Wer führte die amerikanischen Sklavenhandel ein?

 

 

Amerika, wie jedes andere noch nicht erschlossene Gebiet auch, litt gleich nach den ersten Siedlungsanfängen großen Mangel an Arbeitskräften.  Unternehmer waren genug vorhanden, denn jeder Kolonist war einer.  Aber es fehlten die Menschen für die schwere Arbeit.  Anfangs schlug jeder Kolonist selbst die Bäume nieder, holte mühsam mit eigenen Händen die Wurzeln aus dem Boden, schleppte Felsblöcke von den Feldern und bestellte den Acker.  Doch alsbald wurden die Landgüter größer, sodaß immer mehr die Knechte und Mägde fehlten.

 

Mit zunehmender Besiedlung der südlichen Staaten der nordamerikanischen Union wuchs der Arbeitermangel ins Unermessliche.

In diesen Südstaaten lagen riesige, fruchtbare Flächen schwarzer Erde noch unerschlossen.  Sie warteten nur auf die Hände des Pflanzers, der sie zum Aufblühen bringen sollte.  Tabak, Reis, Zuckerrohr und Baumwolle benötigten große Felder zum Wachstum, sowie sorgfältige Pflege vieler fleißiger Hände, um zu gedeihen.  Die Plantagenbesitzer mußten bald einsehen, daß es ohne Arbeiter keinen Unternehmer geben kann.  Aber woher sollte man die Arbeitskräfte nehmen?

 

Zunächst bediente man sich der vielen mittellosen Europäer, die nach den amerikanischen Kolonien auswandern wollten, das erforderliche Reisegeld aber nicht besaßen.  Man schoß ihnen die Kosten der Fahrt vor und zwang sie für eine Zeit von fünf und mehr Jahren, das Geld als Arbeiter oder Aufseher in den Kolonien abzuarbeiten.  Doch das gab immer noch nicht genug Arbeiter, der Bedarf war zu groß.

 

Man öffnete in England die Gefängnisse und bot den verurteilten Sträflingen ihre Freiheit an, wenn sie sich verpflichteten, in den Kolonien eine bestimmte Anzahl von Jahren, je nach der Höhe ihrer Strafe, Arbeit zu leisten.  Viele dieser Insassen englischer Gefängnisse nahmen das Angebot an und wurden nach Amerika geschafft.  Doch auch diese Transporte reichten nicht einmal annähernd aus, den immer mehr anwachsenden Bedarf zu decken.

 

Später ging man dazu über, Kriegsgefangene als Fronknechte aus Europa nach Amerika zu verschiffen.  Unzählige auf dem Schlachtfeld  von Dunbar gefangene Schotten wurden auf diese Weise nach Amerika gebracht.  Royalistische Gefangene aus der Schlacht von Worcester gingen den gleichen Weg.  Ebenso wurden viele aufständische Katholiken, die sich gegen die englische Herrschaft auflehnten, zur Zwangsarbeit nach Amerika verschifft.  Um diese Zeit gingen auch viele verarmte Deutsche nach Pennsylvania, wo sie erst Zwangsarbeit verrichteten, bis sie sich ein selbständiges Dasein schaffen konnten.

 

Aber dieses System der Zubringung neuer Arbeitskräfte war sehr mangelhaft.  Sobald nämlich diese so nach Amerika gelangten Zwangsarbeiter ihre bestimmte Anzahl von Jahren abgedient hatten, wurden sie frei, erhielten in den meisten Fällen eine vollständige Ausrüstung und Werkzeuge und wurden dann gleichfalls Kolonisten.  Bald waren sie so weit, daß sie selbst Arbeitskräfte benötigten.

 

Dazu kam noch, daß sich die Europäer nicht für die Arbeit in den Südstaaten eigneten. Sie waren den besonderen Anforderungen des Landes nicht gewachsen.  Die riesigen, versumpften Gebiete, auf denen Reis wuchs, brüteten auch die gefährliche Malaria-Mosquito aus.  Das tropische Fieber holte sich aus den neuangekommenen Europäern zahlreiche Todesopfer.  Für andere wieder war die große Hitze unerträglich.

Besonders schlimm war dieser Zustand auf den Westindischen Inseln.  Dort hatten allerdings zahlreiche jüdische Plantagenbesitzer Neger aus Afrika kommen lassen, die sich sehr bewährten.

 

Nun kam man in Nordamerika gleichfalls auf diesen unglückseligen Gedanken, zusätzliche Arbeitskräfte aus anderen, südlicheren Erdteilen in das Land zu bringen.

Die Augen richteten sich nach Afrika, woher ja auch die Schwarzen der Westindischen Inseln kamen.  Und im Jahre 1619 brachte ein Schiff die ersten 20 Neger aus Afrika nach dem Staate Virginia.

 

Doch waren die Neger keine Sklaven.  Auch die folgenden Neger, die die Westindia Company danach nach Manhattan (einem Stadtgebiet des New York von heute), brachte keine Sklaven.  Sie waren wie ihre weißen Vorgänger Zwangsarbeiter, die nach einer bestimmten Anzahl von Jahren ihre volle Freiheit erhielten und sich als Kolonisten ansiedeln durften.

 

Doch die Direktoren in Holland und England, die über die Kolonien geboten und unter denen sich viele Juden befanden, trachteten nur nach Gewinn.  Sie waren Mitglieder von Aktiengesellschaften, die nur das eine Ziel hatten, aus Amerika herauszuholen, was möglich war.  Gesetze zum Schutz der weißen Rasse, sittliche oder moralische Bedenken hatten sie nicht.

 

Der neueingeführte schwarze Arbeiter war sofort gesucht und bevorzugt.  Schon sein Körperbau machte ihn für schwerste Arbeit wie geschaffen.  Er konnte jahraus, jahrein in den Sümpfen und dem nassen Schlamm der Reisfelder waten, die endlosen Tabakplantagen pflegen, ohne durch die brennende Glut der Sonne irgendwelchen Schaden zu erleiden.  Er war außerdem unempfindlich für Malaria und andere tropische Krankheiten.

 

Ungemein aufschlussreich ist hier zu wissen, daß von Anfang an die Negerarbeiter den Juden gleichgestellt waren.  Juden und Neger hatten keine bürgerlichen Ehrenrechte, beiden war so ziemlich alles gesetzlich verboten und verwehrt.  Neger und Juden waren anfänglich von der Gesellschaft der Kolonisten völlig ausgeschlossen.

 

Mit dem Erscheinen des schwarzen Arbeiters schien sich endlich eine Lösung des schwierigen Arbeiterproblems zu ergeben.  Man war bereit, die Neger zu sehr günstigen Bedingungen arbeiten zu lassen.  Die Zahl jener Jahre, die sie in Zwangsarbeit zu verbringen hatten, wurde genau festgelegt als Rückzahlung der Kosten der Reise.  Und das war ein durchaus gerechter Tausch.  Dem Neger ging es so in Amerika viel besser als in Afrika.  Nach fünf bis zehn Jahren war er ein freier Mann mit eigenem Grundbesitz, und seine Kinder kannten die Fronarbeit nicht mehr.

 

Als Antao Goncalvez die ersten Schwarzen als Kuriosität nach Portugal brachte, es war im Jahre 1441, da ahnte er wohl kaum, welch furchtbares Unglück er damit angerichtet hatte.  Er brachte sie in seine Heimat noch als Heiden, die zum Christentum bekehrt werden mußten.  Als dann Spanien dazu überging, viele dieser schwarzen Heiden nach den Westindischen Inseln als Zwangsarbeiter weiter zu verschicken – allerdings noch unter staatlicher Aufsicht – da wurden sie zuvor nach Spanien gebracht und – getauft!

 

Die spanische Regierung brauchte plötzlich dringend Geld.  Um zu diesen benötigten baren Mitteln zu kommen, übertrug sie die Erlaubnis, getaufte Neger aus Afrika nach den Westindischen Inseln verkaufen zu dürfen, einem privatem Unternehmen.  Das war neu!  Aber im Grunde tat sie nichts anderes, als daß sie gegen eine feste Entschädigung anderen überließ, was sie bisher selbst besorgt hatte, mit all den damaligen festgesetzten Einschränkungen, die bestimmten, daß Arbeitskräfte nur gegen angemessene Geldentschädigung in Gebiete befördert werden sollten, in denen sie dringend benötigt wurden.  Die Regierung übergab gewissermaßen nur eine Agentur oder eine Vertretung, ein Asiento, wie es genannt wurde.

 

Und hier machen wir die Bekanntschaft von zwei sogenannten deutschen Juden.  Die beiden hatten gute Beziehungen zum spanischen Hof und wussten, daß sich die spanische Regierung in Geldnot befand.  Auch dürfen wir annehmen, daß sie genauestens über die große Arbeiternot auf den Westindischen Inseln unterrichtet waren, denn auf diesen Inseln saßen zahlreiche jüdische Plantagenbesitzer und außerdem war der jüdische Nachrichtendienst schon damals weltumspannend.

 

Diese beiden Juden, Eynger und Sayller, die ein gutes Geschäft witterten, boten also der spanischen Regierung an, sie von ihrer Geldnot zu befreien, wenn man ihnen den Handel mit schwarzen Arbeitern ausliefern würde.  Nach einigem Zögern und nachdem sich die spanische Regierung durch genaue vertragliche Einschränkungen hinsichtlich der Verkaufspreise der Neger vergewisserte, daß aus dem Verkauf der Schwarzen kein wucherischer Handel werden würde, übergab man den beiden Juden am Ende des 15. Jahrhunderts gegen die Bezahlung von 20 000 Dukaten das Asiento.  Sie mußten sich verpflichten, keinen Neger für mehr als 40 Dukaten nach den Westindischen Inseln zu verkaufen.  Ähnliche Asientos vergaben später auch die Holländer und Engländer, um ihren Kolonien neue Arbeitskräfte zuzuführen.

 

Bis zum Jahre 1661 gab es also in den nordamerikanischen Kolonien keinerlei Sklaverei.  Auch war der Glaube der Kolonisten der Einführung von Sklaven entgegengesetzt.  Unter den Quäkern bestand sogar, als später die Sklaverei überall aufkam, ein geschriebenes Verbot dagegen.

 

Zum Beweise, wie die Kolonisten über die Sklaverei und den damit so eng verbundenen Rumhandel noch etwa 70 Jahre nach ihrer Einführung dachten, mag die Kolonie Georgia angeführt werden.  Sie wurde gegründet mit der ausdrücklichen Bestimmung, daß „Sklaven, Rum und Papisten“ in ihrem Gebiet verboten seien.  Nun wissen wir aber, daß Georgia gleich bei der Gründung einen jüdischen Bevölkerungsanteil von 30% hatte, der übrigens schon nach wenigen Jahren auf 50% stieg.

 

Wie erging es nun dem wackeren Begründer dieser Kolonie, General Ogelthorpe, in seinem fanatischen, gegen die Juden gerichteten Kampfe?

 

Die Juden zeigten, kaum daß ihnen großmütig der Eintritt in die Kolonie Georgia gewährt worden war, schon größte Unzufriedenheit mit den von Ogelthorpe erlassenen Gesetzen.  Auch sagte ihnen die schwere Arbeit nicht zu.  Sie wollten Handel treiben und zwar mit Sklaven und Rum, was entschieden weniger anstrengend war als die Seidenzucht und der Weinbau.  Um ihr Ziel zu erreichen, propagierten sie die Einführung der Selbstverwaltung, damit sie auf diese Weise die Gesetze abändern könnten.  Auch klagten sie fortgesetzt über das schlechte Wetter und den dürftigen Boden.  Beide seien angeblich höchst ungünstig für den Weinbau und die Seidenzucht.  Schließlich forderten sie sogar die Aufhebung des Verbotes gegen den Sklaven- und Rumhandel.   Aber General Ogelthorpe ließ sich dadurch nicht irre machen.  Er blieb bei seiner Überzeugung, daß mit Faulheit überhaupt nichts geleistet werden könne, und daß im Interesse der Aufrechterhaltung der sittlichen Grundlagen und der Moral in der Kolonie unter keinen Umständen schwarze Sklaven und Rum gehandelt werden dürften.  Beides betrachtete er als Gift für seine Kolonie.

Und als die Juden dann versuchten, durch Schleichhandel die strikten Verbote zu umgehen, wurden sie von Ogelthorpe und den übrigen Kolonisten aus Georgia vertrieben.

Darauf setzte nach bekanntem Muster, das sich bis auf den heutigen Tag erhalten hat, eine jüdische Hetzkampagne gegen den aufrechten General ein.  Die aus Georgia vertriebenen Juden hatten sich nach Charleston begeben, von wo aus sie ihre Beziehungen zu den jüdischen Direktoren der Gesellschaft in Holland spielen ließen.  Vor allem bezeichneten sie Ogelthorpe als unfähig und wiesen auf die großen Gewinne der benachbarten Kolonien hin, die durch Sklavenhandel erzielt wurden.    Da es den Direktoren der Westindia Company weniger auf Sittlichkeit und Moral ankam, als auf einen hohen Reingewinn, zwangen sie Ogelthorpe, seine Politik vollkommen zu ändern.  Kurz darauf wurden der Sklaven- und Rumhandel auch in Georgia erlaubt und diese Kolonie ging den Weg aller anderen südlichen Staaten.

 

Doch kehren wir zum Beginn der Sklaverei in Nordamerika zurück.  Wir wissen, daß der erste Jude, Jakob Barsimson, im Jahre 1654 im damaligen Neu-Amsterdam einwanderte, und daß ihm in den darauffolgenden Jahren eine Anzahl weiterer Juden folgte.  Diese siedelten sich in kleineren und größeren Gruppen entlang der ganzen damals bewohnten Ostküste an.  Unter anderen waren auch in Virginia bereits im Jahre 1660 Juden eingetroffen.

 

Was nun in dieser Zeit geschah, wird erst dann klar und verständlich, wenn man sich neuerlich einprägt, daß den Kolonisten Nordamerikas die Sklaverei weder bekannt noch ihrem Wesen nach vertraut war.  Sie hatten stets für sich selbst gearbeitet und für fremde Arbeit bezahlt.  Ein anderes Volk, welcher Hautfarbe immer, als von Gott zur Sklaverei bestimmt, passte nicht in ihre Religion und auch nicht zu ihrer Lebensanschauung.

 

Bei den Juden aber war dies anders, denn die Sklaverei kommt in der jüdischen Geschichte sehr frühzeitig, wahrscheinlich überhaupt das erste Mal vor, denn wir finden bereits jüdische Gesetze, die Sklaverei betreffend in Exodus 21 sowie in Isaiah 16:14 und Deteronomy 15:18 erwähnt.

 

Und wenn auch der letzte schriftliche Beweis über den ersten Sklaven und wer ihn einführte nicht auffindbar ist, so bleibt es doch aufschlussreich, daß die Neger, die vor dem Jahre 1661 in Amerika eingeführt wurden, keine Sklaven waren, daß man aber jene, die nach dem Beginne der jüdischen Einwanderung ankamen, zu Sklaven machte.

 

Im Jahre 1661, sieben Jahre später nachdem Jakob Barsimson in Neu-Amsterdam eintraf und kurz nachdem sich die ersten Juden in Virginia niedergelassen hatten, wurde in derselben Kolonie die Sklaverei zum ersten Mal gesetzlich anerkannt.  Die anderen Kolonien folgten Virginia sehr schnell, sodaß mit dem Jahre 1661 der freie schwarze Arbeiter in Amerika – bis auf jene, die schon frei waren – aufhörte zu existieren, und der schwarze Sklave aus Afrika sein trauriges Dasein begann.

 

Nun beweist uns die Geschichte einwandfrei, daß der allererste private Handel mit Schwarzen in Spanien von den beiden Juden Eynger und Sayller ins Leben gerufen wurde.  Und wir wissen, daß, ehe der erste Jude nach Nordamerika kam, es auf diesem Kontinent keinen schwarzen Sklaven gab.  Es ist daher gewiß keine kühne Behauptung, daß die Union es nur ihren eigenen Juden zu danken hat, daß der Handel mit schwarzen Sklaven dort entstand, besonders wenn man bedenkt, welch führende Rolle die Juden im Aufbau und der Verbreitung dieses Handels spielten, der schließlich zu einer so mächtigen Industrie wurde, daß er sogar bestimmend in die Politik der Union eingriff und schließlich den Bürgerkrieg hervorbrachte.

 

Die Annahme, daß die Engländer oder Holländer den Handel mit schwarzen Sklaven erfanden und Amerika damit verseuchten, ist durchaus ein Irrtum.  Ganz im Gegenteil beweist die Geschichte einwandfrei jedem, der sie in unverfälschter Form zu lesen bekommt – was heute durch die alles andere überwuchernde Produktion der jüdischen Geschichtsschreiber nicht so einfach ist – daß der amerikanische Jude es war, der den großangelegten Handel mit schwarzen Menschen erfand und ausbaute, ihn mit all seinen furchtbaren Begleiterscheinungen und unbeschreiblichen Grausamkeiten zu jener traurigen Blüte entwickelte, die er in Nordamerika erlebte und der in der gesamten Weltgeschichte einzig dasteht.

 

An erster Stelle aller Sklavenhändler standen die Juden in Newport!  Und an zweiter die Juden in Charleston!  Beide hatten mehr Sklavenschiffe im Betrieb, als alle anderen Länder zusammen gerechnet!  Und als der Sklavenhandel in England und Holland längst verboten war, beherrschten die Juden von Newport und Charleston den gesamten Menschenhandel!  Schließlich besaßen sie ein hundertprozentiges Sklavenhandelsmonopol.

 

 

(Quelle: Auszug aus dem Buch „Das Judentum entdeckt Amerika“ von Othmar Krainz, 1938)


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