Greuelmärchen über die Hitler-Jugend

Aus die Reihe "Richtstellungen zur Zeitgeschichte" von Dr Heinrich Wendig Hefte 3. Herausgegeben von Grabert Verlag, 72006 Tübingen, Postfach 1629

 

ER SPRICHT

Über den Geschichtsprozeß

"Weltgeschichte wird durch Minoritäten gemacht dann, wenn sich in dieser Minorität   der Zahl die Majorität des Willens und der Entschlußkraft verkörpert."

­­­DAS BUCH, II:2/441

Er hatte­­und HAT­­recht!

 

Liebe Freunde

Rabbi Chisda sprach zu seinen Töchtern: Seid keusch in Gegenwart eurer Männer. Fassen sie euch mit einer Hand an die Perle (Busen) und mit der anderen an die Muschel (Scham), so lasset sie die Perle anfassen, die Muschel aber nicht, erst wenn sie ganz aufgeregt sind, lasset sie" Talmud, Sabbath 140 b

 

 

 

    

Greuelmärchen über die Hitler-Jugend

(Oder die sexuelle Phantasien einer Jüdin [rjh])

1938 erschien in New York von der Thomas Mann-Tochter Erika das Buch "School for Barbarians, Education under the Nazis(1)" mit üblen Greuelmärchen über die Hitler-Jugend und den BDM. Da eine wörtliche Übersetzung des polemischen Titels in Deutschland sofort die Unglaubwürdigkeit des ganzen Buches erwiesen hätte, zog der deutsche Verlag(2) die Objektivität versprechende - und damit verfälschte - Überschrift "10 Millionen Kinder. Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich" vor. Die Taschenbuchausgabe (3) von 1989 versuchte Alfred Grosser (4) mit einem Nachwort aufzuwerten(5). Die 1905 geborene Verfasserin lebte während des Dritten Reiches in der Emigration und har HJ und BDM gar nicht kennengelernt. Um so mehr läßt sie ihre blühende Phantasie walten. Die sie den unbedarften Amerikaner als historische Wahrheit vorsetzt. So schriebt sie über die BDM-Mädchen (S. 161):

"Gleichgültig ob verheiratet oder nicht, Kinder soll sie haben, - die Forderung kehrt wieder in allen Äußerungen der Nazis über die Situation der deutschen Mädchen und Frauen, Mütter sollen sie werden - Mütter, Mütter, Mütter. Und wir wissen, daß der "Führer" dies persönlich von ihnen verlangt hat, - dies und nichts sonst, und daß sein Wort Evangelium ist, allen , die da schreiben, lehren, aufrufen, herrschen und verurteilen in Nazideutschland. Es ist auch gleichgültig, wie man es anstellt. Mutter zu werden, und gar, ob man den Mann liebt, der einen dazu macht. Es mögen viele Männer sein, jedes Jahr ein anderer, wenn sie nur alle rassisch vollwertig und gesundheitlich zufriedenstellend sind. Die Liebe hat ihr Recht verloren im Dritten Reich, – so gut wie die Treue, die Freiheit, die Gerechtigkeit, die wägende Vernunft ... (S 163): "Die praktischen Möglichkeiten, schon vierzehnjährig Mutter zu werden, sind in Hitler-Deutschland vorzüglich. Das Land in der "Staatsjugend" - der Treffen der Knaben- Mädchen-Lager bei festlichen Gelegenheiten, das "Landjahr" bei den Bauern, all dies gemeinsame Übernachtungen im Heu, im Stall, in den Jugendherbergen - es bietet die besten Chancen für den behördlich so begünstigten Akt. Die Zahl der unehelichen Schwangerschaften und Geburten in der "Staatjugend" ist denn auch enorm. Gramvoll sehen aus der Ferne die Eltern dem Treiben ihrer kleinen Töchter zu, – gramvoll und ohnmächtig". Dann paßt dann die Mär von dem 18jährigen Gebietsführer (S 165), der eine 16jährige heiratet, die von ihm ein Kind erwarte, "weil die Eltern ihnen sonst kein Geld mehr geben,"

Das sind jedoch Lügen, auch in Nebensachen. In all den 12 Jahren des Dritten Reiches hat es keinen 18jährigen Gebietsführer gegeben. Den Namen weiß Frau Mann ja auch nicht zu nennen. Die - ganz andere - Wirklichkeit in HJ und BDM kann man in den Reden des Reichsjugendführer Baldur von Schirach (6) oder in dem Führungsblatt der HJ Wille und Macht (7) nachlesen, wo er zum Beispiel heißt: "Die Schranken der bürgelichen Moral niederzureißen, will nicht heißen, der Zügellosigkeit um des Kindersegen willen Tür und Tor zu öffnen und die alten, bewährten Ordnungen der Familie, die schon Tacitus an unseren Vorfahren bewundert hat, umzustoßen." (8) Genau im Gegensatz zu dem Lügen von Erika Mann steht dort die Aufforderung, mann soll "im Kameradenkreis denjenigen zurechtstoßen, der die Maßnahmen zur Sicherung der Volkskraft und den Schutz der unverheirateten Nutter dazu ausnutzen möchte, sich einmal nach Lust und Trieb gründlich auszuleben."

 Baldur von Schirach

 

 

Über die Verpflegungslage der Jugend im Friedensjahr 1938 schreibt Erika Mann gegen alle Wahrheit (S 40):

"Daß diese Kargheit nachgerade groß ist in Deutschland und daß besonderes die heranwachsende Jugend (objektiv) unter ihr zu leiden hat, ist bekannt. Es hapert mit der Versorgung auf beinahe alle Gebieten, – längst sind die Fette rationiert, längst sind gutes Fleisch, frische Eier, reines Mehl zu kostbaren Raritäten geworden. Die Brotkarte sorgen, diese gefürchtetste Einrichtung der späten Kriegsjahren, scheint unvermeidlich, und schon heute ist das Brot schwarz, feucht, durch Kartoffel- und andere Zusätze verdorben, für empfindliche Mägen kaum mehr verdaulich. Die Kinder aber, denen körperlich so Strapaziöses zugemutet wird, sind besonders betroffen"

Richtig ist dagegen, daß 1938 und auch in den Kriegsjahren die Ernährung in Deutschland gesichert und ausreichend war, daß Mangel und Hunger erst ab 1945 unter der besatzungsherrschaft eintraten.

Eine Lüge ist auch die von Erika Mann vorgebrachte Geschichte von dem Jungvolk-Knaben Gerd-Felix und einer Nachtübung, für die er und seine Kameraden angeblich "alle Gewehre und Revolver mitbringen sollten" - womit der HJ vormilitärische Ausbildung an Waffen unterstellt werden sollte. Gegen diese hat die HJ sich jedoch mit Erfolg - bis weit in den Krieg hinein - verwahrt(9) und alle entsprechenden Versuche der Wehrmacht angewiesen. Die HJ hielt sich an dem vom Völkerbund genehmigten "Wehrsport" im Gegensatz zur vormilitärischen Jugendausbildung etwa in Großbritannien.

Den Gipfel der Verleumdungen erreicht die Autorin mit folgenden Sätzen: "das Leben der deutschen Staatsjugend ist haßerfüllt" (S 168) und "es muß gehaßt werden, in Deutschland glühend, verzehrend und ohne Unterlaß muß all das gehaßt werden, was dem großen Ziel der Eroberung der Welt durch die Nazis entgegenstehen könnte - unschuldige Begriffe selbst, wie die der "Vernunft", der "Frömmigkeit, der Liebe zum Frieden". Und er wird sorgsam aufgebaut, der Haß, mit aller Systematik und Konsequenz".

Tatsache ist dagegen, daß in der Zeit, da Erika mann ihre Schrift verfaßte, der Reichsjugendführer 1938 als das "Jahr der Verständigung" proklamierte, daß 1936 51.178 junge Ausländer die HJ besucht hatten, darunter 3.609 Amerikaner, 2.370 Französen, 2.457 Norweger usw. Im August 1937 fand in Bad Reichenhall ein deutsch-französisches Jugendlager statt, dem ein französisch-deutsches Jugendlager in Cannes entsprach. Der französische Ministerpräsident Chautemps empfing am 2. September den Leiter der Jugendabordnung, Klein, und am 9. September begrüßte der französische Staatspräsident Lebrun auf Schloß Rambouillet sämtliche Teilnehmer des Jugendlagers. Das Führungsorgan der HJ Wille und Macht brachte ein Sonderhefte in deutsch und französischer Sprache heraus, in dem der Botschafter in Berlin, François-Poncet, mit eigenen Beiträgen vertreten waren, das ausschließlich der Freundschaft und der Versöhnung diente, wie das auch dadurch zum Ausdruck kam, daß der Sohn des französischen Botschafters in Berlin Dienst in der HJ leistete!

Die von Erika Mann behauptete Erziehung zum Haß stellt die Ereignisse der damaligen Zeit innerhalb der HJ geradezu auf den Kopf. Als Lügnerin steht sie da, schreib doch Baldur von Schirach in seinem "Gruß an Frankreich" in dem Sonderheft von Wille und Macht am 15. 10 1937: "Wenn wir in den törichten Fehler verfallen sollten, uns zu hassen, haben wir alles zu verlieren - wenn wir uns zu einer edlen Haltung gegenseitiger, auf Wesenskenntnis gegründeter Achtung erheben, haben wir viel zu gewinnen; nämlich das Glück unserer Kinder."

Der folgende Jahrgang von Wille und Macht vertiefte dieser Gedanken noch:

 

In dem nachfolgenden Text dieses Artikels heißt es dann: "So beruht die Auslandsarbeit der HJ auf dem Fundament gegenseitiger Achtung. Sie dient der Erziehung der Jugend des eigenen Volkes und dem Frieden. ... Das Führerkorps möge sich bemühen, die Sprachen in seelischen Bezirke eines anderen Volkes, die nur die Kenntnisse der Sprache erschließt. Denn sie ist Dolmetscher zwischen den Völkern - und hier Erzieher der Jugend." (10)

 

 

Anmerkungen:

1 Erika Mann, Schoold for Barbarians. Education under the Nazis", New York 1938, Vorwort Thomas Mann

2 Erika Mann, "10 Million Kinder. Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich", Edition Spangenberg, München 1986

3 Erika Mann, "10 Millionen Kinder. Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich," Deutscher Taschenbuch-Verlag, dtv Band 11125 München 1989

4 Alfred Grosser, Jude, geb. 1925 in Frankfurt am Main als Sohn eines Professors für Kinderheilkunde, 1933 mit den Eltern nach Paris emigriert; Professor in Paris

5 Entgegnung auf dieses Nachwort im "Offenen Brief" von Günter Kaufmann in Askania Studiensammlung für "Zeitgeschichte und Jugendforschung", Hefte 9, September 1990 S 31 - 34. Der Verfasser erteilte die Genehmigung zur Verwendung von Stellen dieses Offenen Briefes.

6 Baldur von Schirach, "Revolution der Erziehung" Zentralverlag der NSDAP, franz Eher Nachfolger, München 1938

7 Insbesondere in Wille und Macht, Hefte 2, 1943 unter dem Titel "Von Frauen, Liebe und Sitte", und Hefte 10, 1940, Feldpost "Wir feldgrauer und die Mutter des Volkes" von Günter Kaufmann.

8 Günter Kaufmann in Wille und Macht, Hefte 10 1940

9 Ausführliche Darstellung in Herbert Taege ".... über die Zeiten fort", Askania Verlag, Lindhorst 1978, S 85-92

10 Wille und Macht Hefte 1, Jahrgang 6, 1 Januar 1938. Nachdruck in Askania-Studiensammlung, Hefte 9 September 1990, S 35 - 37

 

 

Wenn Chuzpe zum Recht wird, muß Widerstand zur nationalen Pflicht werden

Heil og sael

randulf.johan.hansen