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Die Geschichte der Präsentation der H.-These von 1900 bis 2007
„Angeklagter, glauben Sie jetzt an den Holocaust?“ das war die erste und auch die einzige Frage eines BRD-Richters in einer Berufungssache gegen einen Mann, der angeblich Zweifel an der regierungsamtlichen Darstellung der Behandlung der Häftlinge in den deutschen Arbeitslagern der Kriegszeit geäußert hatte. Als der Angeklagte vorsichtig ausweichend antwortete, wurde er kurzerhand verurteilt. Die strengen Gesetze gegen das Bestreiten der H.-These in etlichen europäischen Staaten sehen Gefängnisstrafen bis zu 20 Jahren vor; zudem werden nach dem Instrument des „Euro-Haftbefehls“ Verdächtige ohne lange Prüfung auch von solchen Staaten an Verfolger ausgeliefert, in denen die „Leugner“-Gesetze nicht gelten. Vor kurzem wurde ein deutscher Politiker (Axel Reitz) für Jahre hinter Gitter geschickt, weil er wortwörtlich Passagen aus dem Alten Testament zitiert hatte, die als geeignet betrachtet wurden, die alten Hebräer in einem ungünstigen Licht darzustellen.
In vielen Ländern Europas ist demnach eine unvoreingenommene Analyse der historischen Thesen über die deutschen Arbeitslager nur möglich, wenn der betreffende Wissenschaftler als Privatgelehrter auf eigene Kosten und ohne jede staatliche Beihilfe arbeitet. Dazu setzt er noch seine Freiheit, seinen Ruf, seine Gesundheit, seine Familie und seine gesamte Existenz aufs Spiel. Mordversuche gegen „Revisionisten“ sind keine Ausnahme, viele Menschen sind unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen, die „zu viel wußten“. Es muß als ein großes geistiges Ereignis gewertet werden, daß trotz dieser Zustände so viele Menschen aus verschiedenen Völkern und Staaten, von verschiedenem Herkommen und verschiedener Ausbildung, mit unterschiedlichen politischen Ansichten und verschiedener Religion sich dieser Aufgabe gestellt haben.
Geschichte ist eine Wissenschaft. Deshalb sollten historische Thesen nicht einfach „geglaubt“ oder „nicht geglaubt“, sondern durch wissenschaftliche Argumente verifiziert oder widerlegt werden. Ich spreche zu Ihnen als Wissenschaftler, ein Märtyrer bin ich allerdings nicht. Deshalb werde ich Ihnen keinesfalls Thesen vermitteln, die vermuten lassen, ich könnte die regierungsamtliche Version der Ereignisse bezweifeln. Statt dessen möchte ich Ihnen, sine ira et studio, Fakten zu der bereits weit über hundert Jahre alten Geschichte der „Holocaust“-Hypothese selbst präsentieren.
Läßt man die unterschiedlichen Gestalten an sich vorüberziehen, die die H.-These über die Jahre seit 1900 hin (als Hitler 11 Jahre alt war) angenommen hat, so ergibt sich ein nebelhaftes und verschwommenes Bild ohne feste Umrisse, fast wie das eines Dämons, der seiner Flasche entschwebt. Und darüber hinaus tritt uns nicht etwa ein einzelner geschlossener Vorgang „Holocaust“ entgegen; vielmehr wird seit 1900 über eine verwirrende Vielfalt erheblich voneinander abweichender Vorgänge berichtet, die so etwas wie ein Kontinuum in Raum, Details und Zeit fast bis zur Gegenwart darstellen.
Elemente der „Holocaust-These“ gehen auf archaische Mythen des Jahwe-Kultes zurück. Einer Prophezeiung nach würde Jahwe als Gottesgestalt jenes kriegerischen Wüstenstammes „ihr Land“ denen „zurückgeben“, die seinen Befehlen folgten, wenn erst 6 Millionen der Nachkommen der alten Hebräer „in Feuerofen umgekommen wären“. Dieser Mythos wird von jüdischen Wissenschaftlern allerdings als Folge eines Übersetzungsfehlers gesehen. Die zionistische Bewegung hat von diesem Mythos jedoch bereits seit ihren Gründertagen regen Gebrauch gemacht. Bereits im Jahre 1900 berichtete die N.Y. Times über einen Vortrag des einflußreichen Rabbi S. Wise anläßlich einer Geldsammelaktion der Zionisten: „…Es gibt 6 MILLIONEN lebendiger, bluttriefender, leidender Argumente für den Zionismus…!“ 1915 war im gleichen Blatt zu lesen von „…6 MILLIONEN Juden, die in der Kriegszone des WKI (durch das zaristische Rußland, der Übers.) in Lebensgefahr schwebten, und die dem äußersten Unglück und dem Elend ausgeliefert …“ wären. 1916 wurde ein Buch (Auflage 25.000) an die Spitzen der militärischen Hierarchie und des politischen Machtapparates der USA verteilt, Titel: „Die Juden im Frontgebiet des Ostens“. Dort wurde behauptet, das zaristische Rußland habe 6 MILLIONEN Juden in einer Art riesigem Gefangenenlager konzentriert, bewacht durch eine Truppe brutaler und korrupter Wärter. Die Angaben über die Verfolger und die übrigen Umstände variierten, aber es gab eine Konstante in allen Berichten: Opfer waren 6 MILLIONEN Juden. Eine Ausnahme von dieser Regel stellte eine Ausgabe des „Daily Telegraph“ von 1916 dar, in der behauptet wurde, daß Österreich und Bulgarien (beide auf Seiten Deutschlands im WKI) einige 700,000 Juden in den Dorfkirchen Serbiens durch „…erstickende Gase und durch Erstechen mit Bajonetten…“ ermordet hätten. Bemerkenswert, daß dasselbe Blatt 26 Jahre später (1942) in einem weitgehend inhaltsgleichen Artikel berichtete: „ …Die Deutschen haben in Polen in mobilen Gaskammern 700.000 Juden ermordet, was wohl als das größte Massaker der Weltgeschichte…“ anzusehen sei.
Von 1917 bis 1927 wurde eine Vielzahl vergleichbarer Berichte in den verschiedensten Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, besonders in der N.Y. Times. Die Leser erfuhren von dem fast unglaublichen Elend und der Lebensgefahr von zumeist 6 MILLIONEN, gelegentlich auch 4 oder 5 MILLIONEN Juden. Es wurde vermutet, daß diese Kampagne durch die „Balfour declaration“ motiviert war der Sammlung von Geldmitteln für eine breite Auswanderung nach Palästina diente. Antijüdische Ausschreitungen in Polen führten zu dem dramatischen Protest von Dr. Joseph Tenenbaum, dem Vorsitzenden des „American Jewish Congress“ 1932: „Das jüdische Volk sieht sich in aller Welt einem Ausrottungskrieg gegenüber,…“. 1936 war es die Aufgabe der US „Peel commission“, nach schweren Gefechten zwischen einheimischen Arabern und jüdischen Milizen Friedenslösungen für Palästina zu erarbeiten. Vor dieser Kommission erklärte Chaim Weizmann emphatisch, „…6 MILLIONEN Juden müssen in Europa als Unerwünschte und in steter Gefahr wie in einem Gefängnis leben…“ Damals lebten bloß etwa 300.000 Juden (etwa 5% dieser Zahl) in Deutschland. Erst vor wenigen Jahren, 1991, beschuldigten offizielle jüdische Stellen den Irak, und zugleich Deutschland in US-Zeitschriften, sie hätten ein neues, sehr wirksames Todesgas entwickelt, „…das ZyclonB enthielte…“ (einen Feststoff!), das in neu entwickelten Gaskammern eingesetzt werden solle, um „…alle Juden“, „…6 MILLIONEN Juden…“ zu ermorden; sogar Abbildungen dieser angeblichen Gaskammern wurden in dem Artikel gezeigt: der 5., 6., oder siebente Holocaust“ für je 6 MILLIONEN Juden in diesem Jahrhundert.
Der „Holocaust“ von 1942/43 stellt deshalb lediglich ein Beispiel aus einer ganzen Reihe ähnlicher Beschuldigungen dar, allein, gerade dieser Holocaust muß von den Bürgern in mehreren europäischen Staaten bei Androhung strengster Strafen „geglaubt“ werden. Aber auch die Berichte über diesen Holocaust liegen uns in vielfachen Variationen und Versionen vor.
Wie hat sich die Struktur des Holocaustberichtes diesmal entwickelt? Es war 1941, als Berichte aus dem kommunistischen Widerstand in den KL’s über Massenmorde in Auschwitz die US-Regierung und den Vatikan erreichten. Als Waffe zur Ermordung wurde damals noch nicht ZyklonB angegeben, sondern eine ausgeklügelte Mordmaschine, ein Zwischending zwischen einem pneumatischen Hammer und einem Luftgewehr, aber auch elektrische Hochspannung in Bädern oder Kampfgas. Diese Anschuldigungen wurden allerdings von den Verantwortlichen in London und Washington vehement zurückgewiesen. Denn die Allierten waren über alle Ereignisse im deutschen Machtbereich wohlinformiert,; es lagen ihnen nicht alleine die Berichte von Dutzenden verschiedener Widerstandsgruppen (darunter jener der ranghöchsten Offiziere des Reiches) vor; die Geheimdienste hatten darüber hinaus auch den deutschen Funkcode gebrochen und verfolgten aufmerksam jeden Funkspruch zwischen den KL’s und dem Hauptquartier in Berlin. Dazu kamen geheime Berichte von Hunderten von Agenten im deutschen Machtbereich. Sogar aus dem Amtszimmer von Hitler selbst floß in breitem Strom Geheiminformation an die Dienste der Allierten. Der Vatikan verfügte über reiche Informationsquellen von Geistlichen in Polen und anderen Ländern im Osten. Zuletzt informierte auch das Rote Kreuz die Allierten über alle Vorkommnisse in den Lagern. Deshalb wurden die Anschuldigungen von den bestens informierten Verwaltungen der Westallierten als bloße Propaganda eingeordnet. Die Gerüchte wurden aber verstärkt verbreitet durch die sowjetische Maschinerie der kriegsbedingten Greuelpropaganda, ganz besonders nach der Aufdeckung der sowjetischen Massenmorde an polnischen Offizieren in Katyn. Nun erschienen solche Meldungen auch wieder in Zeitungen der Westmächte, erneut besonders in der N.Y. Times. Ein internes Rundschreiben des Präsidenten des „Joint Intelligence Comittee“ (Vereinigte Geheimdienste), Viktor Cavendish-Bentinck, wies zunächst jede Möglichkeit zurück, an den Berichten könnte irgend etwas Wahres sein. Allerdings widmeten die Westallierten diesen Behauptungen mit der Zeit mehr Aufmerksamkeit, nahmen das Gerücht auf und verbreiteten es ihrerseits, als beim Vorrücken ihrer sowjetischen Verbündeten sowjetische Greueltaten an der ostdeutschen Zivilbevölkerung allgemein bekannt wurden. Dies geht in voller Schärfe aus einem Brief einer Londoner Propagandastelle an einen sehr großen Kreis von Empfängern hervor: Sowjetische Greueltaten seien gemeldet und in Zukunft verstärkt zu erwarten, die Londoner Dienststelle habe in der Vergangenheit Gegenpropaganda verbreitet und wolle das auch in Zukunft tun. Es werde erwartet, daß alle Empfänger durch Weitergabe der Propaganda die Bemühungen unterstützten. Die ersten Berichte über einen Einsatz von ZyklonB zum Mord tauchten erst 1944 in einem offiziellen US-Papier auf und gründeten sich auf Aussagen von 4 oder 5 Personen, die angaben, sie wären Augenzeugen von Massenmorden durch ZyklonB in Auschwitz geworden. Allerdings war diese Version der H.-Hypothese lediglich eine unter Dutzenden. Zeugen berichten über Tötung von Tausenden von Juden in Sekunden durch Hochspannung auf riesigen, 7 km großen, unterirdischen Stahlplattformen. Sie berichten über Tötungen in Vakuumkammern, elektrischen Bädern, durch Chlorgas, Senfgas, Wasserdampf, Verbrennen lebender Menschen, nach dem Umbau eines Krematoriums in eine Gaskammer, durch Ertränken, Erschießen, den Aufenthalt auf Bergen ungelöschten Kalkes in Eisenbahnwaggons, durch Ersticken durch Gas aus Duscheköpfen oder aus Unterbodenquellen, oder, als Alternative, Vergiften durch Gas, das aus ZyklonB-Körnern entweicht, wobei eine Reihe verschiedener Methoden zum Einbringen der Körner in den Vergasungsraum beschrieben wird, durch Blutvergiftung infolge intravenöser Injektionen, durch Ersticken in Lastwagen oder Bussen, in die Auspuffgase geleitet worden seien, durch Handgranaten, kochendes Wasser, Dieselauspuffgase aus einem sowjetischen U-Bootmotor, durch tödliche Säuren, durch spurlose Vernichtung durch Sprengen mit Hilfe eines extra zu diesem Zweck entwickelten Sprengstoffes in einem extra für diesen Zweck erbauten Dorf, ja sogar durch eine deutsche Atombombe. Besonders teuflisch sei gewesen, daß alle diese verschiedenartigen Tötungen in der Art eines industriellen Verfahrens und eines bis ins Detail geplanten und zentral wohlorganisierten Mordplanes einer (unbekannt gebliebenen) Zentralstelle erfolgt seien, deren geheimste Befehle an die Zehntausenden von Ausführenden durch eine Art wortlose Verständigung und Telepathie weitergegeben worden seien. Auch die Todeszahlen, die in den verschiedenen Versionen und Variationen dieses wichtigen aus der langen Reihe von Holocausts im 20. Jahrhundert angegeben werden, differieren in einem staunenerregenden Ausmaß. Für die ersten Jahre der Evolution der These für den 1941/42 beschriebenen Holocaust war der Kronzeuge der SS-Hygieneoffizier Kurt Gerstein. Alleine von ihm stammen 6 völlig verschiedene Versionen, die höchste angegebene Opferzahl liegt bei 26 Millionen! Kurze Zeit nach seinem derart umfassenden „Geständnis“ verstarb der Offizier unter mysteriösen Umständen im allierten Gewahrsam. Als Nichtjude mag er von der speziellen Bedeutung der 6-MILLIONEN-Ziffer keine Kenntnis erlangt haben.
Nach schwerer Folter “gestand” der Kommandant von Auschwitz, Höß, daß während seiner Dienstzeit 2,5 Millionen Juden durch ZyklonB in Auschwitz ermordet worden seien. Diese Zahl wurde sodann auf 4 Millionen jüdische Opfer des Lagers Auschwitz erhöht, und auf diese Weise gelangte man zu der Gesamtzahl von 6 Millionen jüdischer NS-Opfer. Die andauernde Diskussion dieser Zahl durch revisionistische Autoren führte schließlich zu der offiziösen Annahme, in Auschwitz seien „bloß“ etwa eine Million Juden ermordet worden. Mit der Zeit wurde, auch von systemtreuen Autoren, auch diese Zahl immer von neuem nach unten revidiert, bis schließlich der Jude Fritjof Meyer die Vermutung von 356.000 Gaskammeropfern aufstellen und in der (systemtreuen, von Rita Süßmuth redigierten) Zeitschrift „Osteuropa“ veröffentlichen durfte. Alle diese Reduktionen änderten jedoch nichts an der „6-MILLIONEN-Ziffer“.
Es muß also eingeräumt werden, daß die einzelnen Versionen der Berichte über den speziellen „Holocaust 41/42“ so weitgehend voneinander abweichen, daß systemtreue Bürger des öfteren in ernste Zweifel geraten, welcher Version sie denn nun zu „glauben“ hätten. Ein Beispiel für dieses Dilemma liefert die offizielle Geschichte der Vorgänge in Majdanek. Im Nürnberger Verbrecherprozeß deklarierte das „Gericht“ es als erwiesen, daß dortselbst 1,7 MILLIONEN Juden durch Gas ermordet worden seien (IMT Nürnberg, Document USSR-93; VII, p. 214). Das offizielle und sacrosankte Organ der Majdanek- Gedenkstätte setzte mehrere verschiedene Zahlen dagegen, zuletzt eine Opferzahl von nur etwa 5 % der Nürnberger Zahlen. Ernst Zündel bestritt auch diese Zahl und wurde dafür mit 5 Jahren Haft bestraft. Allerdings hatte ihm ein BRD-Gericht (Landgericht Berlin, 8.5.1950, PKs 3/50) zuvor Recht gegeben, in Majdanek habe es keine Gaskammern zur Ermordung von Menschen gegeben. Dem widersprach ein anderes BRD-Gericht (Landgericht Düsseldorf, 30.6.1981, XVII-1/75 - S) und legte fest, in Majdanek seien Massenmorde durch Gaskammern erwiesen. Jede dieser Varianten muß geglaubt werden als „offenbare Wahrheit“, während die einzige Version, die sich auf gerichtsverwertbare forensische Tatsachen stützt, nicht geglaubt werden darf.
Am Ende des WKII versank das Deutsche Reich in Chaos und Koma. Millionen von Heimatlosen, Ausgebombten, Flüchtlingen, Vertriebenen und Fremdarbeitern vereinigten sich in einer tragischen Odyssee. Eine Erfassung der Zahl der Angehörigen einer einzelnen Ethnie war völlig unmöglich. Desungeachtet traten jüdische Stellen umgehend mit der Anklage hervor, nicht weniger als 6 MILLIONEN ihres Stammes würden vermißt und seien von deutschen Stellen ermordet worden. Später war jüdischen Statistiken zu entnehmen, daß sich die Volkszahl der Juden während des WKII kaum verändert habe. Erst nach 1950 verschwanden 6 MILLIONEN aus den jüdischen Statistiken. Wenn diesen Zahlenparaden Glauben geschenkt werden kann, erfolgte zwischen 1947 und 1952 wieder ein 6-MILLIONEN-Holocaust, diesmal von polnischen oder sowjetrussischen Stellen verschuldet. Bei der Annäherung der Front an das Gebiet von Auschwitz wurde den Häftlingen die Wahl freigestellt, im grimmigen Winter 1945 durch einen Fußmarsch unter Bewachung der SS gegen Westen sich den sowjetischen Truppen zu entziehen, oder unbewacht im Lager zu verbleiben und die sowjetischen Truppen zu erwarten. Die ganz überwiegende Mehrheit der Häftlinge entschied sich dafür, lieber mit den Deutschen abzurücken als den Truppen Stalins in die Hände zu fallen. Bei der Einnahme des nicht vollständig geräumten Lagers im Januar 1945, berichtete ein sowjetischer Reporter über das, was im Lager vorgefunden wurde und was die verbliebenen Häftlinge aussagten. Er berichtete zwar wie nebenbei über mörderische „Gaskammern“, ordnete sie allerdings völlig anderen Örtlichkeiten zu als spätere Autoren. Hingegen schilderte er breit ein „Fließband des Todes“, durch das Tausende von Juden in Sekunden ermordet worden seien, auf riesigen, 7 km umfassenden unterirdischen Stahlplattformen, die geflutet und unter Hochspannung gesetzt worden seien. Nach dem Sekundentod seien die Plattformen durch elektrischen Strom bis zur Weißglut erhitzt und auf diese Weise seien die Leichen Tausender spurlos und restlos in Rauch aufgegangen. Experten der Westallierten oder der Neutralen seien (im Gegensatz zu den Vorfällen in Katyn) nicht als Beobachter oder Untersucher zugelassen worden, wenigstens ist ein Bericht über eine derartige Untersuchung nicht überliefert.
Nun sollen die Berichte über die Entwicklung der Thesen berührt werden, wo sich die mörderischen Gaskammern denn befunden haben. In der ersten Phase (1946) hatte zu gelten, daß jedes KL eine „Gaskammer“ besessen habe, erste Berichte in der Lizenzpresse sprachen von tödlichem Gas, das aus Duscheköpfen geströmt sei. Beispielsweise gibt es sogar 20 (völlig unterschiedliche) Berichte darüber, wo die „Gaskammer“ in Dachau gewesen sei und welche Größe bzw. Grundriß sie aufgewiesen habe. Jede einzelne dieser widersprüchlichen Varianten ist durch Zeugen belegt, denen Glaubwürdigkeit zugebilligt wurde. Allerdings nahm Martin Broszat, der (jüdische) Mitarbeiter (später Direktor) des Instituts für Zeitgeschichte in einem aufsehenerregenden Brief diese Beschuldigungen vollkommen zurück. Auf dem Boden des Deutschen Reiches seien Gaskammern nicht nachweisbar, es habe solche Einrichtungen aber in den polnischen Lagern gegeben. Polen stand damals unter sowjetischer Kuratel, eine Nachprüfung dieser Angaben war somit unmöglich. Auf diese Weise löste sich der Widerspruch von 20 verschiedenen Gaskammerversionen auf, und zwar in dünne Luft, es wurde nicht mehr darüber gesprochen. Es gab keine Begründungen dafür, warum die Qualität und Glaubwürdigkeit der „Augenzeugen“ für Gaskammern in Lagern auf polnischem Boden der Qualität und Glaubwürdigkeit der „Augenzeugen“ für Gaskammern in Dachau und Buchenwald überlegen sein sollten. Allerdings gab es noch ein Nachspiel durch eine Phase drei der zeitgeschichtlichen Thesen, die allerdings mittlerweile durch eine Phase vier wieder entwertet wird. In der dritten, fundamentalistisch anmutenden Phase wurde im Widerspruch zu Martin Broszat die These vertreten, in den westlichen KL’s habe es doch Gaskammern gegeben, wenn auch bloß kleine. Im Jahre 2002 gab der leitende Redakteur des „Spiegels“, Jude Fritjof Meyer, den Versuch vollends auf, im KL Auschwitz den Ort von Vergasungen (daran wollte er festhalten) festzustellen. Statt dessen schlug er (ohne sich um Beweisprobleme allzusehr zu bekümmern) vor, die Vergasungen könnten doch einige km vom Lager entfernt in zwei Bauernhäusern stattgefunden haben. Er nannte präzise Opferzahlen ohne eingehende Begründung, erklärte aber nicht, wie die Hunderttausenden von Leichen quer durchs Gelände kilometerweit bis zu den im Lager gelegenen Krematorien verbracht worden seien, ohne daß irgend jemand darüber berichtet habe.
Mittlerweise ist die Tendenz zu erkennen, von der Gaskammerbeschuldigung abzurücken, ohne jedoch den Hauptvorwurf (6 MILLIONEN Juden, Master plan, zentrale Planung, industriemäßige Ausrottung) fallen zu lassen. Statt dessen weicht der angegebene „Tatort“ noch weiter in die Weiten des Ostens zurück. Goldhagen nimmt mit großer Emphase und ohne Beweise an, der 6-MILLIONEN-Mord habe sich nicht vornehmlich in Lagern ereignet und auch nicht in Gaskammern, sondern irgendwo „im Osten“, an unzähligen namenlosen, unbeschriebenen Orten, in ungenannten Wäldern, kleinen Ghettos, den „Stetls“ des Ostens, irgendwann, irgendwie.
Es gibt jedoch noch eine weitere Version der Holocaust-These, ex negativo.
In den sehr umfangreichen und detailverliebten Memoirenbänden von Eisenhower, Churchill, Adenauer und anderen Spielern von Hauptrollen im Theater der Zeitgeschichte fehlt jeder Bezug auf einen Massenmord in Gaskammern und auch die Stimme des Vatikans bleibt stumm. Trotz öffentlicher Aufforderung zur Öffnung der Archive bleiben diese gerade für die entscheidenden Jahre gesperrt. Das Rote Kreuz hingegen hatte Zugang zu allen Lagern, seine Delegierten konnten frei und ohne Überwachung mit den Häftlingen sprechen. Die Organisation veröffentlichte 1948 einen umfangreichen und inhaltsreichen Bericht über die Zustände und Vorkommnisse in den Lagern des deutschen Machtbereiches, und dieser Bericht ist auch heute für jedermann zugänglich. Die Delegierten des ICRC fanden keinen wie immer gearteten Hinweis auf eine Ausrottungspolitik gegen Juden oder andere Minderheiten wie Kriminelle, Politische, Zigeuner oder Wehrdienstverweigerer. Auf keiner der 1600 Seiten wird so etwas wie eine „Gaskammer“ überhaupt erwähnt. Der Bericht stellt klar, daß die Inhaftierung der Juden rechtmäßig war, nämlich aus Gründen der Staatssicherheit, im Einklang mit den Grundsätzen der Militärkonvention von 1929 als feindliche Ausländer, auf Grund einer Reihe von Kriegserklärungen gegen Deutschland durch machtvolle internationale Organisationen der Judenheit. Genau diese Gründe waren auch von dem Widerstandskämpfer Admiral Canaris angeführt worden, der die Kennzeichnung (Judenstern) und die Deportation in Lager verlangt und durchgesetzt hat. Von Herbst 1943 bis Mai 1945 wurden 1,112.000 Hilfspakete mit einem Gesamtgewicht von 4.500 Tonnen an jüdische Lagerinsassen versandt, bei regelmäßiger Kontrolle der Lager und der Verteilung der Hilfslieferungen.
In dem Bericht wird die wahre Ursache jener Todesfälle beim Namen genannt, die sich ohne Zweifel in den letzten Monaten und Wochen des Krieges ereigneten: „…In der chaotischen Lage Deutschlands nach der Invasion erreichten in den letzten Kriegsmonaten Lebensmittellieferungen die Lager nicht mehr und der Hunger forderte eine steigende Zahl an Opfern. Alarmiert durch diese Situation informierte die Deutsche Regierung selbst schließlich, am 1.02.1945, das ICRC…. Im März 1945 (gab es) Gespräche zwischen dem Präsidenten des ICRC und General der SS Kaltenbrunner…. Zusätzliche Hilfsgüter konnten von diesem Zeitpunkt an durch das ICRC verteilt werden und ein Delegierter wurde jedem Lager als ständiger Beobachter zugeordnet“ (Vol. III, p. 83). Das Rote Kreuz stellte fest, daß Lebensmittellieferungen zu dieser Zeit wegen der allierten Bombardements der Transportwege zum Erliegen kamen; im Interesse der inhaftierten Juden hatte das ICRC bereits am 15. März 1944 protestiert: „…gegen die barbarische Luftkriegsführung der Allierten“.
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