Mail Online Samstag, d. 13. Juni 2009

  Drei Löwen auf dem Schwarzrock:
Seltenes Nationalsozialistischenabzeichen mit verblüffender Ähnlichkeit zu Englands Mannschaftslogo entdeckt

Vom Daily Mail Reporter
Zuletzt  aktualisiert um 14:26  am 12. Juni 2009

 

Ein seltenes nationalsozialisten Abzeichen, das eine verwirrende Ähnlichkeit mit den drei Löwen auf dem englischen Fußballerhemd aufweist, soll versteigert werden.

Auf den ersten Blick hin sieht der mit weißem Faden auf dunklem Untergrund bestickte Aufnäher aus, als stamme es direkt von einem Warentisch, der die Taten von David Beckham und Wayne Rooney anpreist.

Aber das 50 mm-Abzeichen, das diesen Monat verkauft warden soll, gehörte zu einem Waffenrock von Soldaten des britischen SS-Freikorps, einer wenig bekannten Eliteneinheit in Hitlers Heer.

. Das seltene nationalsozialistischen-Abzeichen zeigt eine aufsehenerregende Ähnlichkeit
mit dem von der englischen Fußballmanschaft getragenen Drei-Löwen-Wappenbild
 

 

Nur 30 von diesen Abzeichen könnten wohl angefertigt worden sein, und dieses stammt von einer Uniform die seither vernichtet wurde.

Die nationalsozialistischen Einheit, die diese getragen hatte, ist in geheimnisvolle Dunkelheit gehüllt, und es wird vermutet, daß sie im Januar 1944 gegründet wurde.

Die Mitglieder wurden aus einer Vielfalt von Quellen angeworben, und formell von der Waffen-SS aufgenommen, als sie als das britische Freikorps benannt wurden. Die Waffen-SS war der bewaffnete Teil der der Nationalsozialistepartei zugehörigen SS (Schutzstaffel) und kämpfte während des ganzen Zweiten Weltkrieges an der Seite des regulären Heeres, der Wehrmacht.   

Den Mitgliedern dieser Brigade wurden deutsche Uniformen gegeben, die das britische Fahnen-Wappenschild und das Abzeichen mit den drei Löwen trugen.

 Die Nationalsozialisten eigneten sich sogar das Hakenkreuzsymbol, dessen Name „Swastika“ aus dem Sanskrit stammt und „Glücksbringer“ übersetzt heißt. http://de.wikipedia.org/wiki/Swastika   

Wegen seiner Verbindung zur Hitlerzeit ist es nun sehr selten gebraucht und in Deutschland geächtet. Es wird jedoch noch weitverbreitet im modernen Indien verwendet.

 

Der Zweite-Weltkrieg-Aufnäher geht am 25. Juni bei einer Mullocks-Versteigerung an der Ludlow Rennbahn, Shropshire, unter den Hammer. Es wird ein Angebot von 1000 Pfund Sterling erwartet.

 

Der Experte für historische Dokumente Richard Westwood-Brookes sagte es sei das seltenste Stück, daß er jemals verkauft hätte, und fügte hinzu: „Die Einheit, von der diese Abzeichen kamen, kann anscheinend nie größer als ein Zug gewesen sein, und sein entgültiges Schicksal und dessen Einsatz sind ein völliges Geheimnis.“

 

Britische Männer die sich beim Britischen Freikorps 1944 gemeldet hatten.

Die Britische Flagge kann man auf dem linken Arm des Soldaten in der Mitte sehen.

 

‘Einige sagen, daß sie sich nie als eine Kampfgruppe betätigt haben und nur als ein Propagandaübung gegründet wurde. Andere wieder deuten an, daß sie für den endgültigen Konflikt in Berlin eingesetzt wurden und gegen den russischen Ansturm kämpften. Heute scheint es unglaublich, daß Briten Teil von Hitlers übler SS gewesen sein konnten. Aber man muß immer daran denken, daß nicht alle Deutschen Nationalsozialisten waren, aber viel Briten doch.’

Nach Kriegsstudienexperten Prof. Eric Groves wären die meisten der Gruppe aus der Reihe der Kriegsgefangenen angeworben worden.

Er sagt: ‚Die meisten waren von Kriegsgefangenenlagern, aber sie brachten es zu Stande eine kleine Gruppe direkt aus diesem Land anzuwerben. Die Drei-Löwen-Methaphorik gebrauchte man, weil sie selbst zu der Zeit als ein Symbol für England angesehen wurde. Leute von vielen verschiedenen Länder wurden angeworben, aber es gab keine erstaunliche Reaktion in Britannien, muß ich sagen.’

Diese Plakate wurden in der Anwerbung von weiteren britischen Männern für die SS-Einheit gebraucht

 

 

 

Adolf Hitler, abgebildet 1933, im Anfang seines Machtanstieges

 

‘Die Nationalsozialisten gingen durch die Kriegsgefangenenlager, um diese Gruppe zu erschaffen, oder wie es damals benannt wuede, eine legion für St. Georg.

Den Briten wurde Freiheit als Dank für das Kämpfen für Deutschland angeboten.

Diejenigen, die teilnahmen, wären sehr anti-kommunistisch gewesen. So konnte es nicht sein, daß sie die Nationalsozialistische-Ideologie über die der Briten vorzogen – es war vielmehr ein vollständiger anti-sowjetischer Grund.

Sie hätten nicht unbedingt gegen britische Truppen gekämpft, sonder es wäre ihnen geboten worden sich der Russen anzunehmen. Ein oder zwei sind womöglich bei der Verteidigung Berlins umgekommen, aber es ist ein wenig-gemeldeter Teil der Geschichte.’

 

Das ungewöhnliche Abzeichen wird zusammen mit einem gleichartig bizarren Brief versteiget, der an die verstorbene Olive Hudson, von Preston, Lancashire, adressiert ist. Warum sie an Hitler schrieb, und in den besitz dieses Abzeichens gelagte, verbleibt ein Geheimnis.

Beide Artikel wurden von einem Mitglied von Mrs. Hudsons Familie an den jetzigen Eigentümer verkauft, einem Sammler, der anonym bleiben möchte.

Der Brief, mit einer Schreibmaschine geschrieben, war von Albert Bormann unterschrieben, einem Bruder des Hitlerstellvertreters Martin Bormann, und Leiter von Hitlers Privatbüro.

Das Dokument vom 26. Oktober 1936 ist eine Antwort auf einen Brief von Olive an den Nationalsozialisten-Führer, scheinbar, um ein Autograph von ihm zu erbitten.

Aber die Antwort wird sie wharscheinlich sehr enttäuscht gelassen haben, da Bormann ihr eine Absage verpaßte, indem er sagt Hitler sei zu beschäftigt.

Er schrieb: „Liebe Olive, Ihre an den Führer adressierten Zeilen bereiteten ihm große Freude. Lassen Sie mich seinen herzlichen Dank übermitteln.“

Eine Hitler-preisende Broschüre, vom Diktator selbst unterzeichnet, wird auch versteigert werden.

Die 1932-Edition von „Hitlers Zielen und Personalität“ wurde vom Diktator zwei Jahre später unterschrieben.

Mehr als 700 000 Abzüge waren schon veröffentlicht, als er seine Unterschrift gab. Aber trotzdem wird für dieses seltene autographierte Exemplar 1000 Pfund Sterling erwartet.     

 

 

Der Werdegang des britischen Freikorps

 

 

Die Einheit war das Geistesprodukt von John Amery,

hier aufgenommen bei einer Party im kriegszeitlichen Paris.

 

Das deutsche Waffen-SS “Britische Freikorps” war das Geistesprodukt von John Amery, dem Sohn des konservativen Kabinetministers Leo Amery.

Die Kompanie wurde nie im Kampf eingesetzt, sonder eher als Propagandamaschine von den Nationalsozialisten eingesetzt. Er war ein überzeugter Antikommunist, der die nationalsozialistischen Lehren von Nationalsozialisten-Deutschland verehrte.

Amery war auch ein Phantast, der vorgab sich Francos Nationalisten während des spanischen Bürgerkrieges 1936 angeschlossen zu haben und behauptete ihm sei eine Ehrenmedallie verliehen worden, als er als militärischer Intelligenzoffizier mit italienischen freiwilligen Streitkräften diente.

Jedoch 1942 machte sich Amery, der für das Vichy-Regime arbeitete, auf den Weg nach Deutschland, in der Hoffnung eine britische Elitetruppe zu gestalten, um mit ihr gegen die Sowjets zu kämpfen. Die Männer sollten von Kriegsgefangenenlagern ausgesucht werden. Eine Gruppe wurde darauf mit dem Namen „Britische SS-Freikorpsbrigade“ gegründet und konnte mit 50 Mitgliedern auf dem Höhepunkt der Macht prahlen.

Amery wurde wegen Hochverrates abgeurteilt und im Wandsworth Gefängnis am 19. Dezember 1945 erhängt.

Eine Gruppe von Zivilisten und Soldaten versammeln sich, um den Aushang anzusehen, der an der Pforte des Wandsworth Gefängnisses angeschlagen ist und die Hinrichtung von Amery verkündet