Von General E.Ludendorff am 21.Aug. 1927 für den Tannenberg aufgestellten Kampfziele:


General Erich Friedrich Wilhelm Ludendorff

 

 

„ Ich strebe ein wehrhaftes und freies Großdeutschland unter starker sittlicher Staatsgewalt, das dem Volke dient, es eng mit der Heimaterde verbindet und ihm die geschlossene Einheit von Blut, Glaube, Kultur und Wirtschaft gibt.

Wehrhaftigkeit und Freiheit erfordern ein starkes, charaktervolles Geschlecht, durchdrungen von seiner göttlichen Aufgabe, stolz auf sein Blut und seiner Ahnen Werk, bewußt seiner Kraft, seiner Pflichten und Rechte.  Sie bedingen Erziehung beider Geschlechter in diesem Geiste, Wehrausbildung der männlichen Jugend, Ausübung des Wehrrechtses des Mannes in einem Volksheer durch Einführung der allemeinen Wehrpflicht und im Kriegsfalle Dienstpflicht beider Geschlechter, sei es an der Front oder in der Heimat.

Wehrhaftigkeit verlangt Ehrung der Soldaten und Versorgung der Kämpfer nach dem Kampf, namentlich der Verletzten und Hinterbliebenen.  Notlage seiner Verteidiger ist Schande des Volkes.

Freiheit verlangt ungeschmälerte Selbstbestimmung. Der Versailler Vertrag und die anderen , Deutsche bedrängenden Diktate und ihre Ergänzungen durch die Erfüllungspolitik, die das Deutsche Volk abwürgen, sind aufgebaut auf der Lüge von Deutschlands Schuld am Weltkriege und daher nichtig.  Das Joch und die Bevormundung fremder Staaten und der überstaatlichen Mächte, die uns den Krieg und die Revolution bescherten und jetzt in der Gewalt haben, sind abzuschütteln.  Im Innern gilt der Kampf dem Judentum, das durch Freimaurerei und Marxismus mit seinen Abarten, durch Leihkapital und Verseuchung des geistigen und sittlichen Lebens der Völker die Weltherrschaft erstrebt und auch das Deutsche Volk in der autonomen Wirtschaftsprovinz „Deutschland“ für sich arbeiten lassen und ihm durch List und Gewalt den Jehowahglauben aufdrängen will.  Es gilt der Kampf dem Jesuitismus und allen seinen Ausstrahlungen mit ähnlichen Gewaltherrschaftszielen und dem Mißbrauch der Religion zu politischen Zwecken.

Großdeutschland soll alle Deutschen Mitteleuropas in einem Staate zusammenfassen und den Auslanddeutschen Rückhalt sein. In ihm sollen die einzelnen Stämme in freier Selbstverwaltung gleichberechtigt nebeneinander stehen. Bundesstaaten oder selbständigen Ländern, aber auch bürokratischem Zerschlagen von Stammeseigenarten ist damit ein Ende bereitet.

Die Staatsgewalt sei stark und sittlich, ihre einzige Richtschnur das Wohl des gesamten Volkes; ob sie monarchisch oder republikanisch ist, ist heute von untergeordneter Bedeutung, wichtig allein, daß ein freier Deutscher Mann, nur sich und dem Volke verantwortlich, die Zügel der Regierung führt.

Der Führer des Reiches verfügt über das Heer und die Verwaltung, die staatlichen Beamten sind nur ihm verantwortlich.

Die Volksvertretung besteht nach dem Leistungsgrundsatz aus den wertvollsten Deutschen, die voll für ihr Tun verantwortlich sind.

Die Verwaltung der Stämme wird in Erweiterung Steinscher Gedanken von der Gemeinde nach den gleichen Grundsätzen zu einer freien  Selbstverwaltung ausgestaltet.  Damit verschwinden die undeutschen Zeitkrankheiten von Parlamentarismus und Bürokratismus, jener unverantwortlichen Machmittel und Versorgungsanstalten der überstaatlichen Mächte und ihrer Hörigen.   Bei Betätigung politischer Rechte nach dem Leistungsgrundsatz gewährt ausgeübte Wehrpflicht und betätigte Mutterschaft Bevorzugung.

Juden und andere Fremdrassige können nicht Deutsche Staatsbürger sein, noch irgendein Amt bekleiden oder ein Aufsichtsrecht über Deutsche ausüben.

Gehorsamspflicht oder eidliche Bindungen gegen nichtstaatliche oder außerstaatliche Obere oder Angehörigkeit zu einer Geheimgesellschaft, zum Beispiel der Freimaurerei, sind untersagt. Sie sind unvereinbar mit den Hoheitspflichten und der Verantwortung des Staates, der allein das Recht hat, den Staatsbürger zum Gehorsam zu verpflichten.

Das Volk ist eine lebendige Einheit Deutscher Menschen, die in Selbsterhaltung und darüber hinaus einander durch Arbeit mit Kopf und Hand dienen und ihre göttliche Aufgabe erfüllen. Wer hier nicht versagt, hat – an welcher Stelle er auch stehe – das Recht auf Achtung, Versorgung und Fürsorge.

Mann und Frau stehen in dieser lebendigen Einheit des Volkes gleichwertig, aber wesensverschieden nebeneinander. Die Frau soll die hohe Stellung im Volke und in der Familie zurückerhalten, die sie einst bei unseren Ahnen vor Eindringen fremder Weltanschauung und Sitten hatte.

Die Familie ist die Kraftquelle Deutschen Lebens.

Die heranwachsende Jugend erhält ihre Richtschnur durch das Beispiel der Eltern; Jugendbewegung kann hier ergänzen, aber nie Ersatz bieten.

Die Heimaterde ist dem Volke das unersetzliche Vaterland. Es ist mit ihr verwachsen. Durch Pflege der Heimatliebe, durch Schaffung von Siedlungen und von Heimstätten zur Rettung der einkasernierten Großstädter wird das Verwachsen noch inniger. Heilige Deutsche Erde darf nie Handelsware sein. Wir waren Jahrtausende hindurch ein glückliches Bauernvolk und müssen auch heute unter veränderten Verhältnissen Rückhalt im Landvolk haben, ohne deshalb eine andere Volksschicht minder zu bewerten. Dem wieder mit der Scholle verwachsenen Volke muß die Einheit von Blut, Glaube, Kultur und Wirtschaft, wie sie einst die Ahnen besaßen, wieder errungen werden. Dies entscheidet über Leben und Verkommen eines Volkes.

Blutsbewußtsein und Rassestolz sind Rückgrat des Volkes. Mit ihrem Wiedererwachen schwindet die Überheblichkeit einzelner Volksgruppen. Reinheit der Rasse ist heiliges Gesetz der Erhaltung ihrer Seele. Sie zu hüten, ist oberste Pflicht der Volksleitung. Mischung mit Fremdblut ist Volksvergiftung. Gesundheitspflege der Rasse ist Notwendigkeit der Arterhaltung, sie ist Vertrauensamt der Ärzte gleichen Blutes unter den Augen des Volkes. Körperstählung und Erbgesundheitspflege ist dabei wichtiger als Krankheitsheilung.

Deutscher Gottglaube und die sittlichen Ideale sind gestaltet aus dem Blute. Zu ihnen zurückzufinden ist Rettung des Volkes vor Entartung.  Mit Deutscher Ehrfurcht vor jeder sittlichen Glaubensüberzeugung und mit Deutscher Duldsamkeit gehen wir den Weg der Befreiung von Fremdwerk.   Kultur ist das Werk des Gottglaubens und der sittlichen Ideale des Volkes. Diese durchdringen alle Kunst- und Wissenszweige und das gesamte Bildungswesen als Kraft-und Lebensquell. Kunst und Wissenschaften werden in dieser Hinsicht von Fremdwerk befreit, Erziehungs-und Bildungswesen von der Staatsgewalt geleitet. Seelische Volksvergiftung wird schlimmer geahndet als Körperverletzung und Totschlag. Muttersprache und Brauchtum des Volkes sind Wesensbestandteile seiner Kultur und ihm heilig.

Deutsches Recht muß Deutscher Sittlichkeit und Deutscher Lebensauffassung entsprechen und Ehre schützen.

Zivilisation und ihre Fortschritte haben dem Volkswohl zu dienen, dadurch erhält die Deutsche Forscherarbeit ihre weihe.

Die Wirtschaft soll sich in die sittlichen Ideale des Volkes einordnen. Innerhalb der durch diese gesteckten Grenzpfähle kann sie sich frei entfalten. Im Kriege untersteht sie der Staatsgewalt. Die Wirtschaft hat das Volk mit allen Bedürfnissen reichlich und billig zu versorgen und unabhängig von fremder Einfuhr zu machen. Verteuerungen zugunsten einzelner Gruppen werden durch die straffe Staatsgewalt ausgeschlossen. Der Besitz des einzelnen untersteht den sittlichen Forderungen des Staates. Abschaffung von Eigentum ist unsinnig und untergräbt Rechtsbewußtsein und Leistungsfreudigkeit. Das Geldwesen wird von allen fremdblütigen Verseuchungen gereinigt und nach Deutschem Rechtsgefühl geordnet. Dabei liegt der Wertmesser des Geldes im Inlande, unantastbar für das Ausland. Arbeitsvergütung muß im Einklang stehen mit der Leistung. Die Verwebung der Person mit Arbeit, Werk und Erfolgen wird Arbeitfreudigkeit des einzelnen und Arbeitsfrieden sichern. Der Eigennutz der Arbeitgeber und die Antwort darauf, der Klassenkampf der Arbeitnehmer, sind Krankheitserscheinungen entarteter Wirtschaftsformen in einem verjudeten Staate und nicht etwa Wirkungen zivilisatorischer Fortschritte. Die Befreiung vom jüdischen Zinsjoch wird Wohlstand für alle Deutsche bringen und dem unseligen Elend darbender Arbeiter in allen Schichten des Volkes ein Ende machen.“