MEIN
BRUDER
Als Schwester des Mannes,
der sich für Deutschland aufgeopfert hat, schrieb ich dieses nieder in der
ersten Nachkriegszeit:
Ihr Herren - vergeßt nur eines nicht! Euer Name wird längst mit Eurem
Leichnam zerfallen - vergessen und vermodert sein - während der Name Adolf
Hitlers immer noch leuchten und lodern wird! Ihr könnt ihn nicht umbringen
mit Euren Jauchekübeln, ihn nicht erwürgen mit Euren tintenbeklecksten,
schmierigen Fingern - seinen Namen nicht auslöschen aus hunderttausend
Seelen - dazu seid Ihr selbst viel, aber auch schon viel zu klein!
Wo er geliebt hat ... geschah es um Deutschland. Wo er gekämpft hat ...
geschah es um Deutschland. Wo er gefehlt hat ... geschah es um Deutschland,
und wenn er stritt um Ehre und Ansehen, war es um deutsche Ehre und
deutsches Ansehen ...
Und was gabt Ihr bisher? Und wer von Euch wollte sein Leben für Deutschland
geben? Ihr habt immer nur die Macht und den Reichtum, den Genuß, den Fraß
und die Völlerei - ein herrliches Leben ohne Verantwortung - vor Augen
gehabt, wenn Ihr an Deutschland gedacht habt!
Verlaßt Euch darauf, meine Herren - schon allein das reine, selbstlose
Denken und Handeln des Führers genügt für die Unsterblichkeit!
Daß seinem fanatischen Ringen um Deutschlands Größe nicht der Erfolg
beschieden war, wie z.B. einem Cromwell einstens in Britannien - auch das
liegt vielleicht in der Mentalität begründet, weil der Brite bei allem Hang
zur Eitelkeit, zu Neid und Mißgunst und zur Rücksichtslosigkeit - dennoch
nicht vergißt, Engländer zu sein, und die Treue zu seiner Krone liegt ihm im
Blut - während der Deutsche in seinem Geltungstrieb alles ist, nur nicht in
erster Linie Deutscher. So liegt es Euch nichts daran. Ihr kleinen Seelen,
wenn mit Euch zusammen die ganze Nation in Trümmer geht. Euer Leitstern wird
nie heißen: Gemeinnutz geht vor Eigennutz, sondern immer nur umgekehrt! Und
mit diesem Leitstern wollt Ihr die Unsterblichkeit eines Größeren verhindern?
Was ich in den ersten Nachkriegsjahren niederschrieb, hat seine Gültigkeit
behalten auch im Jahre 1957 und bestätigt die Richtigkeit meiner Überzeugung.
Berchtesgaden, 1. Mai 1957 Paula Hitler
