Herrn
Bürgermeister Sittel
2. Bürgermeister von
Dresden

 

 

 

O f f e n e r    B r i e f 

 

Herr Bürgermeister Sittel,

 

Ihre Rede anlässlich des Gedenktages von Dresden 13./14.Febr.2011,   hat bei mir tiefe Bestürzung und Unverständnis ausgelöst. Sie haben den Bürgern und Bürgerinnen unter anderem  gesagt, ich zitiere:

 

„Wir wissen – und niemand muss uns darin belehren – dass
dieser Krieg von Nazi-Deutschland losgebrochen wurde, dass es
für die überfallenen Völker um Tod oder Leben ging.
Wir wissen: Es war ein Krieg, in dem Deutsche, noch ehe deutsche
Städte brannten, Coventry, Rotterdam oder Warschau in Schutt und
Asche legten, in dem Millionen Menschen starben, der aus großen
Teilen der Welt eine Todeszone machte.
Wir wissen: Dresden war keine Ausnahme der Geschichte..“
 

 

Ich habe bis heute vermutet, dass Menschen, die so ein Amt innehaben wie Sie etwas mehr über die wahre Deutsche Vergangenheit  Bescheid wissen, da es dem nicht so ist, möchte  ich Ihre fehlenden Geschichtskenntnisse ergänzen.

 

Die Behauptung vom „Deutschen Überfall auf Polen“ ist eine Lüge! Das Wort „zurückgeschossen“ zeigt unmissverständlich, dass es Vorgänge gab, die ein „Zurückschießen“ notwendig machten. Ein Staat, der seit seiner Gründung 1918, gegenüber Deutschland Gewehr bei Fuß stand und sogar zweimal versuchte Deutschland in einen Krieg zu verwickeln, kann nicht  „überfallen „ werden wie ein harmloses Großmütterchen, das auf der Parkbank sitzt. Außerdem hat der polnische Außenminister Oberst Beck bereits am 30. August 1939 die „allgemeine Mobilmachung“ in Polen angeordnet. So etwas ist eine Kriegsdrohung.

Trotzdem wird seit 60 Jahren von den deutschen Medien und allen deutschen Politikern, wider besseres Wissen die bösartige Lüge vom „Deutschen Überfall auf Polen“  wiederholt. Ein Vorgang, der von allen Zeitzeugen und allen geschichtlich informierten Zeitgenossen als Lüge kritisiert wird. Jeder deutsche Patriot – egal welcher Couleur – fragt sich dabei ob unsere Politiker frei in ihren Aussagen und Meinungen sind oder ob sie von irgendwelchen Mächten ferngesteuert werden.

In dieser Führerrede zum Kriegsausbruch erfuhr die überwiegende Mehrheit des Deutschen Volkes erstmalig von der in Polen seit Jahren bestehenden Hetze gegen die dort ansässigen Volksdeutschen, von den Überfällen und Morden, von der schrecklichen Barbarei in den polnischen Gefängnissen. Bis Kriegsausbruch 1939 wurden über 5000 Deutsche allein ihres Deutschtums willen von Polen aufs grausamste und auf bestialische Weise hingemordet. Mitte August 1939  fiel eine polnische Kavallerie brennend und mordend in Ostpreußen ein. Die deutschen Männer wurden mit Säbeln niedergemacht oder erschossen, einige wurden mit dem Lasso eingefangen und in Richtung polnische Grenze zu Tode geschleift.

 

Die deutsche Presse und der deutsche Rundfunk durften jahrelang davon nicht berichten um die deutsch-polnischen Verhandlungen über Danzig und die Transit-Verbindungen nach Ostpreußen durch den polnischen Korridor (Straße und Schiene) nicht zu gefährden. Die immer dringenderen Hilferufe der bis aufs Blut schikanierten Volksdeutschen an das Reich und an den Völkerbund verhallten ungehört. Erst im Mai 1939, als die Provokationen übermächtig wurden, gab Hitler der Presse die Berichterstattung über die Verfolgung der Deutschen in Polen frei.

 

Das deutsche Volk wurde in den Friedensjahren von 1933 – 1939 nur wenig und nur teilweise informiert über die große Politik. Die Menschen lebten in einem behaglich/bescheidenen Wohlstand und sie hatten Vertrauen zu Adolf Hitler. Hitler hat die Arbeitslosigkeit beseitigt, wieder Recht und Ordnung geschaffen, das Rheinland befreit, Österreich und das Sudetenland heim ins Reich geholt. Deutschland wurde in der Welt wieder geachtet, sogar noch mehr als früher zu Kaisers Zeiten. Ein deutliches Zeichen für diese Achtung in der Welt war die Vergabe der Olympischen Spiele an Deutschland, im Februar 1936 in Garmisch-Partenkirchen und im August 1936 in Berlin. Das war außenpolitisch der größte Triumph für Hitler und für das Deutsche Reich,aber auch für das deutsche Volk. Der Triumph wurde noch gekrönt als die deutschen Sportler bei den Sommerspielen die meisten Goldmedaillen holten, mehr als die USA. Deutschland befand sich damals in einem Freudentaumel.

Die Deutschen ahnten nichts von den jahrelangen Überlegungen, Planungen und Ränkespielen unserer Nachbarn in Europa und in den USA. Schon 1919 sagte Churchill:

„Sollte Deutschland in den nächsten fünfzig Jahren wieder Welthandel zu treiben beginnen, so haben wir diesen Krieg umsonst geführt“. Und Lord Vansittard sagte 1933:  „Wenn Hitler Erfolg hat, bekommt er in den nächsten fünf Jahren den europäischen Krieg“. Der Mann war ein Prophet, am 1. September 1939 waren erst knapp sechs Jahre vergangen.

Der Beginn eines neuen Krieges war für die Deutschen eine große Überraschung und der Beweis neuer Ungerechtigkeiten durch das Ausland, nachdem das „Schanddiktat von Versailles“ und seine schlimmen Folgen für das deutsche Volk endlich annulliert war. Was waren die Gründe, die zu diesem Krieg mit Polen führten?

Deutschland war Frankreich und England und auch den USA zu stark geworden. Um Deutschland einen Krieg aufzuzwingen benutzte man das seit eh und je kriegslüsterne Polen, das von einem Großpolen schon seit Jahren träumte. Vorher schloss man listig mit Polen einen Nichtangriffspakt ab um Polen in Sicherheit zu wiegen und noch angriffslustiger zu machen.

Die äußerst komplizierten Zusammenhänge der politischen Schritte bis zum Kriegsausbruch können bis ins Detail nachgelesen und verstanden werden in folgenden

historischen Werken:

„Der erzwungene Krieg“  David L.Hoggan, amerikanischer Historiker

„Der Krieg, der viele Väter hatte“ , Gerd Schultze – Rhonhof, Generalmajor  a.D.  der Deutschen Bundeswehr.

 

"Ich würde nicht zögern, das Gleiche noch einmal zu tun. Ich habe keine Geduld mit Leuten, die Mitleid mit den 'armen Deutschen' empfinden."

 

So äußerte sich Luft-Marschall Arthur (Bomber) Harris, erhoben zum Sir und geehrt durch ein in den 90er Jahren durch Queen-"Mum" im Zentrum Londons eingeweihtes Standbild, in seinem 1948 erschienenen Buch "Bomber Command".

 

Herr  Bürgermeister Sittel, sollten Sie das alles wirklich nicht gewusst haben? Sollten Sie auch nicht gewusst haben, dass Dresden eine Lazarettstadt war und mindestens 1 Million Flüchtlinge  Zuflucht suchten?

 

Dann möchte ich Sie bitten, Ihre Geschichtskenntnisse zu erweitern und den armen Bürgern und Bürgerinnen keine unvollständige Darstellung der Deutschen Geschichte erzählen, nur weil ein Trauermarsch stattfand von Menschen die eine andere politische Meinung vertreten, als Sie.

 

Mit dem Ausdruck tiefster Verärgerung  über Sie Herr  Bürgermeister einer Stadt, die so viel Leid erfahren hat und jetzt auch noch die Schuld zugewiesen bekommt und nur die Geschichte der Sieger hört, die ganz und gar nicht der Wahrheit entspricht. Finden Sie das in Ordnung?

 

Hannelore Schmid