Die Story von den
Goldzähnen
Aus "Verheimlichte Dokumente" Band 2, FZ-Verlag 1995. Seite 127:
Neben "Seife aus ermordeten Juden", "Schrumpfköpfen aus KZ-Lagern" und "Lampenschirmen
aus Menschenhaut" gehört zu den schauerlichsten Greulgeschichten, die
Deutschen hätten gewaltige Mengen Goldzähne bei der Reichsbank in Frankfurt am
Main gehortet, die man zuvor Naziopfern aus den Kiefern gebrochen habe. Eines
der ersten Blättern, das die Hintergründe des Schwindels brachte, war die
Wiener Zeitschrift "Neue Front". Aus ihrer Ausgabe Juli 1953:
In seinem auf authentischem Tatsachenmaterial fußenden Bericht über den
Nürnberger Prozeß berichtet Hans Fritsche, daß man den ehemaligen
Reichswirtschaftsminister Funk, den alten und kranken mann, in einen
Dobbelnelson nahm, an dem alles dran war:
"Wurden Goldzähne in Ihrer Reichsbank deponiert?", fragte ihn milde Richter
Dodd.
"Nein" (!!!!!!!!! Meine Anmerkung)
"Dann will ich Ihnen einen Film zeigen" sagte Dodd (Meine Anmerkung)
Das Licht im Saal erlosch, der Apparat schnurrte. USA-Soldaten dringen in den
Tresorraum der Reichsbank-Hauptstelle Frankfurt am Main ein. Sie lassen sich
die tonnenschweren Panzertüren öffnen. Pralle Säcke mit dem Anschrift "Deutsche
Reichsbank" kollern auf den Boden. Sie werden auf große Tische gewuchtet. Da
quillt es heraus: Ringe, Ohrgehänge, Münzen, goldene Zähne. - Funk ist
fassungslos und nahe dem Zusammenbruch. So ist also seine Zusammenarbeit mit
der SS und den KZs erwiesen. Verzweifelt wimmert er: "Ich wußte von nichts!"
Frische schreibt: "Wir glauben ihm aufs Wort!"
Ein Jahr später, schrieb Fritzsche in seinem Ernnerungen, sitzt ein
Mitarbeiter Funks, der Reichsbankdirektor Puhl, im Wilhelmstraßen-Prozeß auf
der Anklagebank, Puhl holt Zeugen herbei, die beschwören, daß im Augenblick
der Besetzung durch die amerikanischen Truppen die Tresore der Frankfurter
Bank leerstanden. Leer habe er sie übergeben. Man fragt Puhl, ob er denn nicht
vom dem Film wissen, der nach Richter Doods als amtlich geltender Mitteilung "bei
Besetzung der Stadt Frankfurt als beweiskräftiger Dokument aufgenommen wurde".
"O ja", sagte Puhl, "ich war ja beim Film selbst dabei. Das war nämlich so:
"Eines Tages nach der Besetzung Frankfurt fuhren amerikanische Lastwagen bei
der dortigen Reichsbank vor. Man verlangte Säcke. In diese füllten die
Amerikaner Schmucken, Goldzähne und andere Gegenstände, welche die LKWs
mitgebracht hatten. Dann schaffte man die prall gefällten Säcke in die leeren
Tresore, verschloß sie wieder, holte die Kameramänner, ließ die Panzertüren
öffnen und begann mit den Aufnahmen des Films " - jenes Films, der Funk das
Genick brechen sollte."