davon-

gehen, fliehen;

talchen: henken, hinrichten, umbringen;

Taltel: Schlüssel, Nachschlüssel;

Tanteler, Tantelmacher, Tantelmalochner: Schlosser;

Tantelzeug: Dirtriche;

Tapemischl: Freimädchen;

Tappuach: Apfel, Erdapfel;

Tarbis: Zins, Wucher, Gaunerbeute, gestohlenes Gut;

tarchenen: betteln, hausieren;

Tarchener: Bettler, Vagant, Bettelbetrüger;

Tarfes: s. "Tarbis";

tarreln: Würfelspielen;

Tarwes: Zins, Wucher, Gaunerbeute, gestohlenes Gut;

tasavav: würgen;

Tauwes awone: echte Steine;

Tchille, Tchilles: Anfang, Beginn; Abend;

Tchilles handeln: zur Abendzeit stehlen;

teilechen: nach einem bestimmten Ziel vorgehen, schnell davongehen, fliehen;

Tfiesze, Tfise, Tfuse: Arrest, Gefängnis; thabarav: ich zünde an;

tharav: ich brenne an;

Tickmelochner: Uhrmacher;

Tickschlange: Uhrkette;

tiffer lau!: rede nicht! schweig!;

tiften Sodten!: gesegnete Mahlzeit!;

tigern: wandern, reisen;

Tille: Freimädchen;

Tinef: Kot, Schmutz;

tinef sein: verloren, überführt sein;

Tippesch: Nichtgauner, Spießbürger;

Tippler: gedungener Mitbieter bei einer Versteigerung oder

bei betrügerischem Verkauf (z.B. falscher Schmucksachen);

Toches, Tochus: Gesäß;

tof: gut, verläßlich, sicher;

tof Jom!: guten Tag!;

tof schefften: sicher sein;

Tofrs: Gefangener, Verhafteter;

Tofes: Gefängnis, Haft;

tofes kominen: verhaftet werden;

Trararumgannew, Traratumgänger: Postpaketdieb;

treefe: unrein, unehrlich, unsicher, verdächtig, gestohlen;

treefe fallen, treefe gehen: im esitz bedenklicher Sachen,

auf frischer Tat betreten, verhaftet werden;

Treefeschurig: verdächtiges Gut; trefe s. "treefe";

trefe schole: unter belastenden Umständen verhaftet;

trefe schafften: in der Klemme sein;

trefel: überwiesen;

trefer: verhaftet auf frischer Tat);

Tschab: Anteil an der Beute;

Tschabitte: Ziege, Bock;

Tschawo: Knabe, Bursch;

Tschuwe: Antwort; Neuigkeit; Buße, Reue;

U

unterkaswenen: unterschreiben;

untermackeln, untermackenen,

untermackern, untermakkenen:

einen Teil der Beute unterschlagen, vom Gestohlenen einen Teil beiseiteschaffen;

V

verballert werden: betrogen, bestohlen werden (in bezug auf

Diebe), vom Stehlen abgehalten werden;

verbleffen: nötigen, ängstigen,

bangemachen;

verschawern: sich anfreunden;

vercheiweln, vercheweln: binden, knebeln;

verjaschwen, verjaschwenen, verjaschwienen: versetzen;

verkabbern, verkaboren: vergraben, verstecken;

vermauscheln: absetzen, in Umlauf bringen (z.B. falsches Geld);

vemebeln: verkaufen, vertun; durchprügeln, beiseitebringen;

vermischbenen: abschwören;

verpos´chenen: verschließen;

verramschen: verstecken;

verschabbern, verseifeln: jemanden in schwierige Lage, ins Unglück bringen, verraten;

verzachkenen: verspielen;

W

Warjiwrach machen: davongehen, mit der Beute entfliehen;

Wechochom: der Überkluge;

Wiazeff: verabredeter Ort für Gaunerversammlungen;

Z

Zaccum melochen: mit dem Messer stechen;

zalmenen: Kreuz machen, sich bekreuzigen;

Zawerle: Halstuch, Halsbinde;

zawern: Hals abschneiden, hinrichten, erwürgen;

Zede: Zehrpfennig;

Zefire: frühe Morgenstunde;

zegemen: plaudern, ausplaudern,

gestehen, verraten;

Zemer: Wolle;

Zemergefen: Baumwolle;

Zofen, Zofon: Mitternacht, tiefe

Dunkelheit, Norden;

Zoner: Hirt;

Zonn: Schaf;

Zonn-Gannew: Schafdieb;

Zoof: Ende, Schluß der Unternehmung oder Untersuchung;

Zuccum: Messer;

Zuccum melochen: mit dem Messer stechen;

zukker: schön;

zuschochern: zusperren.

 

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Kapitel 9:  Judenverbrechen in und an Deutschland