DER NATIONALSOZIALISTISCHE ORDENSSTAAT

 

 

Die erste Aussage, die auf den zukünftigen Ordensstaat hindeutet.

 

 

In der Schlussrede des Führers vor dem Parteikongreß (1.-3. September 1933) kennzeichnete Adolf Hitler klar die Aufgaben der NSDAP im Staate und die Voraussetzungen zur Sicherung des Führernachwuchses:

„In diesem vierzehnjährigen Kampfe hat sich in unserem Volk eine neue nach vernünftigen und entscheidenden Gesichtspunkten durchgeführte Gliederung vollzogen.  Aus 45 Millionen Menschen haben sich drei Millionen Kämpfer organisiert als Träger der politischen Führung der Nation.  Zu ihrer Gedankenwelt aber bekennt sich als Anhänger heute die überwältigende Mehrheit aller Deutschen.  In diese Hände hat das Volk vertrauensvoll sein Schicksal gelegt.

 

Die Organisation hat aber damit eine feierliche Verpflichtung übernommen:

Sie muß dafür sorgen, daß dieser Kern, der bestimmt ist, die Stabilität der politischen Führung in Deutschland zu gewährleisten, erhalten bleibt für immer.  Die Bewegung hat dafür zu sorgen, daß durch eine geniale Methode der Auswahl nur jene Ergänzung stattfindet, die das innerste Wesen dieser tragenden Gemeinschaft unserer Nation niemals mehr verändert.  Sie hat darauf zu achten, daß nicht die zahlenmäßige Größe dieses Kerns als entscheidend angesehen wird, sondern nur seine innere Würdigkeit und damit seine innere Homogenität.  Sie muß wissen, daß die Auslese in der Zukunft nach denselben harten Grundsätzen erfolgen muß, wie sie uns das harte Schicksal in der Vergangenheit auferlegt hat.  Was früher zum Teil der Zwang unserer Gegner besorgte, müssen wir in Zukunft durch die eigene Härte ersetzen.  Wir dürfen nie davor zurückscheuen, aus dieser Gemeinschaft zu entfernen, was nicht seinem inneren Wesen nach zu ihr gehört.  Wir müssen daher im Laufe der Zeit die Bedingungen für die Zugehörigkeit verschärfen und nicht vermindern oder schwächen.  Niemals aber darf dieser Kern vergessen, daß er seinen Nachwuchs im ganzen Volk zu suchen hat.  Er muß daher in steter Arbeit die ganze Nation nach seinen Prinzipien führen, das heißt sie lebendig erfassen.  Nur aus dieser ununterbrochenen Arbeit mit und für und um das Volk entsteht ein wirklich innerer Bund und aber auch die Fähigkeit, das zu dieser Auslese Gehörende im Volk zu erkennen.  Denn eine solche Auslese der politischen Führungsfähigkeit muß ängstlich darüber wachen, daß kein wirkliches Genie im Volke lebt, ohne gesehen und bei sich aufgenommen zu werden.  Wenn die politische Führungsschicht einer Nation ihr arteigene Talente im Volk übersieht oder gar missachtet, trägt sie selbst die Verantwortung, wenn das geborene Talent sich endlich sein eigenes Tätigkeitsfeld schafft, und wäre es auch nur, um als Spartakus die Sklaven zu organisieren.  Das geborene Genie wird sich niemals durch den geforderten Respekt für eine unwürdige, weil unfähig gewordene Führung auf die Dauer zwingen lassen, dem allmächtigen Befehl seines eigenen Ichs den Gehorsam zu versagen.  Das Volk hat aber ein Recht, zu fordern, daß, wir auf allen Gebieten des sonstigen öffentlichen Lebens, auch auf dem Geleite der Politik seine fähigsten Söhne berücksichtigt werden.

Nur wenn sich eine solche feste Führungshierarchie aufbaut, wird sie als ruhender Pol in der Erscheinungen Flucht auf lange Sicht hin die Leitung einer Nation überlegen und entschlossen zu betätigen vermögen.“

(Quelle: Das Dritte Reich –  Das erste Jahr 1933, Gerd Rühle)

 Weiter lesen: Der Weg zur Ordensburg