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9. KapitelDie „Deutsche Arbeiterpartei"
Eines Tages erhielt ich von der mir vorgesetzten Dienststelle den Befehl,
nachzusehen, was es für eine Be wandtnis mit einem anscheinend politischen
Verein habe, der unter dem Namen „Deutsche Arbeiterpartei" in den nächsten
Tagen eine Versammlung abzuhalten beabsichtige, und in der ebenfalls Gottfried
Feder sprechen sollte; ich müßte hingehen und mir den Verband einmal ansehen
und dann Bericht erstatten.
Die Neugierde, die von seiten des Heeres damals den politischen Parteien
entgegengebracht wurde, war mehr als verständlich. Die Revolution hatte dem
Soldaten das Recht der politischen Betätigung gegeben, von dem nun auch gerade
die Unerfahrensten den reichlichsten Gebrauch machten. Erst in dem Augenblick,
da Zentrum und Sozialdemokratie zum eigenen Leidwesen erkennen mußten, daß die
Sympathien der Soldaten sich von den revolutionären Parteien weg der
nationalen Bewegung und Wiedererhebung zuzuwenden begannen, sah man sich
veranlaßt, der Truppe das Wahlrecht wieder zu entziehen und die politische
Betätigung zu untersagen.
Daß Zentrum und Marxismus zu dieser Maßnahme griffen, war einleuchtend, denn
würde man diese Beschneidung der „staatsbürgerlichen Rechte" – wie man die
politische Gleichberechtigung des Soldaten nach der Revolution nannte – nicht
vorgenommen haben, hätte es schon wenige Jahre später keinen Novemberstaat,
aber damit auch keine weitere nationale Entehrung und Schande mehr gegeben.
Die Truppe war damals auf dem besten Wege, der Nation ihre Blutsauger und
Handlanger der Entente im Innern vom Halse zu schaffen. Daß aber auch die
sogenannten „nationalen" Parteien begeistert für die Korrektur der bisherigen
Anschauungen der Novemberverbrecher stimmten und so mithalfen, das Instrument
einer nationalen Er hebung unschädlich zu machen, zeigte wieder, wohin die
immer nur doktrinären Vorstellungen dieser Harmlosesten der Harmlosen zu
führen vermögen. Dieses wirklich an geistiger Altersschwäche krankende
Bürgertum war allen Ernstes der Meinung, daß die Armee wieder das werde, was
sie war, nämlich ein Hort deutscher Wehrhaftigkeit, während Zentrum und
Marxismus ihr nur den gefähr lichen nationalen Giftzahn auszubrechen
gedachten, ohne den nun aber einmal eine Armee ewig Polizei bleibt, jedoch
keine Truppe ist, die vor dem Feind zu kämpfen vermag; etwas, was sich in der
Folgezeit wohl zur Genüge bewiesen hat.
Oder glaubten etwa unsere „nationalen Politiker", daß die Entwicklung der
Armee anders als eine nationale hätte sein können? Das sähe diesen Herren
verflucht ähn lich und kommt davon, wenn man im Kriege, statt Soldat zu sein,
Schwätzer, also Parlamentarier ist und keine Ahnung mehr hat, was in der Brust
von Männern vor gehen mag, die die gewaltigste Vergangenheit erinnert, einst
die ersten Soldaten der Welt gewesen zu sein.
So entschloß ich mich, in die schon erwähnte Versammlung dieser mir bis dahin
ebenfalls noch ganz unbekannten Partei zu gehen.
Als ich abends in das für uns später historisch gewordene „Leiberzimmer" des
ehemaligen Sterneckerbräues in München kam, traf ich dort etwa 20 bis 25
Anwesende, hauptsächlich aus den unteren Schichten der Bevölkerung.
Der Vortrag Feders war mir schon von den Kursen her bekannt, so daß ich mich
mehr der Betrachtung des Vereines selber widmen konnte.
Der Eindruck auf mich war weder gut noch schlecht; eine Neugründung, wie eben
so viele andere auch. Es war ge rade damals die Zeit, in der sich jeder
berufen fühlte, eine neue Partei aufzumachen, der mit der bisherigen
Entwicklung nicht zufrieden war und zu den gegebenen Parteien kein Vertrauen
mehr besaß. So schossen denn überall diese Vereine nur so aus dem Boden, um
nach einiger Zeit sang und klanglos wieder zu verschwinden. Die Begründer
besaßen zumeist keine Ahnung davon, was es heißt, aus einem Verein eine Partei
oder gar eine Bewegung zu machen. So erstickten diese Gründungen fast immer
von selbst in ihrer lächerlichen Spießerhaftigkeit.
Nicht anders beurteilte ich nach etwa zweistündigem Zuhören die „Deutsche
Arbeiterpartei". Als Feder endlich schloß, war ich froh. Ich hatte genug
gesehen und wollte schon gehen, als die nun verkündete freie Aussprache mich
doch bewog, noch zu bleiben. Allein auch hier schien alles bedeutungslos zu
verlaufen, bis plötzlich ein „Professor" zu Worte kam, der erst an der
Richtigkeit der Federschen Gründe zweifelte, sich dann aber – nach einer sehr
guten Erwiderung Feders – plötzlich auf den „Boden der Tatsachen" stellte,
nicht aber ohne der jungen Partei auf das angelegentlichste zu empfehlen, als
besonders wichtigen Programmpunkt den Kampf um die „Lostrennung" Bayerns von
„Preußen" aufzunehmen. Der Mann behauptete mit frecher Stirne, daß in diesem
Falle sich besonders DeutschÖsterreich sofort an Bayern anschließen würde, daß
der Friede dann viel besser würde und ähnlichen Unsinn mehr. Da konnte ich
denn nicht anders, als mich ebenfalls zum Wort zu melden und dem gelahrten
Herrn meine Meinung über diesen Punkt zu sagen – mit dem Erfolg, daß der Herr
Vorredner, noch ehe ich fertig war, wie ein begossener Pudel das Lokal
verließ. Als ich sprach, hatte man mit erstaunten Gesichtern zugehört, und
erst als ich mich anschickte, der Versammlung gute Nacht zu sagen und mich zu
entfernen, kam mir noch ein Mann nachgesprungen, stellte sich vor (ich hatte
den Namen gar nicht richtig verstanden) und drückte mir ein kleines Heftchen,
ersichtlich eine politische Broschüre, in die Hand, mit der dringenden Bitte,
diese doch ja zu lesen.
Das war mir sehr angenehm, denn nun durfte ich hoffen, vielleicht auf
einfachere Weise den langweiligen Verein kennenzulernen, ohne noch weiterhin
so interessante Versammlungen besuchen zu müssen. Im übrigen hatte dieser
augenscheinliche Arbeiter auf mich einen guten Eindruck gemacht. Damit also
ging ich.
Ich wohnte zu jener Zeit noch in der Kaserne des 2. Infanterieregiments, in
einem kleinen Stübchen, das die Spuren der Revolution noch sehr deutlich an
sich trug. Tagsüber war ich fort, meistens bei dem Schützenregiment 41 oder
auch in Versammlungen, auf Vorträgen bei irgendeinem anderen Truppenteil usw.
Nur nachts schlief ich in meiner Behausung. Da ich jeden Morgen früh schon vor
5 Uhr aufzuwachen pflegte, hatte ich mir die Spielerei angewöhnt, den
Mäuslein, die in der kleinen Stube ihre Unterhaltung trieben, ein paar
Stücklein harte Brotreste oder rinden auf den Fußboden zu legen und nun zuzu
sehen, wie sich die possierlichen Tierchen um diese paar Leckerbissen
herumjagten. Ich hatte in meinem Leben schon so viel Not gehabt, daß ich mir
den Hunger und daher auch das Vergnügen der kleinen Wesen nur zu gut
vorzustellen vermochte.
Auch am Morgen nach dieser Versammlung lag ich gegen 5 Uhr wach in der Klappe
und sah dem Treiben und Gehusche zu. Da ich nicht mehr einschlafen konnte,
erinnerte ich mich plötzlich des vergangenen Abends, und nun fiel mir das Heft
ein, das mir der eine Arbeiter mitgegeben hatte. So begann ich zu lesen. Es
war eine kleine Broschüre, in der der Verfasser, eben dieser Arbeiter,
schilderte, wie er aus dem Wirrwarr marxistischer und gewerkschaftlicher
Phrasen wieder zu nationalem Denken gelangte; daher auch der Titel „Mein
politisches Erwachen". Da ich erst angefangen hatte, las ich das Schriftchen
mit Interesse durch; spiegelte sich ja in ihm ein Vorgang ab, den ich ähnlich
zwölf Jahre vorher am eigenen Leibe auch durchzumachen hatte. Unwillkürlich
sah ich meine eigene Entwicklung wieder vor mir lebendig werden. Ich dachte im
Laufe des Tages noch einige Male über die Sache nach und wollte sie endlich
schon wieder beiseitelegen, als ich noch keine Woche später zu meinem
Erstaunen eine Postkarte erhielt des Inhalts, daß ich in die „Deutsche
Arbeiterpartei" aufgenommen wäre: ich möchte mich dazu äußern und deshalb am
nächsten Mittwoch zu einer Ausschußsitzung dieser Partei kommen.
Ich war über diese Art, Mitglieder zu „gewinnen", allerdings mehr als erstaunt
und wußte nicht, ob ich mich darüber ärgern oder ob ich dazu lachen sollte.
Ich dachte ja gar nicht daran, zu einer fertigen Partei zu gehen, sondern
wollte meine eigene gründen. Dieses Ansinnen kam für mich wirklich nicht in
Frage.
Schon wollte ich meine Antwort den Herren schriftlich zugehen lassen, als die
Neugierde siegte und ich mich entschloß, am festgelegten Tage zu erscheinen,
um meine Gründe mündlich auseinanderzulegen.
Der Mittwoch kam. Der Gasthof, in dem die bewußte Sitzung stattfinden sollte,
war das „Alte Rosenbad" in der Herrnstraße; ein sehr ärmliches Lokal, in das
sich nur alle heiligen Zeiten jemand zu verirren schien. Kein Wunder im Jahre
1919, da der Speisezettel auch der größeren Gaststätten nur sehr bescheiden
und dürftig anzulocken vermochte. Diese Wirtschaft aber kannte ich bis dorthin
überhaupt nicht.
Ich ging durch das schlecht beleuchtete Gastzimmer, in dem kein Mensch saß,
suchte die Türe zum Nebenraum und hatte dann die „Tagung" vor mir. Im
Zwielicht einer halb demolierten Gaslampe saßen an einem Tisch vier junge
Menschen, darunter auch der Verfasser der kleinen Broschüre, der mich sofort
auf das freudigste begrüßte und als neues Mitglied der „Deutschen
Arbeiterpartei" willkommen hieß.
Ich war nun doch etwas verblüfft. Da mir mitgeteilt wurde, daß der eigentliche
„Reichsvorsitzende" erst komme, so wollte ich auch mit meiner Erklärung noch
warten. Endlich erschien dieser. Es war der Leitende der Versammlung im
Sterneckerbräu anläßlich des Federschen Vortrags.
Ich war unterdessen wieder neugierig geworden und harrte der Dinge, die da
kommen sollten. Nun lernte ich wenigstens die Namen der einzelnen Herren
kennen. Der Vorsitzende der „Reichsorganisation" war ein Herr Harrer, der von
München Anton Drexler.
Es wurde nun das Protokoll der letzten Sitzung verlesen und dem Schriftführer
das Vertrauen ausgesprochen. Dann kam der Kassenbericht an die Reihe – es
befanden sich in dem Besitze des Vereins insgesamt 7 Mark und 50 Pfen nig –,
wofür der Kassier die Versicherung allseitigen Vertrauens erhielt. Dies wurde
wieder zu Protokoll gebracht. Dann kamen vom 1. Vorsitzenden die Antworten auf
einen Brief aus Kiel, einen aus Düsseldorf und einen aus Ber lin zur
Verlesung, alles war mit ihnen einverstanden. Nun wurde der Einlauf
mitgeteilt: ein Brief aus Berlin, einer aus Düsseldorf und einer aus Kiel,
deren Ankunft mit großer Befriedigung aufgenommen zu werden schien. Man
erklärte diesen steigenden Briefverkehr als bestes und sichtbares Zeichen der
umsichgreifenden Bedeutung der „Deutschen Arbeiterpartei", und dann – dann
fand eine lange Beratung über die zu erteilenden neuen Antworten statt.
Fürchterlich, fürchterlich! Das war ja eine Vereinsmeierei allerärgster Art
und Weise. In diesen Klub also sollte ich eintreten?
Dann kamen die Neuaufnahmen zur Sprache, das heißt: es kam meine Einfangung
zur Behandlung.
Ich begann nun zu fragen – jedoch außer einigen Leitsätzen war nichts
vorhanden, kein Programm, kein Flugblatt, überhaupt nichts Gedrucktes, keine
Mitgliedskarten, ja nicht einmal ein armseliger Stempel, nur ersichtlich guter
Glaube und guter Wille.
Mir war das Lächeln wieder vergangen, denn was war dies anderes als das
typische Zeichen der vollkommenen Ratlosigkeit und des gänzlichen Verzagtseins
über alle die bisherigen Parteien, ihr Programme, ihre Absichten und ihre
Tätigkeit? Was diese paar jungen Menschen da zusammentrieb, zu einem äußerlich
so lächerlichen Tun, war doch nur der Ausfluß ihrer inneren Stimme, die ihnen,
wohl mehr gefühlsmäßig als bewußt, das ganze bisherige Parteiwesen als nicht
mehr geeignet zu einer Erhebung der deutschen Nation sowie zur Heilung ihrer
inneren Schäden erscheinen ließ. Ich las mir schnell die Leitsätze durch, die
in Maschinenschrift vorlagen, und ersah auch aus ihnen mehr ein Suchen als ein
Wissen. Vieles war da verschwommen oder unklar, manches fehlte, aber nichts
war vorhanden, das nicht wieder als Zeichen einer ringenden Erkenntnis hätte
gelten können.
Was diese Menschen empfanden, das kannte auch ich: es war die Sehnsucht nach
einer neuen Bewegung, die mehr sein sollte als Partei im bisherigen Sinne des
Wortes.
Als ich an diesem Abend wieder nach der Kaserne ging, hatte ich mir mein
Urteil über diesen Verein schon gebildet.
Ich stand vor der wohl schwersten Frage meines Lebens: sollte ich hier
beitreten, oder sollte ich ablehnen?
Die Vernunft konnte nur zur Ablehnung raten, das Ge fühl aber ließ mich nicht
zur Ruhe kommen, und je öfter ich mir die Unsinnigkeit dieses ganzen Klubs vor
Augen zu halten versuchte, um so öfter sprach wieder das Gefühl dafür.
In den nächsten Tagen war ich ruhelos.
Ich begann hin und her zu überlegen. Mich politisch zu betätigen, war ich
schon längst entschlossen; daß dies nur in einer neuen Bewegung zu geschehen
vermochte, war mir ebenso klar, nur der Anstoß zur Tat hatte mir bis dahin
immer noch gefehlt. Ich gehörte nicht zu den Menschen, die heute etwas
beginnen, um morgen wieder zu enden und, wenn möglich, zu einer neuen Sache
überzugehen. Gerade diese Überzeugung aber war mit der Hauptgrund, warum ich
mich so schwer zu einer solchen neuen Gründung zu entschließen vermochte, die
entweder alles werden mußte oder sonst zweckmäßigerweise überhaupt unterblieb.
Ich wußte, daß dies für mich eine Entscheidung für immer werden würde, bei der
es ein „Zurück" niemals geben könnte. Für mich war es dann keine
vorübergehende Spielerei, sondern blutiger Ernst. Ich habe schon damals immer
eine instinktive Abneigung gegenüber Menschen besessen, die alles beginnen,
ohne auch nur etwas durchzuführen. Diese Hansdampfe in allen Gassen waren mir
verhaßt. Ich hielt die Tätigkeit dieser Leute für schlechter als Nichtstun.
Das Schicksal selbst schien mir jetzt einen Fingerzeig zu geben. Ich wäre nie
zu einer der bestehenden großen Parteien gegangen und werde die Gründe dafür
noch näher klarlegen. Diese lächerliche kleine Schöpfung mit ihren paar
Mitgliedern schien mir den einen Vorzug zu besitzen, noch nicht zu einer
„Organisation" erstarrt zu sein, sondern die Möglichkeit einer wirklichen
persönlichen Tätigkeit dem einzelnen freizustellen. Hier konnte man noch
arbeiten, und je kleiner die Bewegung war, um so eher war sie noch in die
richtige Form zu bringen. Hier konnte noch der Inhalt, das Ziel und der Weg
bestimmt werden, was bei den bestehenden großen Parteien von Anfang an schon
wegfiel.
Je länger ich nachzudenken versuchte, um so mehr wuchs in mir die Überzeugung,
daß gerade aus einer solchen kleinen Bewegung heraus dereinst die Erhebung der
Nation vorbereitet werden konnte – niemals aber mehr aus den viel zu sehr an
alten Vorstellungen hängenden oder gar am Nutzen des neuen Regiments
teilnehmenden politischen Parlamentsparteien. Denn was hier verkündet werden
mußte, war eine neue Weltanschauung und nicht eine neue Wahlparole.
Allerdings ein unendlich schwerer Entschluß, diese Absicht in die Wirklichkeit
umsetzen zu wollen.
Welche Vorbedingungen brachte ich denn selber zu dieser Aufgabe mit?
Daß ich mittellos und arm war, schien mir noch das am leichtesten zu
Ertragende zu sein, aber schwerer war es, daß ich nun einmal zu den Namenlosen
zählte, einer von den Millionen war, die der Zufall eben leben läßt oder aus
dem Dasein wieder ruft, ohne daß auch nur die nächste Umwelt davon Kenntnis zu
nehmen geruht. Dazu kam noch die Schwierigkeit, die sich aus meinem Mangel an
Schulen ergeben mußte.
Die sogenannte „Intelligenz" sieht ja ohnehin immer mit einer wahrhaft
unendlichen Herablassung auf jeden herunter, der nicht durch die obligaten
Schulen durchgezogen wurde und sich das nötige Wissen einpumpen ließ. Die
Frage lautet ja doch nie: Was kann der Mensch, sondern: Was hat er gelernt?
Diesen „Gebildeten" gilt der größte Hohlkopf, wenn er nur in genügend
Zeugnisse eingewickelt ist, mehr als der hellste Junge, dem diese kostbaren
Tüten eben fehlen. Ich konnte mir also leicht vorstellen, wie mir diese
„gebildete" Welt entgegentreten würde, und habe mich dabei auch nur insofern
getäuscht, als ich die Menschen damals doch noch für besser hielt, als sie
leider in der nüchternen Wirklichkeit zum großen Teil sind. So wie sie sind,
erstrahlen freilich die Ausnahmen, wie überall, immer heller. Ich aber lernte
dadurch immer zwischen den ewigen Schülern und dem wirklichen Könnern zu
unterscheiden.
Nach zweitägigem qualvollen Nachgrübeln und Über legen kam ich endlich zur
Überzeugung, den Schritt tun zu müssen.
Es war der entscheidendste Entschluß meines Lebens.
Ein Zurück konnte und durfte es nicht mehr geben.
So meldete ich mich als Mitglied der „Deutschen Arbeiterpartei" an und erhielt
einen provisorischen Mitgliedsschein mit der Nummer: sieben.
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