Aus die Reihe "Richtstellungen zur Zeitgeschichte" von Dr Heinrich Wendig Hefte 7. Herausgegeben von Grabert Verlag, 72006 Tübingen, Postfach 1629

Übersetzer fälschen im Dienste der Umerziehung

Obwohl in der Sprachen der Nachbarländer nach 1945 genügend angebliche Tatsachenberichte und Erlebnisdarstellungen über die unglaublichsten Greueltaten Deutscher an Juden oder Ausländer erschienen sind und diese Schilderungen sich schon oftmals übertrieben erwiesen, meinen deutsche Übersetzer, bei der Übertragung solcher Bücher ins Deutsche noch einen drauf setzen zu müssen. Dabei spielt sicher auch eine rolle, daß man glaubt, den Deutschen alles zumuten zu können.

      

Ein Beispiel dazu bildet die Übersetzung von "La Nuit"(1), verfaßt von Elie Wiesel, durch Curt Meyer-Clason zu der deutschen Ausgabe "Die Nacht zu begraben, Elische"(2). Vergleicht man das französische Original mit der deutschen Übersetzung, so stellt man fest, daß bewußt und falsch übertragen wurde. Zum Beispiel ist das französische "crématorie" (Krematorium) durchgängig fälschend mit "Gaskammer" übersetzt worden, insbesondere(3):

  1. p 57 au crématoire   S 53 ins Vernichtungslager
  2 p 57 au crématoire   S 23 in die Gaskammer
  3 p 58 les fours crämatoires   S 54 die Gaskammer
  4 p 61 aux crématoire   S 57 in den Gaskammern
  5 p 62 le four crématoires   S 57 in die Gaskammer
frz Originalfassung, "La Nuit" 6 p 67 au crématoire dt Übersetzung "Die Nacht zu begraben Elische S 62 in die Gaskammer
  7 p 67 le crématoire   S 62 Gaskammer
  8 p 84 exterminés   S 76 vergast
  9 p 101 dans les four crématoires   S 90 in den Gaskammern
  10 p 108 six crématoires   S 95 sechs Gaskammern
  11 p 109 au crématoire   S 95 in den Gaskammern
  12 p 112 le crématoire   S 98 die Gaskammer
  13 p 129 au crématoire   S 113 in die Gaskammer

 

Interessant ist, daß die englische Übersetzung(4) korrekt ist und an diesen Stellen für das französische "crématoire" stets "crematory" und nicht "gas chamber" bringt. Nur die deutsche Übersetzung erlauben sich die Geschichtsfälschung. Besonders entlarvend ist, daß auf Seite 140 und 150 auch für Buchenwald "Gaskammern" in der deutschen Übersetzung angegeben sind, obwohl seit langem Gewißheit ist, daß auf reichsdeutschem Boden in den KZ keine Gaskammern zur Menschenvernichtung vorhanden waren.

 

Anmerkungen

1 Elie Wiesel, "La Nuit.". Les Editions de Minuit, Paris 1958

2 Elie Wiesel, "Die Nacht zu begraben, Elischa", Bechtle, München-Eßlingen, 1962

3 Auf die Geschichtsfälschung haben Jürgen Graf, Schweitz, und Robert Faurisson, Frankreich, bereits aufmerksam gemacht. (Korrektur: Jürgen Graf lebt jetzt in Moskau, Rußland)

4 Elie Wiesel, "Night", Bantam Books, London 1986, übersetzt von Stella Rodwaz

 

Die norwegische Version "Natten", übersetzt aus dem Französischen von Gerd Hrrst, H. Aschehoug & Co, Oslo 1981 2. Auflage.

ich, Randulf Johan Hansen, habe folgendes in dieser norwegischen Ausgabe gefunden:

S 32 - S 36, während der Bahnfahrt von der stadt Sight nach Polen ist unter den Reisenden viel von „Flammen" die Rede.
S 37 Flammen aus dem Schornstein
S 38 In Auschwitz sah Elie Wiesel Dr Mengele (Sommer 1944)
S 39 Ihr sollt in die „Krematorien"
S 40 Der Verfasser war zwei Schritten von der Grube und den „Flammen" entfernt, als plötzlich „Abtreten" kommandiert wurde
S 42 - 43 "Der Talmudschüler, der ich als Kind einst war, ist in den Flammen zugrunde gegangen. Es war nur eine Hülle übriggeblieben, die mir ähnlich sah. Eine schwarze Flamme hat meine Seele verbrannt und sie verzehrt."
S 44 Arbeiten oder Krematorium, der Wahl ist euer
S 45 Auschwitz ist besser als Birkenau
S 53 hier ist ein Bericht von zwei Brüdern, Zossi und Tibi, eingefügt, die ihre Eltern in der Gaskammer in Birkenau verloren haben sollen.
S 54 Die Goldplombe Wiesels sollte entfernt werden, aber der jüdische Zahnarzt hat es nicht getan
S 56 - 57 Ein jüdischer Knabe hat die Goldplombe Wiesels mit einem Löffel gezogen.
S 62 Tausende von Juden wurden tagtäglich in Auschwitz und Birkenau zu den „Krematorien" geschickt
S 67 die Schwachen, Muselmänner, müssen ins „Krematorium"
S 75 Wiesel wurde, als er einen entzündeten Fuß hatte, ohne Betäubung operiert. In der Wunde war viel Eiter
S 76 - 77 Vor die Wahl gestellt, ob Vater und Sohn Wiesel mit der SS nach Westen flüchten, oder im Lager die Sowjettruppen erwarten wollten, haben sich beide für die SS entschieden.
S 93 - 94 In Buchenwald waren viele Leichen, sie lagen in Haufen. Buchenwald hatte ein  „Krematorium" mit Schornstein