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Das jüdische Newport – Weltzentrum des Sklavenhandels
Will man den jüdischen Anteil am Sklavenhandel erkennen, dann ist es unerlässlich, sich mit dem Seehafen Newport näher zu befassen. Diese Stadt war nicht nur bis zum Revolutionskrieg eine der größten jüdischen Siedlungen der amerikanischen Kolonien, sondern auch nach ihrer Einnahme und Plünderung durch die Engländer behielten die Juden den beherrschenden Einfluß in der Schiffahrt und im Handel.
Insgesamt bestanden zu dieser Zeit in Nordamerika sechs jüdische Gemeinden: Newport, Charleston, New York, Philadelphia, Richmond und Savannah. Zudem gab es noch viele Juden, die über die ganze Ostküste verteilt waren.
War New York anfangs die Hauptsiedlung der Juden in Nordamerika, so lief Newport dieser Stadt bald den Rang ab. Erst war die Stadt New York der hauptsächlichste Lieferant von koscherem Fleisch nach den nordamerikanischen Judensiedlungen, nach den Westindischen Inseln und nach Südamerika. Nun wurde es Newport! Newport wurde auch der große Handelsumschlaghafen der Ostküste Nordamerikas. Dort trafen sich die Überseeschiffe, um die eine Ware gegen eine andere auszutauschen. Newport hatte eine hervorragende Stellung im Rum-, Schnaps- und Likörhandel. Und schließlich wurde Newport das Hauptzentrum des Sklavenhandels. Von dort aus zogen die Schiffe übers Meer, um ihre schwarze Menschenfracht zu holen und in riesige Gewinne umzusetzen.
Ein authentischer, zeitgenössischer Bericht stellte fest, daß von 128 Sklavenschiffen, die beispielsweise in Charleston innerhalb eines Jahres ihre „Ware“ ausluden, 120 zu gleichen Hälften von den Newport- und Charleston-Juden auf ihren eigenen Namen eingetragen waren. Von den restlichen acht kann man ohne weiteres annehmen, daß sie, wiewohl ihre Heimathafen als Boston, Norfolk, Connecticut und Baltimore angegeben wurden, ebenfalls den jüdischen Sklavenhändlern von Newport und Charleston gehörten.
Man bekommt von der Höhe des jüdischen Anteils am gesamten Handel Newports das klarste Bild, wenn man die Beteiligung eines einzigen Juden, des Portugiesen Aaron Lopez, in Betracht zieht. Von dem gesamten Handel der Kolonie und des späteren Staates Rhode Island (wozu Newport gehört), soweit er durch Frachtbriefe, Handelsbewilligungen, Quittungen und Hafenpapiere belegt erscheint, trugen in den Jahren 1726 bis 1774 mehr als die Hälfte, genau 225, die Unterschrift des Juden Aaron Lopez. Er hatte also mehr als 50% des gesamten Handels unter seiner persönlichen Kontrolle. Dabei fuhren aber noch außerdem viele seiner Schiffe unter anderen Namen.
Im Jahre 1749 wurde die erste Freimaurerloge in Newport gegründet. 90% der gesamten Mitglieder dieser ersten Loge, 14 an der Zahl, waren Juden. Und man weiß, daß nur die sogenannten „Prominenten“ der damaligen Zeit in solche Logen Eingang fanden. Zwanzig Jahre später wurde die zweite Freimaurerloge, die Loge „König David“, gegründet. Es ist Tatsache, daß sämtliche Mitglieder dieser Loge Juden waren.
Indessen war der jüdische Einfluß in Newport bereits so mächtig geworden, daß es sich sogar Präsident Washington nicht entgehen ließ, der Kolonie im Jahre 1790 einen Besuch abzustatten. Bei diesem Anlaß schickte die eine der beiden Freimaurerlogen von Newport dem Präsidenten Washington einen Juden namens Moses Seixas entgegen. Er überbrachte ihm ein Schreiben, in dem die Juden von Newport u.a. erklärten: „Erlauben Sie den Kindern Abrahams sich Ihnen mit den herzlichsten Gefühlen der Verehrung und Verbundenheit zu nähern....“, und dann: „Uns sind bisher die unendlich wertvollen Rechte eines freien Bürgers vorenthalten geblieben. Doch jetzt sehen wir eine Regierung aufgerichtet von der Majestät des Volkes, eine Regierung, die der Bigotterie keine Sanktion zur Verfolgung der Juden gibt, sondern allen großzügig die Freiheit des Gewissens gewährt, indem sie jeden, gleich welcher Nation und Sprache, als Teil der großen Regierungsmaschine betrachtet.“
Es ist hier sehr aufschlussreich, Betrachtungen darüber anzustellen, wem denn eigentlich diese sagenhafte Freiheit in Amerika bei der Gründung der Union gegeben wurde. Gewiß, das Gebiet wurde selbständig und trennte sich von der englischen Oberherrschaft. Doch wir sehen aus jenem Schreiben, das Moses Seixas im Namen der Juden von Newport dem Präsidenten Washington überreichte, daß es den Juden um diese Freiheit nicht zu tun war. Sie meinten nur ihre eigene, die des „freien Bürgers“, die ihnen „bisher vorenthalten blieb“. Die Juden wurden also nach dem Revolutionskrieg nunmehr als völlig gleichberechtigt anerkannt. Endlich wurden sie von allen lästigen Fesseln befreit!
Und die Neger? Diese blieben allerdings trotz des Befreiungskrieges Sklaven! Wiewohl bereits im Jahre 1750 ein Sechstel der Bevölkerung New Yorks aus Negern bestand, wurde dieser ziffernmäßig starke Teil, der im Süden des Landes in vielen Gegenden später sogar die Mehrzahl der Einwohner ausmachte, von der Freiheitsverkündung nicht berührt.
Wir wollen das düstere Handwerk, das den Juden so viel Macht und Einfluß verschaffte, etwas näher betrachten, um einen richtigen Begriff vom Sklavenhandel zu bekommen, denn es ist seither viel darüber geschrieben worden, und je weiter sich die Gegenwart von der damaligen Zeit entfernt, um so verwischter und unklarer wird das Bild gezeichnet. Und je mehr Juden Geschichtsschreiber werden, um so harmloser und selbstverständlicher könnte unserer Zeit der Sklavenhandel erscheinen.
Verfolgen wir einmal die Reise eines Schiffes, das einen Newporter Sklavenhändler zum Besitzer hatte. Da ist z.B. das Schiff „Abigail“, das dem Juden Aaron Lopez gehörte und häufige Reisen nach der afrikanischen Küste unternahm. Im Mai des Jahres 1752 wurde die „Abigail“ mit etwa 9000 Gallonen Rum, einer großen Menge eiserner Fuß- und Handfesseln, Pistolen, Pulver, Säbel und einer Menge wertlosen Blechschmuckes beladen und unter der Leitung des jüdischen Kapitäns Freeman nach Afrika geschickt. Die Bemannung des Schiffes bestand aus zwei Maats und sechs Matrosen. Dreieinhalb Monate befand sich die „Abigail“ auf der Fahrt und dann legte sie an der afrikanischen Küste an. Dort war bereits eine afrikanische Agentur der amerikanischen jüdischen Sklavenhändler errichtet worden, die indessen die Schwarzen eingesammelt und verkaufsbereit gemacht hatte. Diese Organisation, die tief hinein in das Innere Afrikas reichte, war sehr weit verzweigt und schloß eine ganze Anzahl von Negerhäuptlingen ein. Die Methode, diese Häuptlinge für den jüdischen Sklavenhandel zu gewinnen, war ähnlich der, die die Juden schon bei den Indianern angewandt hatten. Man schenkte ihnen zunächst Rum. Nachdem sie Neger daran Gefallen fanden, gingen sie bald völlig im Alkoholrausch auf. Als sie auf diesem Weg ihren letzten Goldstaub und das letzte Elfenbein für Schnaps eingetauscht hatten, gaben sie schließlich dem Drängen der Sklavenhändler nach und verkauften ihnen ihre Stammesuntertanen, vor allem ihre Frauen und Jünglinge. Dann begannen sie untereinander Krieg zu führen. Erzielten sie bei diesen Stammeskriegen Gefangene, so wurden auch diese als Sklaven an die jüdischen Händler gegen Rum, Munition und Waffen, die weitere Feldzüge ermöglichten, eingetauscht. Die zusammengetriebenen Schwarzen wurden zu zweien aneinander gefesselt und durch den Urwald zur Küste getrieben. Wochen hindurch dauerten oft diese qualvollen Wanderungen, wobei die Kranken auf der Strecke liegen blieben, nachdem auch Peitschenhiebe sie nicht mehr zum Bewusstsein bringen konnten. Die Pfade, auf denen diese Sklaventransporte durch den Urwald führten, waren besät mit tausenden von Skeletten elend umgekommener Neger, die, wenn sie nicht weiter konnten, von wilden Tieren angefallen und aufgefressen wurden. Die Knochen der so dem Tode Überlieferten blieben fortan in der tropischen Sonne als trauriges Mahnmal unendlicher Grausamkeit liegen, ein furchtbarer Anblick für die später an ihnen vorbeigetriebenen Schwarzen.
Es ist errechnet worden, daß für jeden Neger, der die Strapazen dieser Wanderung durchhielt, weiterhin auch noch die qualvolle Reise über den Ozean überstand und endlich amerikanischen Boden betrat, bis zu neun andere sterben mußten. Und wenn man bedenkt, daß schließlich jährlich durchschnittlich 1 000 000 schwarze Sklaven lebend afrikanischen Boden verließen, dann kann man erst recht ermessen, in welch riesenhaftem Umfang die Entvölkerung Afrikas vor sich ging. Gegenwärtig ist Afrika einer der am dünnsten bevölkerten Erdteile, denn einst wurden nicht nur 1 000 000 aus ihren Hütten verschleppt, sondern jährlich 5 bis 9 Millionen, von denen allerdings der größte Teil das ihm zugedachte Ziel niemals erreichte.
An der Küste angekommen, wurden die schwarzen Sklaven zu Haufen zusammengetrieben und gefesselt bereit gehalten, bis das nächste Transportschiff anlegte. Der Agent – viele unter ihnen waren Juden – der den Häuptling vertrat, begann dann den Handel mit dem Kapitän. Die Neger wurden einzeln vorgeführt. Doch waren die Kapitäne sehr misstrauisch. Der Schwarze musste seine Finger, Arme, Beine und den ganzen Körper bewegen, damit festgestellt wurde, daß er keine Gebrechen habe. Sogar seine Zähne wurden untersucht. Fehlte ein Zahn, so war der Preis schon niedriger. Manche Agenten verstanden es, kranke Neger mit Hilfe von Chemikalien als gesund zu verkaufen.
Ein Neger hatte einen Wert von etwa 100 Gallonen (1 Gallone = 3,78 Liter) Rum, 100 Pfund Schießpulver oder in bar bezahlt ungefähr 18 bis 20 Dollar. Allerdings geht aus einem Schreiben eines Kapitäns vom 5. September 1763 hervor, daß ein Neger an der afrikanischen Küste sogar 200 Gallonen Rum koste, weil die Händler durch gegenseitiges Überbieten die Preise hochtrieben. Frauen unter 25 Jahren, ob sie schwanger waren oder nicht, erzielten die gleichen Einnahmen, wenn sie gesund und rundlich waren, über 25 Jahren erfolgte ein Preisabschlag von etwa 25%. Und hier sei gleich vermerkt, daß diese Neger, für die die jüdischen Sklavenhändler bei der afrikanischen Küste 20 bis 40 Dollar bezahlten, von den gleichen Händlern in Amerika zu Preisen bis zu 2000 Dollar weiterverkauft wurden! Daraus vermag man zu ermessen, welche ungeheuren Vermögen die Juden in Amerika anhäufen konnten.
Nach dem Handel bezahlte Kapitän Freeman die Rechnung. Dabei gedachte er des Rates, der ihm in Newport von seinem jüdischen Herrn vor seiner Abreise nach Afrika gegeben wurde: „Gieße so viel Wasser in den Rum, als du nur kannst!“ Der Negerhäuptling wurde also auf diese Weise von den Newporter Juden noch ein zweitesmal betrogen!
Das nächste war, daß der Kapitän den gekauften Negersklaven die Haare vom Kopfe schor. Dann wurden sie festgebunden und ihnen im Rücken oder an der Hüfte mit einem glühenden Eisen das Eigentumszeichen des Käufers eingebrannt. Von nun an war der Negersklave Eigentum des jüdischen Käufers. Flüchtete er, so wußte man, wem er gehörte. War auch diese Prozedur beendet, dann folgte ein sogenanntes „Abschiedsfest“. Es kam vor, daß ganze Familien aus dem Innern des Landes zur Küste gebracht und dann durch die Käufer getrennt wurden. Der Vater ging mit dem einen Schiff, die Söhne und Töchter mit einem anderen. Freudvoll waren also diese „Abschiedsfeste“ sicherlich nicht.
Am nächsten Tage begann dann der Transport von Land an Bord. In Ruderbooten wurden je vier bis sechs Neger zum Schiff gebracht. Nun wussten aber die Sklavenhändler, daß der Neger sehr an seinem Boden hing, seine afrikanische Heimat über alles liebte und unter äußerstem Zwang dazu gebracht werden konnte, sie zu verlassen. Manche Neger konnten sich während der Fahrt zum Schiff befreien und sprangen ins Wasser. Doch sorgten Aufseher, die sich scharfe Hunde hielten, daß die Flüchtlinge bald wieder eingefangen wurden. Andere Neger, die von den Hunden nicht geschnappt wurden, zogen lieber den Tod durch Ertrinken vor. Was lebend an Bord kam, wurde sofort ausgezogen. Hier bot sich den Negern zuweilen noch Gelegenheit, über Bord zu springen, einen letzten Versuch zu machen, wieder an Land und in Freiheit zu kommen. Doch kannten dann die Sklavenhändler kein Mitleid. Es lag ihnen daran, die Ladung schwarzer Fracht möglichst ohne Verluste nach Amerika zu bringen, darum schlug man, wurde ein Flüchtling wieder eingefangen, vor den Augen der übrigen Neger, ihm beide Beine ab, und stellte so die „Ruhe“ wieder her. An Bord wurden dann die Neger in drei Gruppen geteilt. Die Männer kamen in einen Teil des unteren Schiffsraumes. Die Frauen in einen anderen, wobei der lüsterne Kapitän schon dafür sorgte, daß die schönsten der jungen Negerinnen in einem vorher bestimmten, leicht erreichbaren Teil des Unterraumes verstaut wurden..... Die Kinder blieben jedoch an Deck und man warf ein Tuch über sie, wenn es schlechtes Wetter gab. Dann trat das Sklavenschiff seine Reise nach Amerika an.
Die Schiffe waren meist zu klein und überhaupt für den Menschentransport nicht geeignet. Sie wären auch für Vieh nicht zugänglich gewesen, dem die Negersklaven ja gleichgestellt waren. In einem Raume, nur etwa einen Meter hoch, wurden diese unglücklichen Geschöpfe in horizontaler Lage, eng aneinander gepresst, hineingeschoben. Meist waren sie noch zusammengekettet. In dieser Lage mußten sie drei Monate bleiben, bis die Reise zu Ende war. Nur selten gab es mitleidige Kapitäne, die noch so viel menschliches Gefühl für diese erbarmungswürdigen Kreaturen hatten, daß sie sie während der Reise in kleinen Gruppen an die Luft ließen. Doch hielten die Neger sehr viel aus. Sehr vereinzelt nur kamen unter ihnen Wahnsinnsausbrüche vor, in denen sie ihre eng sie gepressten Nachbarn töteten. Zerfleischen konnte ihn der Wahnsinnige nicht, denn allen Sklaven wurden bei Antritt der Reise die Fingernägel kurz geschnitten. Oft fanden unter den Männern die grauenhaftesten Kämpfe wegen einiger Zentimeter Raum für ein etwas bequemeres Liegen statt. Doch griff dann der Sklavenaufseher mit seiner Nilpferdpeitsche rechtzeitig ein. Wie unvorstellbar entsetzlich der menschliche Unrat war, in dem die Sklaven die Reise durchmachen mußten, lässt sich überhaupt nicht beschreiben. Im Frauenraum war es nicht anders. Mütter brachten Kinder zur Welt, während sie dich aneinander gepfercht liegen mußten. Die jungen Negerinnen wurden während der Reise meist vom Kapitän und der Mannschaft vergewaltigt, sodaß bald nach ihrer Ankunft in Amerika eine neue Generation von Mulatten entstand.
In Virginia oder in einer anderen der südlichen Hafenstädte angekommen, wurden die Sklaven an Land gebracht und gleich verkauft. Eine regelrechte Auktion wurde veranstaltet, die nach ähnlichen Methoden ablief wie der Ankauf in Afrika. Der Meistbietende erhielt schließlich die „Ware“. Es kam allerdings oft vor – schon die furchtbare Unsauberkeit sorgte dafür – daß Schwarze während der Überfahrt von Afrika nach Amerika erkrankten. Diese waren dann meistens arbeitsunfähig. In solchen Fällen schlug sie der Kapitän zu jedem Preis los. Sehr selten gelang dies aber, denn niemand wollte kranke Neger kaufen. Daher ist es nicht erstaunlich, daß hier jüdische Winkelärzte einen guten Verdienst witterten, der zudem keinen Einsatz erforderte. Sie kauften die kranken Neger spottbillig auf, machten sie wieder gesund und setzten sie dann zum vollen Preis ab.
Zuweilen kam es auch vor, daß der Kapitän seine menschliche „Ware“ nicht restlos absetzen konnte, daß zwei oder drei, manchmal mehr, manchmal weniger, übrig blieben, die den Interessenten nicht gefielen oder aus irgendwelchen anderen Gründen nicht gekauft wurden. Diese „Restbestände“ nahm dann der Kapitän mit nach Newport, wo sie billig an dort ansässige Juden als Hausgehilfen abgegeben wurden. Zuweilen übernahm sie auch der Besitzer der Schiffe. So kam es, daß die Stadt Newport und ihre Umgebung im Jahre 1756 bereits 4697 schwarze Sklaven zählte.
Weiter nördlich breitete sich die Sklaverei jedoch nicht aus. Überhaupt war in zahlreichen nordamerikanischen Kolonien die Sklaverei anfangs streng verboten. Von Georgia war bereits die Rede. Ähnlich lagen die Dinge auch in Philadelphia. Und wieder waren es die Juden, die ein bestehendes Verbot so zu durchlöchern wussten, daß der Abschluß des der Freiheit gewidmeten Revolutionskrieges auch den Sklavenhandel freigab. Man braucht nur zu lesen, welche Personen es waren, die in Philadelphia durch fortgesetzte Eingaben an die Behörden verlangten, daß das Verbot des Sklavenhandels aufgehoben werde: Die Juden Sandiford, Lay, Woolman und Benezet, - - dann weiß man Bescheid!
Doch kehren wir zum Sklavenschiff „Abigail“ zurück. Sein Kapitän – das lesen wir in seinen Schiffsbüchern – machte mit seinen Afrikareisen ein sehr schönes Geschäft. Er verkaufte in Virginia seine sämtlichen Neger, kaufte mit einem Teil der daraus erzielten Einnahmen Tabak, Reis, Zucker und Baumwolle und fuhr dann nach Newport weiter, wo er die in Virginia eingekauften Waren absetzte. Aus Kapitän Freemans Büchern ersehen wir, daß die „Abigail“ ein kleines Schiff war, und daß die Ladung Negersklaven, die es aus Afrika mitnahm, „nur“ 56 Köpfe zählte. Dennoch erzielte der Kapitän aus dieser Fahrt einen Reingewinn von 6621 Dollar, die er dem Eigner des Schiffes, Aaron Lopez, abliefern konnte. Dagegen hatten Schiffe, wie etwa die „La Fortuna“, „Jacob“, „Hannah“, „Sally“ oder die „Venus“ wesentlich höhere Einnahmen. Die „La Fortuna“ z.B. transportierte auf jeder Reise durchschnittlich 217 Sklaven. Der Reingewinn einer einzigen solchen Afrikareise betrug nicht weniger als 41 438 Dollar.
Wenn man sich vor Augen hält, daß die Juden von Newport zeitweilig allein annähernd 300 Sklavenschiffe hatten, die in einem ständigen Kreislauf das Dreieck Newport – Afrika – Charleston (Virginia) befuhren – und dies fast ohne jede Unterbrechung – dann erst kann man sich einen Begriff von dem ungeheuren Gewinn machen, der den jüdischen Schiffsbesitzern zufloß. Ja, die Juden geben selbst zu, daß von jenen etwa 600 Schiffen, die von Newport aus in alle Welt hinausfuhren, ungefähr die Hälfte „auch nach Afrika“ fuhr. Wir wissen, was jene Schiffe, die „auch nach Afrika“ fuhren, dort suchten!
Daß Aaron Lopez mehr als die Hälfte des gesamten Handels der Kolonie Rhode Island (mit Newport) in seiner Gewalt hatte, ist bekannt. Dies räumt sogar der bekannte Rabbiner Morris A. Gutstein in seinem Buche „The Story of the Jews in Newport“ ein, wenngleich er behauptet, daß die Juden mit dem Sklavenhandel nichts zu tun hatten. „Nirgends ist der Beweis erbracht, daß Juden sich im Sklavenhandel betätigten“, sagt der Rabbiner Gutstein.
Es scheint deshalb angebracht zu sein, die Bedeutung der Juden im amerikanischen Sklavenhandel einmal unter untrüglichen Beweis zu stellen. Dies umso mehr, als uns der Rabbiner Morris A. Gutstein erzählt, wie sie „wohltätige“ Stiftungen machten und wie „segensreich“ sich ihr Aufenthalt in Newport für diese Stadt ausgewirkt habe, daß dagegen kein amerikanischer Jude jemals Sklavenhändler war. Nun wird uns Morris A. Gutstein gestatten müssen, daß wir seine Behauptung widerlegen, und daß wir jenen Beweis für die Betätigung der Juden im Sklavenhandel, den er nirgendwo zu finden vermochte, erstmalig hier erbringen.
Aus einem Bericht der „Colony Rhode Island“ an die Handelskammer aus dem Jahre 1764 erfahren wir zum Beispiel, daß im Jahre 1723 „einige Kaufleute“ in Newport zuerst auf den Gedanken kamen, ihren in Newport erzeugten Rum an die afrikanische Küste zu schicken. Alsbald hatte sich dieser Rumhandel so weit entwickelt, daß schon nach wenigen Jahren der Export „einige tausend Schweinsköpfe (Hogshead – englisches Flüssigkeitsmaß = 286,246 l.) Rum jährlich“ beträgt. Welchen Zwecken diente nun dieser Rum? Darüber gibt uns nun das „Carnegie Institute“ in Washington D. C. in seinen im Jahre 1932 erschienenen Veröffentlichungen authentischer Dokumente betitelt „Documents Illustrative of the History of the Slave Trade to America“ genauestens Aufschluß. Aus dieser einzigartigen Sammlung von Originaldokumenten wollen wir nun einige Tatsachen belegen und näher betrachten, und zwar nicht nur aus dem Grunde, um den mehrmals erwähnten Rabbiner Morris A. Gutstein des „Irrtums“ zu überführen. In dieser Sammlung des ersten amerikanischen wissenschaftlichen Institutes betrachten wir einmal das Kapitel „Rhode Island“, das den Hauptteil der Dokumentenveröffentlichung über den Sklavenhandel ausmacht.
Hier stellen wir zunächst fest, daß sich unter den Empfängern der zahlreichen Frachtbriefe, den Briefen der Sklavenhändler, sowie deren schriftlichen Mitteilungen an die Schiffskapitäne etwa 75% Juden befinden, die in Newport ihren Wohnsitz hatten. Unter diesen finden wir z.B. den Juden Isaac Elizer. Er schreibt am 6. Februar 1763 an den Kapitän Christopher Champlin, er möge „eine Ladung Sklaven in Vertretung“ übernehmen. Dann folgen die Juden Abraham Pereira Mendes, einer der größten Sklavenhändler, Jacob Rod. Rivera – der Schwiegervater Aaron Lopez – ferner natürlich Aaron Lopez selbst und viele andere Juden mehr. Doch weil wir Aaron Lopez schon einige Betrachtungen gewidmet haben und weil es der Umfang dieses Buches nicht gestattet, alle Schreiber von Sklavenhandelskorrespondenz, ihre Namen und die auf sie bezughabenden Daten anzuführen – besonders Interessierte wollen die Veröffentlichungen des „Carnegie Institute“ selbst studieren – wollen wir bei Aaron Lopez verweilen. Wir wollen sehen, womit sich dieser Jude in der Hauptsache beschäftigte. Dies auch aus dem Grunde, weil der Rabbiner Morris A. Gutstein von ihm behauptet, er sei ein „edelmütiger, vornehmer und feiner Bürger Newports“ gewesen, der so viel Gutes tat und der sogar „wohltätige Stiftungen“ gemacht habe, daß dagegen kein Jude jemals mit Sklaven gehandelt habe.
In einer großen Anzahl vom „Carnegie Institute“ veröffentlichter Originalschreiben wird einwandfrei bewiesen, daß Aaron Lopez einen riesigen Handel mit Rum nach der afrikanischen Küste betrieb und diesen Rum dort gegen Sklaven austauschte. So wird dieser unumstößliche Beweis erbracht in folgenden Schreiben: Am 22. Juni 1764, Brief
des Kapitäns William Stead an Aaron Lopez.
Außerdem liegt auch eine ähnliche Aufstellung von Briefen des Aaron Lopez im Original vor, die er an die Kapitäne Henry Cruger, David Mill, Henry White, Thomas Dolbeare und William Moore richtete. Ja, ein Brief des Kapitäns William Moore an Aaron Lopez & Company ist ganz besonders aufschlussreich und daher einer besonderen Erwähnung wert. Wir wollen den hauptsächlichen Inhalt des Briefes wiedergeben, den Kapitän Moore schreibt: „Teile Ihnen mit, daß Ihr Schiff „Ann“ hier vorgestern Abend von der Kapküste ankam mit 112 Sklaven, bestehend aus 35 Männern, 16 großen Jungen, 21 kleinen Jungen, 29 Frauen, 2 großen Mädchen, 9 kleinen Mädchen, und ich versichere Ihnen, sie ist eine Rum-Fracht (Rum gegen Sklaven! Der Verf.), wie ich sie bisher besser noch niemals sah, denn im ganzen Posten sind höchstens 5, gegen die man Einwände erheben könnte.“ Dieser Brief ist vom 27. November 1774 datiert. Werden die amerikanischen Rabbiner und jüdischen Geschichtsschreiber jetzt noch die Unverfrorenheit besitzen zu behaupten, daß „nirgends der Beweis erbracht sei, daß Juden sich im Sklavenhandel betätigten?“
Wir sind aber mit unseren Auszügen aus der dankenswerten Dokumentensammlung des „Carnegie Institute“ noch nicht zu Ende, auch wenn wir nur einen geringfügigen Teil wegen Raummangels in diesem Rahmen wiederzugeben in der Lage sind.
Am 29. November 1767 schrieb der Jude Abraham Pereira Mendes – er war offenbar von seinem Rassegenossen Aaron Lopez betrogen worden – aus Charleston, wohin er gefahren war, um die schwarze Fracht besser kontrollieren zu können, an Aaron Lopez nach Newport: „Die Neger, die der Kapitän Abraham All mir lieferte, waren als Folge, daß sie in einem zu kleinen Schiff transportiert wurden, in einem so schlechten Zustand, daß ich gezwungen war, 8 Jungen und Mädchen für nur 27 Pfund, 2 weitere für 45 Pfund und 2 Frauen für nur je 35 Pfund zu verkaufen.“ Abraham Pereira Mendes war sehr verärgert und aus seinem Brief geht hervor, daß er Aaron Lopez heftige Vorwürfe darüber machte, von diesem „betrogen“ worden zu sein. Man wird aus diesem Briefe ferner ersehen dürfen, daß der „edelmütige, vornehme und feine Bürger Newports“, Aaron Lopez, von einer unersättlichen Geldgier beherrscht war. Diese trieb das „edelmütige“ Vorbild des Rabbiners Morris A. Gutstein dazu an, den Menschenhandel mit den verwerflichen Methoden zu betreiben. Schlimmer als das Vieh wurden diese armseligen schwarzen Geschöpfe auf Befehl von Aaron Lopez zusammengepfercht und unter unmenschlichen Verhältnissen übers Meer transportiert, nur damit sein Reingewinn größer wurde. Neger waren eben für ihn nur Ware.
In allen Briefen, die das „Carnegie Institute“ im Original veröffentlichte, fällt besonders auf, daß für die armen Negersklaven alle menschlichen Gefühle fehlten. Dieser Mangel jeden Gefühls, jeden Mitleids für die gepeinigten und armseligen Schwarzen bei ihren jüdischen Händlern geht vielleicht noch krasser aus den Eintragungen in ein Tagebuch hervor, das der Kapitän des Aaron Lopez gehörenden Schiffes „Othello“ führte. Diese Eintragungen betreffen eine Reise von der afrikanischen Küste nach Charleston. Und es sind authentische Dokumente, die das „Cargenie Institute“ in Washington D. C. einer amerikanischen Öffentlichkeit übergab, die wohl durch eine geschickte Organisation bisher davon wenig oder gar nichts erfuhr. Wir sind jedenfalls nirgendwo weiteren Veröffentlichungen in Büchern oder Zeitungen begegnet. Es ist daher auch nicht verwunderlich, daß die Tatsache der führenden Beteiligung des amerikanischen Judentums am Sklavenhandel, die man fast als lückenloses Monopol bezeichnen konnte, den intelligenten und gebildeten Schichten des nichtjüdischen Amerikanertums bisher völlig unbekannt geblieben ist, ebenso der großen Masse der nichtjüdischen Bevölkerung Amerikas und der ganzen übrigen Welt. Jene aber, die davon Kenntnis besaßen, hatten gleichzeitig alle Ursache, davon peinlich zu schweigen.
Der Kapitän des „Othello“ machte u.a. in sein Tagebuch folgende Eintragungen:
Mehr als fünf Monate also war dieses Schiff unterwegs. Welch furchtbares und unsagbares Leid mögen diese Schwarzen, die mit brutaler Gewalt aus ihren friedlichen afrikanischen Hütten gerissen, wie das Vieh verkauft und unter Druck zusammengepfercht wurden, in dieser Zeit der Überfahrt gelitten haben! Kein Wunder also, daß zwölf von ihnen starben, ehe sie, die für ein paar Dollar gekauft wurden, für 2000 Dollar versteigert werden konnten.
Manchen Negern gelang es jedoch, durch einen Aufstand das eine und andere Schiff in ihre Gewalt zu bekommen. In diesem Falle wurde es gewendet und ging mit vollen Segeln wieder in die afrikanische Heimat. Die Besatzung des Sklavenschiffes „Three Friends“ z.B. peinigte ihre schwarze Fracht derart, daß die Neger einen blutigen Aufstand entfesselten. Sie töteten den Kapitän und alle Matrosen bis auf einen Schiffsjungen und warfen die Toten über Bord. Dann brachten sie das Schiff nach Afrika zurück, wo sie ihre knapp zuvor verlorene Freiheit wieder gewannen. Ein ähnliches Schicksal wurde dem Sklavenschiff „Amistad“ bereitet. Unter den schwarzen Sklaven befand sich der Sohn eines von einem feindlichen Stamm gefangenen Häuptlings. Als sich das Sklavenschiff auf dem Ozean befand, verschwor er sich mit seinen Artgenossen, um die Schiffsbesatzung zu überfallen. Nach einem blutigen Kampf gelang es ihnen, den Kapitän gefangen zu nehmen. Der Negerprinz zwang ihn, umzukehren und sie nach Afrika zurückzubringen. Doch nur tagsüber steuerte der Kapitän in Richtung Afrika. Abends drehte er das Schiff wieder und fuhr so in einem Zickzackkurs monatelang dahin, bis es dicht an der amerikanischen Küste von einem Regierungsschiff aufgebracht wurde. Es war dies bereits im Jahre 1839 und der Übersee-Sklavenhandel war damals schon verboten. Die Negersklaven wurden freigelassen und der Kapitän bestraft. Ganz ungefährlich war also eine solche Seereise mit schwarzer Sklavenfracht nicht. Aus diesem Grunde ist es auch verständlich, warum sich die jüdischen Sklavenhändler hauptsächlich nichtjüdischer Kapitäne bedienten. Die Sklavenhändler saßen lieber wohlbehalten in ihren Kontoren und strichen nach jeder Reise einen fetten Gewinn ein, wie Aaron Lopez, der seinen Nachkommen, als er starb, eines der größten bisher in Neu-England erworbenen Vermögen hinterließ.
(Quelle: Auszug aus dem Buch „Das Judentum entdeckt Amerika“ von Othmar Krainz, 1938) Lesen Sie auch: Wer führte die amerikanischen Sklavenhandel ein?
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