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Kommandant das
alliierten Kriegsgefängnis Eugene K Bird:
Gorbatschow wollte
R. Hess freilassen, die Engländer brachten ihn aber vorher um!
Von Werner Baumann Eigentlich
müßte es im deutschen Blätterwald gewaltig rauschen. Denn dem englischen
Historiker Martin Allen sind Dokumentenfunde gelungen, die ohne
Übertreibung das Adjektiv "sensationell" verdienen. Sie lassen nicht nur
den Fall Rudolf Heß in neuem Licht erscheinen; sie weisen auch dem
britischen Premier Winston Churchill die Schuld dafür zu, daß sich der
1939 begonnene europäische Konflikt um Polen zum Zweiten Weltkrieg
ausweitete - mit mehr als 50 Millionen Toten.
Adolf Hitler Hitler
jedenfalls wollte schon 1940, obwohl damals noch auf der Siegerstraße,
einen auf Ausgleich beruhenden Friedensschluß. Diese Erkenntnis als solche
ist nicht neu. Martin Allen hat aber zweierlei entdeckt: zum einen, in
welch atemberaubendem Umfang die Berliner Reichsregierung zu Konzessionen
bereit war; zum anderen, mit welch perfiden Methoden Churchill die
Deutschen hinters Licht führte. Manches davon wirkt wie ein Vorgriff auf
den Irak-Betrug des Jahres 2003: die Behauptung, jemand bedrohe (mit gar
nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen) die ganze Welt,
obwohl der Betroffene in Wirklichkeit auf sämtlichen
diplomatischen Kanälen verzweifelt nach
Frieden sucht.
Demnach haben Churchill und eine kleine Gruppe von britischen Geheimdienstlern in den Jahren 1940/41 eine regelrechte "Friedensfalle" aufgestellt. "Mit Scheinverhandlungen wollten sie bei der deutschen Reichsregierung den Eindruck erwecken, es gebe eine große Zahl hochrangiger friedensbereiter Politiker in England", berichtet "n-tv". Aus Churchills Agentenzentrale wurde so getan, als übernähme die vorgegaukelte englische "Friedenspartei" alsbald die Macht in London, so daß Deutschland schon einmal der sowjetischen Bedrohung militärisch entgegentreten könne, ohne in einen Zwei-Fronten-Krieg hineinzuschliddern. Churchill Churchill wußte aus vielen Quellen von der deutschen Friedensbereitschaft gegenüber England. Hitler selber hatte sie am 19. Juli 1940 in einer Reichstagsrede bekundet. Allen fand nun heraus, daß der päpstliche Botschafter in Spanien als neutraler Mittelsmann im November 1940 konkrete Vorschläge aus Berlin an die britischen Regierung weitergeleitet hatte. Hitler war zu weitreichenden Zugeständnissen bereit: zum sofortigen Rückzug der deutschen Truppen aus Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark und Norwegen, zur Wiedergutmachung der entstandenen Schäden, zur Wiederherstellung eines souveränen polnischen Staates und zu umfassender gegenseitiger Abrüstung. "Erschreckender Plan" Doch der britische Premier wollte keinen Verhandlungsfrieden. Er hielt es mit seinem außenpolitischen Chefberater Robert Lord Vansittart (1881-1957), der im September 1940 an Außenminister Lord Halifax geschrieben hatte: "Der Feind ist das Deutsche Reich und nicht etwa der Nazismus, und diejenigen, die das bislang noch nicht begriffen haben, haben überhaupt nichts begriffen." Vansittart sprach sich für die völlige Vernichtung des Deutschen Reiches aus, weil es ein "Fluch" sei, der "seit 75 Jahren auf der Welt lastet" (Allen dokumentiert den kompletten Brief). Für Churchill kam nur eines in Betracht: den deutschen Friedenswillen zu nutzen, um Zeit für den Kriegseintritt der Sowjets und der Amerikaner zu gewinnen. Sogar Hugh Dalton (1887-1962), Minister in Churchills Kriegskabinett, war über die Hinterhältigkeit seines Premiers entsetzt: "Was Winston jetzt vorschlägt, ist ein wirklich erschreckender Plan, und ich bin mir nicht sicher, ob es mein Gewissen erlaubt, daran teilzunehmen. Ich war immer der Überzeugung, daß im Krieg auch Knochenkegeln gegen die Hunnen erlaubt ist. Aber ich glaube nicht, daß es moralisch gerechtfertigt ist, diesen Weg einzuschlagen, um zum angestrebten Ergebnis zu kommen." Dalton hatte begriffen, daß Churchill aus antideutschen Motiven den europäischen Regionalkonflikt zum Weltkrieg ausweiten und dafür Millionen von Menschen opfern wollte. Ernsthafte Verhandlungen mit Deutschland waren unerwünscht. Dalton überwarf sich deshalb mit dem Premier und schied aus dem Kabinett aus. Seine Kritik ging in die Akten ein, die Allen nun als erster entdeckte und auswertete. Der Opfergang des Rudolf Heß
Federführend bei Churchills "Friedensfalle" war eine kleine Spezialeinheit
des britischen Geheimdienstes, die unter der Bezeichnung "Special
Operation 1" (SO 1) in Woburn Abbey arbeitete. Sie schuf das Trugbild
einer Gruppe friedensbereiter englischer Politiker, bestärkte damit Hitler
in seinen anglophilen Illusionen und lockte Rudolf Heß am 10. Mai 1941
nach Schottland. Allen: "Es besteht kein Zweifel daran, daß Hitler vor
Heß' Abflug informiert war, denn beide hatten sich kurz zuvor noch
getroffen." Heß, der Hitlers absolutes Vertrauen besaß, schien für eine
solch heikle Mission genau der richtige Mann: loyal bis zur
Selbstverleugnung und außerdem als Pilot so flugerfahren, daß niemand
sonst eingeweiht werden mußte.
Statt
der verhandlungsbereiten englischen Politiker erwarteten den Emissär aus
Deutschland Churchills Agenten. Sie sperrten den Friedensflieger
kurzerhand weg - 46 Jahre lang, bis zu seinem Tod im August 1987. Kein
Historiker, kein Journalist wurde an Heß herangelassen. Dessen angeblicher
Selbstmord im alliierten Gefängnis Berlin-Spandau stieß schließlich noch
auf die Zweifel deutscher Gerichtsmediziner, die auf Bitten des Heß-Sohnes
den Leichnam obduzierten. Quelle: http://unglaublichkeiten.com/
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