Henke war kein Kriegsverbrecher

Propagandalüge nach 50 Jahren widerlegt

 

Selbst der regierungsnahen Wochenzeitung "Das Parlament" war der Fall jetzt einen ausführlichen Dreispalter wert. Die Rede ist von dem deutschen U-BootKommandanten Werner Henke, der 26 alliierte Schiffe auf den Meeresgrund geschickt hatte, im April 1944 von den Amerikanern zum Auftauchen gezwungen - und am 15. Juni 1944 "auf der Flucht erschossen" wurde.

Jahrzehntelang galt Henke Amerikanern wie Deutschen, die an seinem Grab in Fort Meade verstohlen Kränze niederlegten, als Kriegsverbrecher. Dabei war die Wahrheit nie ein Geheimnis. Schon 1943 hatte der Berliner Rundfunk einen englischen Überlebenden zu Wort kommen lassen, der nach einem Henke-Treffer von der Mannschaft des deutschen U-Bootes gerettet worden war. Die amerikanische Truppenpropaganda bekam Wind von der Sendung und begann um die Glaubwürdigkeit ihrer eigenen Stereotypen zu fürchten, wonach deutsche U-Boot-Kommandanten stets heimtückische "Seewölfe" waren.

Der Chef des amerikanischen Marine-Geheimdienstes, Robert Lee Norton, holte höchstpersönlich zum Gegenschlag aus und schrie auf deutsch in einer Radiosendung: "Ich klage Werner Henke als Mörder an!" Henke habe, verstieg sich Norton, Überlebende der von ihm versenkten Schiffe mit Maschinengewehren im Wasser niedergemäht

Offenbar genügte das, um Henke nach seiner Gefangennahme zu einem Tophäftling zu machen. Seine amerikanischen Bewacher setzten ihn unter massiven Druck, drohten, ihn an die Briten auszuliefern (die ihn in Wahrheit überhaupt nicht als Kriegsverbrecher suchten). Und dann, am 15. Juni 1944, wurde Henke unter noch immer nicht geklärten Umständen "auf der Flucht erschossen". Selbstmord?

Tatsache ist, daß den US-Behörden der "Fall Henke" außer Kontrolle geriet. Jahrzehntelange konnten sie ihr Versagen erfolgreich verschleiern. Bis der Historiker Timothy Mulligan 1993 in seinem Buch "Lone Wolf - Life and Death for U-Boat-Ace Werner Henke" Dokument für Dokument nachweisen konnte, daß Henke kein Kriegsverbrecher, sondern Opfer des Psychoterrors seiner Bewacher war. Dieser Version hat sich mittlerweile sogar die renommierte "Washington Post" angeschlossen, die in einem Beitrag die "fatale Lüge" um den "sympathischen Wolf Werner Henke" entlarvte. Ein Vorbild für die Bundesmarine!!!!

 

Nation Europa Deutsche Monatshefte Hefte 2 Februar 2002

 

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