Freiheitskämpfer für Tirol: Georg Klotz

Heute, 26  Januar  2009, vor 33 Jahren verstarb unerwartet ein großer tiroler Freiheitskämpfer: Jörg Klotz

 

Georg Klotz wird  am 11. September 1919 in Walten in Passeier geboren. Schon als Kind lernt er den faschistischen Terror kennen, der ganz Süd-Tirol beherrscht. Er erlernt den Beruf des Köhlers und des Schmiedes und heiratet im April 1950 die Lehrerin Rosa Pöll.

 

Tapfer kämpft er im 2. Weltkrieg als Wehrmachtssoldat und erhält dabei das Eiserne Kreuz I. Klasse. Nach amerikanischer Kriegsgefangenschaft kehrt er in seine Heimat zurück und  setzt sich dort für den Wiederaufbau des Süd-Tiroler Schützenwesens ein.

 

Ende der fünfziger Jahre schließt er sich dem Befreiungsausschuß für Südtirol (BAS) an, der von Sepp Kerschbaumer angeführt wird. Der darauffolgende Freiheitskampf 1961 geht als Feuernacht in die Geschichte ein. Dutzende aufrechte Tiroler werden daraufhin von italienischen Folterknechten in Gefängnissen auf brutalste Art und Weise misshandelt.

Jörg Klotz flüchtet über die Unrechtsgrenze und wird in Abwesenheit zu über 52 Jahren Kerkerhaft verurteilt; seine Frau muß für 14 Monate hinter Gitter.

 

Seine Liebe zur Heimat lässt ihn ins südliche Tirol zurückkehren wobei er zusammen mit Luis Amplatz in einer Hütte oberhalb Saltaus nächtigt. Der zunächst anvertraute Christian Kerbler erwies sich als verräterischer Meuchelmörder, dem es gelingt das Leben von Luis Amplatz auszulöschen. Georg Klotz flüchtet angeschossen über das Ötztal ins Ruetztal, wo er seine letzten Lebensjahre bis zum 24. Jänner 1976 verbringt.

 

An der Todesstelle erinnert uns das Klotz-Kreuz an den mutigen und aufrichtigen Freiheitskämpfer für Tirol, Georg Klotz. Es soll nicht nur ein Ort des Gedenkens sein, nein, es muß als unsere Aufgabe erachtet werden, denselben Opfermut für dieses Land aufzubringen und dafür zu streiten.

 Sie sollen sie nicht haben
Des Brenners Scheidewand!
Sie sollen erst sich graben
Ihr Grab in unserm Land!
 
So lang’ Tiroler Schützen
Am Throne schirmend steh’n,
So lang’ noch Stutzen blitzen
Und grüne Fahnen weh’n;
 
So lang’ von deutschen Zungen
Ein freies Wort erschallt,
So lang’ ein Lied gesungen
Wird im Tiroler Wald;
 
So lange deutsche Männer
Tiroler Feld bebau’n,
So lange soll der Brenner
In deutsche Lande schau’n;
 
So lang’ in unsern Föhren
Ein Vogellied erklingt,
So lang’ aus unsern Röhren
Die heiße Kugel singt;
 
So lang’ von unsern Ahnen
Noch ein Gedächtniß lebt,
So lang’ um uns’re Fahnen
Der rothe Aar noch schwebt;
 
So lang’ noch deutsche Treue
In unsern Bergen gilt,
So lang’ noch fromme Weihe
Tiroler Herz erfüllt.
 
Sie sollen uns nicht trennen –
Den Süden von dem Nord!
So lang’ wir uns noch nennen
Der deutschen Gränzen Hort.
 
Sie sollen sie nicht haben
Des Brenners Scheidewand!
Sie sollen erst sich graben
Ihr Grab in unserm Land!

 
Dr. Ferdinand Weller, Bozen 1848