http://www.politonline.ch/?content=news&newsid=957
Nochmals: Die Bilderberger - Von Doris
Auerbach, 13.06.2008 21:12
Zum ersten Mal in der Geschichte der
Bilderberger wurde auf der Website, die seit Jahren in verläßlichster Form
über diese Treffen berichtet [1], eine Zusammenkunft von Teilnehmern in
der Zeit vom 8. bis 11. 5. in dem in der Nähe des Strandes von Vouliagmeni
bei Athen liegenden Plaza-Hotel angezeigt, die ganz offensichtlich keine
reguläre Konferenz darstellte. Wir haben darüber in dem Artikel »Noch
heimlicher als sonst: die Bilderberger-Konferenz 2008« [2] berichtet. Was
es mit diesem Treffen auf sich hatte, ist auch jetzt noch nicht
ersichtlich. Jim Tucker, einem der Bilderberger-Spezialisten zufolge, war
der Bericht über eine Konferenz in Athen möglicherweise nichts anderes als
ein Ablenkungsmanöver.
Wie inzwischen bekannt,
fand das Treffen vom 5. bis 8. Juni in Chantilly, Virginia, in der Nähe
von Washington DC, im Westfields Marriott Hotel statt. In Chantilly war
auch die Konferenz des Jahres 2002 vom 30. 5. bis 2. Juni abgehalten
worden. Im Prinzip bleiben, mit Ausnahme wechselnder geladener Gäste, die
Teilnehmer weitgehend dieselben:
einflußreiche Firmenchefs, Politiker,
NATO-Funktionäre, Titanen aus der Bankenindustrie und je nachdem auch
Angehörige der europäischen Königshäuser, wobei die holländische Königin
Beatrix als Hauptaktionärin von
Royal
Dutch Shell in der Regel stets dabei ist. Bei diesen streng
abgeschirmten Zusammenkünften wird, wie es heißt, das Schicksal der Welt
unter Ausschluß der Öffentlichkeit bestimmt. So schrieb denn auch
Interinfo Linz im Juni 2007:
»Es ist fast allen Politikern völlig gleichgültig, was die Bevölkerung
will.
Die
wirklich wichtigen Entscheidungen fallen im Hintergrund
und
nie in den
Parlamenten.
Den Menschen werden Politshows vorgeführt, ein Demokratietheater,
das sie auch noch selbst zu finanzieren haben. Und die, die an den Töpfen
sitzen, können sich ungeniert bedienen, machen sie doch auch die Gesetze,
und so ist eigentlich alles ›rechtens‹,
ein Rechtsstaat also. « Und George Wald,
amerikanischer Nobelpreisträger für Biologie, meinte:
»Ich glaube
nicht, daß in der westlichen Welt die Regierungen wirklich regieren. Ich
glaube, sie dienen als Handlanger großer finanzieller und industrieller
Mächte. «
Anwesend waren u.a. Condeleeza Rice, der
türkische Außenminister
Ali Babacan [zum 5. Mal!],
der niederländische Ministerpräsident
Jan Peter Balkenende und Ackermann von der Deutschen Bank; sie alle waren
auch am diesjährigen WEF in Davos zugegen. Das Büro von Senator
Obama
wollte im übrigen nicht dementieren, daß dieser die Bilderberger-Konferenz
am Abend des 5. Junis besucht hatte. Laut Berichten seien er und Hillary
Clinton bei ›einem Ereignis im
nördlichen Virginia‹ anwesend
gewesen. Von Schweizer Seite waren Daniel Vasella, Novartis, Peter
Forstmoser von der Universität Zürich und Markus Spillmann von der
Neuen Zürcher Zeitung
vertreten. Die Liste aller Teilnehmer ist auf
https://secure.gn.apc.org/members/www.bilderberg.org/phpBB2/viewtopic.php?t=2716
einsehbar.
Der an der Konferenz anwesende frühere CEO der Firma Fannie Mae, James A.
Johnson, ist inzwischen von Barak Obama beauftragt worden, mit der Suche
nach einem brauchbaren Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten zu
beginnen. Diese Aufgabe hatte er 1984 schon für Walter Mondale und 2004
für John Kerry wahrgenommen. Johnson ist Mitglied der amerikanischen
Freunde der Bilderberger, des Council on Foreign Relations und der
Trilateralen Kommission; die Vernetzung ist also sozusagen
allgegenwärtig.
Durchaus interessant die Teilname von
Flemming Rose,
zum ersten Mal, dessen Zeitung die Mohammed-Karikatur veröffentlichte, was
in der Folge der Anlaß zu einem breit entfachten Streit wurde. Siehe
http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=374
›Zum Karikaturenstreit‹.
Helga Zepp-Larouche führte hierzu folgendes
aus 3: »George Shultz
und die Karikaturen - Gleichzeitig wurde der Konflikt um die den Propheten
Mohammed verunglimpfenden Karikaturen durch deren Veröffentlichung in
weiteren Ländern
hochgekocht, gewissermaßen als dramatische Kulisse für den
kommenden Militärschlag gegen den Iran. Unter Islamexperten ist
unbestritten, daß die ursprüngliche Publikation der Karikaturen in der
dänischen Zeitung Jyllands-Posten
eine bewußte Provokation war, die genau den Zweck hatte, diesen
›Krieg der Kulturen‹
loszutreten. Und wer sitzt im Vorstand der von Jyllands-Posten
unterstützten Denkfabrik CEPOS? Kein anderer als George Shultz, ehemaliger
US-Außenminister und Graue Eminenz der Neocons - der Mentor von Cheney,
Rumsfeld und Rice. Die aufflammende Gewalt gegen europäische Botschaften
im Nahen Osten wiederum war das Werk weniger hundert Leute. Nichts ist
leichter, als religiösen Fundamentalisten ein passendes
›rotes Tuch‹
hinzuhalten - man muß sich nur an das Vorgehen des britischen
Arabien-Büros, des Glub Pascha und des Sykes-Picot-Vertrages erinnern, um
zu verstehen, wie die Gewalt inszeniert wird.« Immerhin ist Rose, wie es
heißt, ein alter Bekannter von Harvard Professor Samuel P. Huntington, der
schon 1996 von der zwischen dem Islam und dem Christentum sowie zwischen
chinesisch- und anderssprachigen Völkern heraufziehenden Feindschaft resp.
von einem Krieg zwischen Islam und Christentum sprach, was er in seinem
bekannten Buch ›Clash of
Civilizations‹ dargelegt. Immanuel
Steinberg * bezeichnet dies als eine ›Prophezeiung
mit Selbsterfüllungspotential - und Nachhilfebedarf‹.
Bereits
am 15. August 1871 sprach Albert Pike (1809-1895), der souveräne
Großmeister des Altertümlichen und Anerkannten Schottischen Ritus der
Freimaurerei in Amerika und Begründer des Ku Klux Klan, in einem Brief an
Giuseppe Mazzini von einem ausführlichen Plan der zukünftigen
geschichtlichen Entwicklung, einschließlich der Inszenierung von
drei Weltkriegen
zur Erlangung der Weltherrschaft. Die eine grauenhafte Vernichtung mit
sich bringenden ersten beiden Weltkriege haben wir durchlitten,
der dritte Weltkrieg
sollte sich aus den
Meinungsverschiedenheiten ergeben, die zwischen den Zionisten und den
Arabern hervorgerufen würden. Da politischerseits von dem
Horrorszenarium eines Dritten Weltkriegs immer wieder die Rede ist, fragt
man sich instinktiv:
Etwa ein
neuer Auftrag für
Flemming Rose?
Prof. Arno Peters schreibt zum Kapitel Freimaurer in seinem
Werk ›Synchronoptische
Weltgeschichte‹: »Ihre Stärke liegt
in ihrer Pflicht zur gegenseitigen Hilfeleistung, in ihrem
Verschwiegenheitsgelübde und in ihrem streng hierarchischen Aufbau. Ihr
Ziel, führende Männer als Mitglieder zu gewinnen, haben sie lange Zeit
hindurch erreicht. [….] Wegen ihrer unbedingten Bindung an anonyme
Geheimbefehle blieben sie bis zur Gegenwart eine mächtige Kraft mit heute
etwa sechs Millionen Mitgliedern in 36 Staaten, davon etwa vier Millionen
in der USA. « Der französische Journalist Daniel Carton vermerkt in seinem
Buch ›Bien entendu, c’est off’ - Ce
que les journalistes ne racontent jamais‹:
»In unseren Ministerien und Versammlungen füllen die Verwaltungen die
Leere, die die Politiker - zu sehr damit beschäftigt, die Medien zu füllen
- hinterlassen. Überall werden die Gesetze von jeder Art von Lobby gemacht
und die Netzwerke der Freimaurer und der Homosexuellen sind nicht mehr zu
umgehen. « Die
junge Welt
führt in einem Artikel
4 zu den Bilderbergern
folgendes aus: »Seit
Jahrzehnten ist zu beobachten, wie sich der politische Formierungsprozeß
nicht mehr nur in den dafür vorgesehen Institutionen vollzieht, sondern
sich statt dessen in
elitäre Gruppierungen verlagert, die fernab des öffentlich Sichtbaren
agieren. Innerhalb solcher Elitezirkel wie die Bilderberger
kommt es zu einem enormen Zusammenfluß von Handlungsmacht. Diese läßt sich
dann durch die Kontakte, die bei den Konferenzen zustande kommen,
potenzieren. Dadurch wird es möglich, daß bestimmte Ideen, Konzepte und
Vorschläge, die bei den Treffen unterbreitet werden, von den Teilnehmern
nach außen, in die Politik bzw. in die Medien getragen werden können, bis
sie schließlich zur »Programmatik« werden,
ohne daß ein
Außenstehender nachvollziehen kann, woher diese stammt. Obwohl
die Gruppierung in einem dünnen
Informationsheft betont, daß auf den Konferenzen keine Beschlüsse gefaßt
werden, fällt auf: Einige der Themen, die bei Bilderberger-Treffen
diskutiert werden und in der Broschüre angeführt sind, werden als Fragen
formuliert. So hieß es beispielsweise 1966: »Soll die NATO umstrukturiert
werden und wenn ja, wie? « Ein Indiz aus dem sich schlußfolgern läßt, daß
die Konferenzen nicht nur den Charakter eines Debattierclubs haben,
sondern daß womöglich von den Bilderberger-Konferenzen Impulse ausgehen,
die sich dann in der gesellschaftspolitischen Realität manifestieren. «
Laut Paul Joseph Watson nahm auch US-Verteidigungsminister Robert Gates an
der Konferenz teil 5; er
ist jedoch nicht im Teilnehmerverzeichnis aufgeführt. Gates hätte zusammen
mit Condoleezza Rice »für einen Angriff auf den Iran geworben. Obwohl die
meisten Europäer bei der Bilderberger-Konferenz ihre ablehnende Haltung
gegenüber einem militärischen Angriff demonstriert hätten, seien die
Kriegstrommeln nun lauter zu vernehmen. « Als Reaktion auf die hitzige
Rhetorik, so Watson ferner, sei eine ›tripartisane‹
Gruppe zur Vermeidung eines weiteren Krieges gebildet worden. »Das
derzeitige Gerücht hier in Washington ist derart, daß Bush nach den Wahlen
im November angreifen wird, damit es dem Nominierten der republikanischen
Partei nicht schadet. Viele in seinem Umfeld sagen, er meine, er hätte
noch etwas zu erledigen, bevor er aus dem Amt scheidet, « sagte Carah Ong
vom Center for Arms Control and Nonproliferation. Israel befürwortet seit
langem einen von den USA angeführten Angriff und soeben
»sei
berichtet worden, daß ein ›Iran-Kommando‹
in der israelischen Luftwaffe gebildet worden wäre. Die Operationen
des Kommandos zielten darauf ab, die Koordination zwischen den
israelischen ballistischen Raketen sowie den Luft- und Raketenbrigaden zu
verbessern, welche die Arrow- und Patriot-Raketensysteme verwenden.
« Es ist nicht vorstellbar, daß die Wahnsinnsabsicht, ein weiteres Land
mit einem Bombenteppich zu überziehen, bei dem anhaltenden Grauen, dem
sowohl die Iraker als auch die Afghanen in nicht nachlassender Form
ausgesetzt sind, keine Ächtung erfährt. In diesem Zusammenhang kann man
nur immer wieder darauf hinweisen, daß die seinerzeit bei der Abstimmung
über den UNO-Beitritt der Schweiz von allen Befürwortern als
friedensstiftend hochgelobte Institution auf diesem Sektor
ein reiner Versager
geblieben ist.
Informationen, die nach dem diesjährigen Treffen nach
draußen gesickert wären, sind so gut wie inexistent. Dennoch ist ein
Artikel 6 von Lee
Rogers, der sich mit der offenbar konzipierten Absicht der Bilderberger,
das Ziel einer globalen Zentralisierung der Banken zu erreichen, befaßt,
gerade hinsichtlich der Strategien, die ohne unser Wissen und fernab
jeglicher demokratischer Entscheidungsprozesse in Gang gesetzt werden,
nicht zu unterschätzen:
»Es
scheint, als würde der New Yorker Federal Reserve Präsident Timothy
Geithner [der in Chantilly anwesend war und auf der Teilnehmerliste
aufgeführt ist] nun für die neuen Pläne im Bereich des Zentralbankwesens
werben, über die wahrscheinlich bei der Bilderberger-Konferenz entschieden
wurde.
Geithner schrieb einen Artikel für die
Financial Times, in dem er ein
globales Rahmenwerk zur Regulierung des Bankwesens fordert; die
US-Zentralbank solle dabei eine instrumentale Rolle spielen.
Er zitiert all die
Probleme, welche von den Zentralbankern überhaupt erst geschaffen wurden,
als Anlaß für mehr zentralisierte Macht. Geithner
›entschloß‹
sich, den Artikel kurz nach der Bilderberger-Konferenz zu verfassen, wo
einige der mächtigsten Funktionäre des Zentralbankwesens anwesend waren.
Neben Geithner fanden sich u.a. der Vorsitzende der Federal Reserve, Ben
Bernanke, Henry Paulson vom US-Finanzministerium, Jean-Claude Trichet, der
Präsident der europäischen Zentralbank, sowie der Präsident der Weltbank,
Robert Zoellick, im Westfields Marriott Hotel ein. Angesichts der
Teilnahme dieser Schwergewichte aus dem Zentralbankwesen an der
Bilderberger-Konferenz ist es höchst unwahrscheinlich, daß Geithners in
der Financial Times
geäußerte Vorschläge nicht während der Konferenz besprochen wurden.
Es ist
kein Geheimnis mehr, daß hinter den Bilderberger-Treffen die zentrale
Absicht steckt, die Welt zur Akzeptanz einer Weltregierung zu bewegen.
Durch die Schaffung eines neuen globalen Rahmenwerks zur Regulierung des
Bankwesens würden wir uns noch weiter an eine Weltwährung und
eine bargeldlose
Gesellschaft annähern, in welcher Transaktionen nur mit Mikrochips
durchgeführt werden können. Dieses System wird von der
größenwahnsinnigen Elite natürlich als Segen für die Menschheit gepriesen
werden. Geithner und seine Kollegen benutzen die gleiche Taktik, mit der
die Finanzelite die Federal Reserve im Jahr 1913 geschaffen hatte. Sie
schufen eine Krise und sagten der Öffentlichkeit, sie hätten die Krise nur
deshalb nicht verhindern können, weil sie nicht genügend Macht besaßen.
Die Panik von 1907, welche als Argument für die Verabschiedung des
Federal-Reserve-Gesetzes herangezogen wurde, ist auf die Handlungen von JP
Morgan und einigen weiteren Interessengruppen zurückzuführen. In den
1920er Jahren war die Geldmenge erhöht worden, aber nach dem Crash des
Aktienmarktes 1929 verringerte die Fed die Geldmenge und zwang Hunderte
von kleineren Banken aus dem Geschäft. Der Konsolidierung und der völligen
Kontrolle stand nichts mehr im Wege. Die Geschichte droht sich nun zu
wiederholen, dieses Mal in einem weitaus größeren Maßstab. « Soweit Lee
Rogers.
Es ist somit durchaus anzunehmen, daß die von Conrad C. Stein bereits 2001
angesprochene Verwirklichung einer Einheitswährung - bei der der Euro
lediglich ein Zwischenstadium darstellt - resp. die Schaffung eines
Weltdollars zur Diskussion stand. Nicht umsonst hat Stein seinem Werk den
Untertitel ›Die schleichende
Revolution gegen die Völker‹
gegeben. Was den Mikrochip - resp. die bargeldlose Gesellschaft -
betrifft, so dürfte dies in der Tat ein unverrückbarer Bestandteil der
geplanten Bestrebungen sein. An einem solchen wird seit Jahren gearbeitet
- sicherlich nicht umsonst! Der Chip zur Markierung von Tieren findet
bereits seine Anwendung, die Hungerhill School in Doncaster, South
Yorkshire, hat im Herbst vergangenen Jahres den RFID-Chip in der
Schulkleidung getestet, die USA erwägt, alle Flughafenangestellten mit
einem Mikrochip-Implantat zu versehen und das US-Sicherheitsunternehmen
›Citywatcher‹
hat damit begonnen, seinen Mitarbeitern RFID-Chips zu implantieren, um
deren Bewegungen im Firmengebäude besser kontrollieren zu können. Die
Basler Zeitung vom 17. 7. 07
berichtete, daß durchaus die Möglichkeit besteht, daß an den Zürcher
Spitälern in etwa 5 Jahren wohl das ›Pervasive
Computing‹ eingeführt wird, mit dem
eine Überwachung von Patienten durch einen auf oder unter der Haut
angebrachten Chip gewährleistet werden kann. Zwar müsse der Patient über
dieses konstante Monitoring umfassend aufgeklärt werden und sein
Einverständnis geben - aber das wird er im Bangen um seine Gesundheit
natürlich ganz sicherlich. Was das sogenannte
›Neuroimaging‹
- das Erstellen von Bildern des Gehirns, mit dem Persönlichkeitsmerkmale
sichtbar gemacht werden können - betrifft, so sind diesem nach Ansicht von
Bruno Baeriswyl, dem Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürichs, klare
Grenzen zu setzen. Diese Methode dürfe nicht über die medizinischen
Bedürfnisse hinaus Verwendung finden - also etwa für Marketingzwecke
eingesetzt werden. Man darf ruhig davon ausgehen, daß sich auf Grund der
beiden Vorstufen - das Implantieren eines Chips bei Tieren und Patienten -
der allgemeine
Zwang, einen RFID-Chip zu tragen, Schritt um Schritt
verwirklichen lassen wird. Auch das ›Neuroimaging‹
könnte in der Folge durchaus seinen Weg in eine breitere Benutzung finden,
schließlich ist in der Regel bislang praktisch alles, was an Verfahren
entwickelt wurde, auch eingesetzt worden. Es ist nicht anzunehmen, daß die
hinter diesem Ziel stehenden Kräfte bereit sind, dieses aufzugeben, da der
Mikrochip in einem Einheitsgeldsystem sowie in einer Eine-Welt-Wirtschaft
ein ideales Kontrollmittel darstellt. Mittels Chip läßt sich aber auch die
Rationierung von Nahrungsmitteln durchführen, sollte eine solche
angestrebt werden. Und sicherlich wird man
ohne Chip,
ist dieser einmal flächendeckend eingeführt, nicht das Geringste mehr
kaufen können. Hinzu kommt, daß jeder einzelne Schritt des Trägers dann
Tag und Nacht überwachbar ist, eine geradezu unheimliche Vorstellung.
»Laut Plänen des Committee of 300«, hält Stein fest, »wird es kein Bargeld
……in den Händen der Nichtelite geben. Alle Transaktionen werden durch die
›Debit-Karte‹,
die die Identifikationsnummer des Inhabers aufweisen wird, ausgeführt
werden. « Gestützt wird diese Vorstellung durch eine bereits im Juli 2006
veröffentlichte Information von Topic,
laut der die EU den Bargeldumlauf stark zu vermindern beabsichtigt. Bis
2010 wollen die EU-Kommission und das Bankengewerbe im gesamten Europa ein
neues einheitliches electronic cash system eingeführt haben. Es nennt sich
Single Euro Payment Area SEPA; im Rahmen von SEPA soll also der
Bargeldumlauf drastisch verringert werden. Wie die
Frankfurter Allgemeine Zeitung
am 27. Mai 2006 mitteilte, laufen die europäischen Geldtransporteure
dagegen Sturm. Wie es hieß, habe ihr europäischer Verband
›European Security Transportation
Association ESTA‹ eine breite
Initiative auf EU- und nationaler Ebene angekündigt, um nicht nur die
eigenen Interessen als Geldtransporteure zu verteidigen,
sondern auch die der
EU-Bürger, die immer noch gerne bar bezahlen. Insofern läßt
sich eine schrittweise Verringerung des Bargelds durchaus als einleitender
Schritt zum Chip- resp. Kartenzwang sehen. Um gegen die Übermacht von
›Bilderberger & Co.‹
anzukommen, bräuchte es bei Widerstandsbestrebungen mehr Solidarität von
Seiten der Bürger, die Überwindung der immer noch zu verzeichnenden
beträchtlichen Lethargie hinsichtlich der Anteilnahme am politischen
Geschehen und endlich die Möglichkeit, die Medien für die Bürger zu
gewinnen, damit sie deren Anliegen vertreten und dadurch die
Sensibilisierung für Themen, die die Freiheit des Menschen bedrohen,
schärfen. Leider ist die Mehrheit der Parlamentarier aus meiner Sicht
sozusagen standfest, wenn es darum geht, die Ignoranz zu pflegen, anstatt
Ansätze zur Freiheitsberaubung, die ihren eigenen Nachkommen drohen,
auszuloten. Dies wäre ihre erste Pflicht - noch vor den Bürgern - da sie
in ihrem Amt die Verantwortung für das tragen, was zum Wohl der
Bevölkerung in die Wege zu leiten ist. Es läßt sich nicht übersehen, daß
Neuerungen - wie der biometrische Paß oder der Fingerabdruck -
ohne weitere
Hinterfragung und praktisch ohne Widerstand von Seiten der
›Volksvertreter‹
eingeführt werden konnten. Schritte dieser Art wären meines Erachtens
nicht möglich, säße nicht ein in meinen Augen als gedankenlos zu
bezeichnendes Heer an Mitspielern willfährigster Natur in unseren Ämtern.
Es wird stets behauptet, daß sowohl die im RFID-Chip des Reisepasses
abgespeicherten Fingerabdrücke und Fotos der Sicherheit dienen. Hier
dürften erhebliche Zweifel anzumelden sein - das Ganze ist eher so zu
interpretieren, daß es dem Ziel der lückenlosen totalen Überwachung dient.
Und eine Paßfälschung wird damit sicherlich nicht aus der Welt geräumt,
das hieße die Findigkeit der Fälscher zu unterschätzen. Jedenfalls sollte
man bedenken, daß das im medizinischen Bereich zumindest in der BRD
bereits zur Anwendung gelangende Tragen eines RFID-Chips unter der Haut -
um, wie es heißt, medizinische Daten im Notfall schneller abfragen zu
können - durchaus als Teil einer weltweiten Kampagne zu sehen ist, um
schlußendlich jedem Erdenbürger einen RFID-Chip einzupflanzen.
»Es gibt keinen Zweifel«, schreibt Stein, »der Weg der
völkerfeindlichen
»supranationalen« Bewegung geht in Richtung Weltregierung«. Es seien
daher nochmals die Gedanken der deutsch-amerikanischen Philosophin Hannah
Arendt wiederholt, die sie in einem in ihrem Werk
›Men in Dark Times‹
enthaltenen Artikel des Jahres 1967 niederlegte: »Gleichgültig, welche
Form eine Weltregierung mit zentraler Macht über den gesamten Globus
annehmen wird, die
Vorstellung einer
nicht rechenschaftspflichtigen Gewalt,
die die gesamte Erde beherrscht, ein Monopol aller Gewaltmittel innehat,
ungehindert und unkontrolliert durch andere unabhängige Kräfte, ist nicht
nur ein Alptraum von Tyrannei, es würde auch das Ende allen politischen
Lebens, so, wie wir es kennen, bedeuten.« Es wäre an der Zeit, daß sich
unsere Parlamentarier diese Worte zu Herzen nähmen.
Der Brite Tony Gosling, der die Bilderberger schon früh »verfolgte«,
fordert dazu auf 7,
klarzumachen, daß die Bevölkerung sowie verantwortungsbewußte Menschen in
Europa und Nordamerika entschieden haben, daß die Bilderberger ihren
Weltkrieg nicht bekommen werden. Heute, sagt Gosling, ist es unmöglich,
vorzutäuschen, daß die Bilderberger irgend etwas anderes sind als eine
Erweiterung der US-Einflußsphäre, wie sie zwischen Churchill, Stalin und
Roosevelt auf Yalta beschlossen wurde. Es ist zweifelhaft, schreibt
Gosling ferner, ob eine größere Feuersbrunst im Mittleren Osten, die dazu
beabsichtigt ist, der Funke zu sein, mit dem ein offener Dritter Weltkrieg
zu entfachen wäre, zu vermeiden ist. Noch bedeutender ist die Frage, ob
Englands Streitkräfte eine neutrale Haltung einnehmen können und gegen die
israelischen Verteidigungskräfte und die militärische Expansion der USA
eine friedliche, klare und starke Führung an den Tag legen werden.
Insgesamt befinden sich zahlreiche ausführliche Beiträge über die
Bilderberger auf politonline.
Man müßte sich endlos wiederholen, wollte man damit fortfahren, die
Charakteristik dieses Gremiums immer wieder herauszustellen. Eingehende
Berichte über das Treffen von Seiten der Tagespresse sind kaum zu
erwarten, so daß man hier eher auf das Internet zurückgreifen muß. Was die
Verschwiegenheit der US-Presse betrifft, so bezeichnet Joseph Watson die
Editoren der Washington Post,
der New York Times oder
auch des Wall Street Journals
insgesamt als Bilderberger-Mitglieder. Es bleibt somit abzuwarten, ob im
folgenden Berichte erscheinen werden, die über die jetzt getroffenen
Absprachen Näheres offenlegen.
1
http://www.bilderberg.org/2008.htm#met
2
http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=935
3 Neue Solidarität Nr.
7/2006 Irankrise: Britisches Empire arbeitet mit den alten Tricks!
Von Helga Zepp- LaRouche, Bundesvorsitzende der BüSo
4
http://www.jungewelt.de/2008/06-04/038.php 4.6.08
Die Kulissenschieber
Wenn die Bilderberger-Gruppe zur jährlichen Konferenz einlädt, kommt das
»Who’s who« der Geostrategen zusammen. Dieses Mal trifft sich der
Elitezirkel in den USA - Von Marcus B. Klöckner
5
http://prisonplanet.com/articles/june2008/061008_iran_threatened.htm
resp.
http://www.infokrieg.tv/Drohung_gegen_Iran_2008_06_11.html 10. 6. 08
6 Bilderberger verfolgen
Agenda der globalen Zentralisierung der Banken - Von Lee Rogers
http://infokrieg.tv/Bilderberger_planen_gloales_Rahmenwerk_fur_das_Banksystem_2008_06_11.html
9.. 6. 08
7
https://secure.gn.apc.org/members/www.bilderberg.org/phpBB2/viewtopic.php?t=2721
PEPIS#99 World War III - Kissinger’s Final Chantilly Gambit; Tony Gosling
- Sun08Jun08
http://groups.google.com/group/pepis/browse_thread/thread/baf54e1453ea01b5
http://groups.yahoo.com/group/PEPIS/message/144
* website von Thomas Immanuel Steinberg:
http://www.steinbergrecherche.com/
Conrad C. Stein, Die Geheime Weltmacht - Die schleichende Revolution gegen
die Völker, Hohenrain Verlag Tübingen 2001, ISBN-Nr. 3-89180-063-0; das
Werk gibt u.a. einen ausgezeichneten Überblick über die sogenannten
globalen Institutionen wie Nafta, WTO, UNO, etc., sowie über den Club of
Rome, Trilaterale Kommission, CFR usw.
Arno Peters ›Synchronoptische
Weltgeschichte‹, Verlag
Zweitausendundeins, Frankfurt am Main;
http://de.wikipedia.org/wiki/Peters_Synchronoptische_Weltgeschichte
›Bien entendu, c’est off’ - Ce que
les journalistes ne racontenten jamais‹
Albin Michel, Paris 2003 ISBN 2-226-13469-7
www.ablin-michel.fr
Bez. Flemming Rose siehe
http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=374
Zum Karikaturenstreit vom 05.03.2006 19:56