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Der letzte Kriegsgefangene aus dem Zweiten Weltkrieg
Walter Reder, SS-Sturmbannführer, * 4. 2. 1915 im nordmährischen Freiwaldau, † am 26.4 1991 in Wien. 1934 Eintritt in das SS-Regiment „Deutschland“ 1936 Befördert zum Untersturmführer 1940 aktiv Teilnahme am Westfeldzug Ab 1941 im Osten eingesetzt, wo er mehrmals verwundet wurde
Am 29. Und 30. 9 1944 war er mit seiner Einheit im Rahmen eines Einsatzes gegen kommunistische Partisanen bei Marzabotto. südlich von Bologna, tätig.
Nach Kriegsende geriet er im Mai 1945 in US-Gefangenschaft, aus der er nach kurzer Zeit aber wieder entlassen wurde. Später verhafteten ihn aber US-Behörden wieder und lieferten ihn am 30.9 1947 an die Briten aus, die ihn im Mai an die Italiener auslieferten.
In Bologna wurde ihm vom 18.9 bis zum 31.10 1951 ein Schauprozeß gemacht, in dem man ihm vorwarf, während des Partisaneneinsatzes bei Marzabotto im September 1944 für die Erschießung von Zivilisten verantwortlich zu sein. Obwohl diese Behauptung haltlos war und nie bewiesen werden konnte, verurteilte ihn das italienische Gericht zu lebenslanger Haft und Degradierung. Auf Druck der internationalen Öffentlichkeit wurde das Urteil am 16.3 1954 revidiert und die Degradierung aufgehoben, doch blieb er bis zum 24.1 1985 in Haft Danach lebte er in Wien
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