Etwas zum Thema Indianervernichtung

 

  Der holländer Gouverneurs Peter Stuyvesant

 

Die zahlreichen einschränkenden Verbote des Gouverneurs Peter Stuyvesant (Gouverneur von Neu-Amsterdam; heute Neu-York), die von der nachfolgenden englischen Herrschaft bekanntlich übernommen wurden, machten es den Juden zunächst schwer, in das Wirtschaftsleben der Kolonisten Eingang zu finden.  Sie mussten sich daher nach einem anderen Betätigungsfeld umsehen.  Und dieses fanden sie bald in jenen Gebieten, die von den Indianern beherrscht wurden.  Die von Peter Stuyvesant erlassenen Gesetze, so streng und unerbittlich sie waren, hatten es übersehen, Bestimmungen zu erlassen, die auch die Indianer vor den Juden schützen sollten.  Es war ihnen nicht ausdrücklich untersagt, mit den Indianern Handel zu treiben.  So fanden sie hier die Möglichkeit sich zu entfalten.

 

Sie bedurften nicht allzu langer Zeit, um herauszufinden, dass der Handel mit den Indianern nicht schwierig war.  Wie alle unverdorbenen Naturvölker waren die Indianer einfältig und leichtgläubig und daher leicht zu übervorteilen.  Erfahrungsgemäß bildeten und bilden solche Völker immer die einträglichste Kundschaft der Juden.

 

Bunte, wertlose Glasperlen, billigste Textilwaren, Ohrringe, Armbänder, allerlei Blechschmuck usw. wurden gegen die kostbarsten und seltensten Felle eingetauscht.  Von ihrer Verwandtschaft in Europa bekamen die amerikanischen Juden den wertlosen Kram und an sie verfrachteten sie die vielen wertvollen Pelze, die den Juden alsbald eine hervorragende Stellung im Weltpelzhandel sicherten.

 

Der allererste, der auf diesen höchst einträglichen Gedanken kam, war der Jude Hayman Levy.  Er verstand es meisterhaft, die Indianer zu täuschen und ihnen nur das Allerwertvollste abzunehmen.

 

Einer der nichtjüdischen Angestellten des Hayman Levy war John Jacob Astor, der für einen Dollar am Tag so lange Pelze klopfte, bis er sich selbstständig machen konnte.  Es ist bekannt, dass sich Astor als reeller Kaufmann auf Handelsmethoden einrichtete, die den Indianern, die in den verschiedensten Gebieten bereits zunehmend zivilisiert wurden, landwirtschaftliche Geräte und Kleider verschafften, sowie bessere Waffen und Fangeisen zum Erlegen der Pelztiere und andere notwendige Gebrauchsgegenstände.  Astors Handelsmethoden wurden im Vergleich zu jenen Hayman Levys und anderer jüdischer Pelzhändler als ehrlich gerühmt.  Er war von den Indianern als Kaufmann hochgeschätzt, der seine Partner niemals ausnützte oder mit der dem jüdischen Händler eigenen Methode rücksichtslos übervorteilte und ausbeutete.

 

Unter den Angestellten Hayman Levys befand sich auch der Jude Nicholas Low, der als Schreiber im Büro beschäftigt war.  Er kam bei dieser Beschäftigung in nähere Berührung mit den Indianern.  Bald hatte er sich über sie so weitgehend orientiert, dass er im Handel mit den Indianern einen ganz neuen Geschäftszweig einzugliedern vermochte: den Handel mit Rum!

 

Die Juden hatten sich in Newport allmählich eine führende Rolle im Rum-, Schnaps- und Likörhandel geschaffen.  Ihre 22 Schnapsfabriken begannen den Kolonisten, die bekanntlich Abstinenzler waren, bald eine höchst unerwünschte Rolle zu spielen.

 

Nicholas Low war es, der bald herausgefunden hatte, dass die Indianer, die bis dahin den Alkohol überhaupt nicht kannten, zu den größten Abnehmern von Schnaps und Rum „erzogen“ werden könnten.

Er begann damit, dass er jenen Indianern, mit denen er in persönliche Berührung kam, bei jeder Gelegenheit Rum schenkte.

 

Zuerst misstrauisch und vorsichtig, gewöhnten sich die Rothäute schnell an das neue Getränk, dem sie die Bezeichnung „Feuerwasser“ gaben, und schließlich waren sie davon nicht abzubringen.  Zur heimlichen Freude der jüdischen Schnapslieferanten verfiel ein Indianerstamm nach dem anderen diesem Laster.  So wurde aus einem edlen, stolzen Kriegervolk bald ein zügelloser Haufen wilder Säufer, die am Ende bereit waren, ihr letztes Hab und Gut herzugeben, nur um Rum zu bekommen, der ihnen von den Juden nun nicht mehr geschenkt, sondern zu hohen Preisen verkauft wurde.

Die jüdischen Alkoholdestillationen in Newport hatten sich einen Absatzmarkt geschaffen, wie sie ihn sich besser und einträglicher nicht vorstellen konnten.

 

Schon Benjamin Franklin beklagte sich oft und bitter über „diese unbefugten Handelsleute, die die Indianer und ihren Handel durch Rum und andere spirituose Getränke, auf die alle wilden Völker so begierig sind, an sich zu ziehen suchen.“

In einer seiner Schriften betont Franklin den völligen Mangel irgendwelcher Gesetze oder Vorschriften bezüglich des Handels mit den Indianern, der „bis jetzt gänzlich auf Ehre getrieben worden ist“.

 

Man braucht wohl kaum hinzuzufügen, wie es den Indianern gegangen sein mag....

 

In die von Indianern bewohnten Gebiete gingen von nun an ganze Karawanen, beladen mit Rum, die mit Zobel-, Otter-, Marder-, Hermelin- und anderen kostbaren Fellen zurückkamen.

 

So bauten Nicholas Low, wie auch sein früherer Chef, Hayman Levy, und ein anderer jüdischer Pelzhändler, Joseph Simon, einen Handel auf, der wesentlich dazu beitrug, das tragische Schicksal der nordamerikanischen Indianer zu besiegeln, den Juden aber unermesslichen Reichtum und wachsende Macht einbrachte.

 

Ganze Indianerstämme wurden durch den Rum zu ausgesprochenen Wahnsinnigen gemacht.  In diesem wilden, verantwortungslosen Zustand bekriegten sie sich erst gegenseitig.  Dann überfielen sie plötzlich Kolonistendörfer, verletzten die friedlichen Abkommen mit ihren weißen Nachbarn und brachen in ihrem sinnlosen Alkoholrausch blutige Überfälle vom Zaun, die dann wiederum bei den leidtragenden Kolonisten heftige Gegenwehr auslösten.  Das Ende waren regelrechte Ausrottungskriege der Kolonisten gegen diese durch Trunkenheit zur völligen Verantwortungslosigkeit getriebenen Indianerstämme, die noch wenige Jahre zuvor, ehe ihnen die Juden den Alkohol vermittelten, nach friedlichem Abkommen neben den Weißen lebten.  Der Jude Nicholas Low eröffnete mit seinem ersten, den Indianern gespendeten Fasse Newporter Rum eines der schmählichsten, gemeinsten und blutigsten Kapitel der amerikanischen Vorgeschichte.

 

 

(Quelle: „Das Judentum entdeckt Amerika“ von Othmar Krainz, Jahrg. 1938)