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Aus der Reihe "Richtstellungen zur Zeitgeschichte Der Große
Wendig” Band 4, Seite 120 Herausgegeben 2010, ISSN 0564-4186 von Grabert
Verlag, 72006 Tübingen, Postfach 1629, Deutschland
Von Claus Nordbruch Die Journaille des Establishments ist
sich einig: Adolf Hitler war Milliardär! Und zwar auf Kosten des Volkes.
Eine „bemerkungswerte ARD Dokumentation“ habe im August 2002 mit der
nationalsozialistische „Propagandalüge von bescheidenen Staatsmanne“ Adolf
Hitler aufgeräumt.(1) Mit „nüchterner Sachlichkeit“ habe der
Fernsehjournalist Ingo Helm „die Raffgier des ‚Führers‘ bloßgestellt. „So
detailliert“ wie das ein 45minüttiger Film könne, habe er „die ungenierte
Selbstbedienung des obersten Nationalsozialisten“ beschrieben(2). Dieser
„sachlichen Darstellung“ zufolge habe Hitler als Reichkanzler ein Gehalt „von
20.200 Reichsmark plus 18.000 Reichsmark Aufwandsentschädigung“ bezogen, dem
„übrigens“ ab 2 August 1934, dem Todestag Paul von Hindenburg, das des
Reichspräsidenten hinzufügen gewesen sei. Aus dem Verkauf seines Buches Mein
Kampf habe er „insgesamt fast acht Millionen“ Reichsmark bezogen. Ferner habe
Hitler weitere Einnahmequellen für sich erschließen können: „Seit 1937 habe er
für die Nutzung seines Konterfeis auf Briefmarken (Persönlichkeitsrecht am
eigenen Abbild() „Tantiemen und ‚Zuschläge für kulturelle Zwecke“ in Höhe von
„insgesamt“ mindesten 50 Millionen RM“ erhalten, „möglicherweise“ habe er sich
gar um „dreistellige Millionenbeträge“ gehandelt. Hierbei sei freilich noch
„nicht gerechnet, was Hitler sich durch Erpressung und Raub“ angeeignet
habe(3). Fernsehjournalist Helm habe „buchstäblich das Beste aus seinem Thema
gemacht(4). Dieses Lob mag unter dem Gesichtspunkt der Propaganda
gerechtfertigt sein. Mit einer „Dokumentation“ im sachlichen Sinne haben
diese Darstellungen und Behauptungen indes nichts zu tun. Sie sind zu
wesentlichen Teilen falsch und entsprechen nicht der geschichtlichen Wahrheit. Vom „Milliardär Hitler“ hätte, wie der
Historiker und Hitler-Biograph Werner Maser eingehend dargelegt, noch nicht
einmal geredet werden können, wenn die Spenden und Gelder der NSDAO und auch
des Staates, auf die er zum Teil mit Rechte – neben seinem offiziellen Salär -
zurückgreifen konnte, sein persönliches Vermögen gewesen wären, wovon jedoch
nicht die Rede sein konnte(5). Maser stellt klar, daß „sich auf dem
Konto des „Milliardär“ Hitlers bei dem ihm seit November 1921 gehörenden
‚Franz-Eher- Verlag‘ lediglich rund 9,5 Millionen“ Reichsmark befunden haben,
die erstrangig auf den Konsequenzen des Urhaberrechts beruhten. An Honoraren
sind, wie der Verlagsleiter Max Amann Maser mitteilte, für Mein Kampf
7.872.000 Reichsmark dokumentiert. Diese Summe ist angesichts von etwa 10
Millionen verkauften Exemplaren, hierunter verschiedene Sonder.. Sammler- und
Geschenksausgaben - von den verschiedenen Übersetzungen in europäische und
asiatische Sprachen ganz zu schweigen -, eher als gering einzustufen. Eine weitere Einkommensquelle stellten
die Tantiemen für seine Beiträge in der Wochenzeitschrift Illustrierter
Beobachtet (Kolumne „Politik der Woche“) uns die zahllosen Interviews in
ausländischen Medien dar(6). Der überwiegende Teil seiner Einnahmen wurde für
den Kauf seiner beiden Häuser in Berchtesgaden und München sowie deren Um- und
Ausbau verwendet. In bezog auf seinen persönlichen Immobilienbesitz ist
festzuhalten, daß Adolf Hitler das Haus Berghof auf dem Obersalzberg
(Berchtesgaden), das auf Anweisung der bayrischen Landesregierung am 30 April
1952 gesprengt worden ist, seit 1927 für monatlich 100 Reichsmark gepachtet
hatte und es am 26. Juni 1933 kaufte(7). Das Haus in München
(Wasserburgerstraße 12, heute Delpstraße) hatte Hitler aus seinen
Verlagshonoraren bezahlt und Eva Braun überlassen. Es war ais Kostengründen
als Dienstgebäude vermietet worden(8)
"Hauses Wachenfeld", des späteren "Berghof"
Tatsächlich kaufte Adolf Hitler im Laufe der Jahre Kunstwerke in Millionenwerten ein, allerdings nicht für sich selbst oder zu seinem Privatvergnügen. Vielmehr stellte er diese Schätze der Allgemeingeit zur Verfügung. Vor allem seine zusätzlichen Reichsbilderstatter Heinrich Hoffmann angeregten Briefmarkensonderfomds für Postwertzeichen mit Hitlers Porträt ließ der Führer für die Kunstsammlung des geplanten Linzer Museums verwenden. Einer Reihe von Zufällen und Glücksumständen habe Hitler es zu verdanken gehabt, „wenn er für unser Volk eine Fülle wirklich bedeutender Kunstwerke habe zurückerwerben können. Allein für das Linzer Museum habe er 1000 Bilder alter Meister erwerben können“(9). Der kleineren Teil dieser Sammlung in zweistelligen Millionenwert stellte Adolf Hitler aus privaten Mitteln zur Verfügung, des heißt aus Bucheinnahmen, Presseeinnahmen und dem Reichskanzlergehalt. Den Großteil der Meisterwerke finanzierte er aus seinem Briefmarkensonderfonds, das heißt mit Honoraren, die ihm die Reichspost für die Verwendung seines Bildes auf Briefmarken und seiner Aphorismen bei Sonderstempeln zahlte.
Diese Gelder begannen ab 1937 zu fließen. Die ersten Briefmarken mit Hitlers Konterfei erschienen anläßig seines 48. Geburtstag als Wohltätigkeitsmarken für kulturelle Zwecke mit Unterschrift „Wer ein Volk retten will, kann nur heroisch denken“. Für Adolf Hitler war Geld kein Wertfaktor an sich, sondern lediglich ein Kaufmittler. Seine Grundeinstellung zum Geld war Verachtung, deshalb hatte er auch die Verwendung seines Konterfeis auf Banknoten und Münzen stets abgelehnt.(10)
Hitlers Verbindungsperson zum meist in jüdischen Händen befindlichen internationalen Kunsthandel war eine Volljüdin, die angesehene Münchner Kunsthändlerin Frau Aase, welche auf persönliche Weisung Hitlers Sonderstatus genoß. Bei internationalen Kunstauktionen ließ sich Hitler von Reichsbilderstatter Heinrich Hoffmann oder dessen Mitarbeiter vertreten(11). „Alte Meister habe er überwiegend bei der Beschlagnahme jüdischen Vermögen im Reichsgebiet, beziehungsweise durch Käufe aus jüdischem Besitz erhalten. Auch die Eremitage mit ihren einmaligen Schätzen sei von ihm aus Judenbesitz erworben worden, nachdem sie durch russische Juden aus Moskau nach den USA und durch amerikanische Juden nach Holland verscheuert worden sei“. Diese Sammlung beispielsweise wurde mit 9 Millionen Reichsmark durch Gläubigerabfindung aus einer pleite gegangenen jüdischen Vermögensmasse gekauft(12).
Aus Hitlers privater Gemäldesammlung
Anselm Feuerbach: Nanna
Daß Adlof Hitler bei seinem Tod über keine nennenswerten materiellen Schätze verfügte, belegt nicht zuletzt sein privates Testament vom 29. April 1945. Hier hei0t es: „Was ich besitze, gehört – soweit es überhaupt von Wert ist – der Partei. Sollte diese nicht mehr existieren, dem Staat, sollte auch der Staat vernichtet werden, ist eine weitere Entscheidung von mir nicht mehr notwendig. Ich habe meine Gemälde in den von mir im Laufe der Jahre angekauften Sammlungen niemals für private Zwecke, sondern stets nur für den Ausbau einer Galerie in meiner Heimatstadt Linz a.d. Donau gesammelt(13)“ Diese Aussage ist zutreffend.
Deb Gesamtwert von Adolf Hitlers private Nachlaß hatte das Bundesministerium für wirtschaftlichen Besitz des Bundes /BMB) 1958 mit „höchsten 805.000 DM beziffert. Als der Aktiv-Masse waren anderen aufgeführt: „Hitlers Wohnhaus in München, Grundbesitz in Berchtesgaden und auf dem Obersalzberg sowie vier bis sechs Gemälde. Hinzu kamen Forderungen in nicht nachweisbarer Höhe gegen den ehemaligen Zentralverlag der NSDAP, den Franz-Eber-Verlag, sowie Urheberrechte an den Büchern Mein Kampf und Hitlers Tischgesprächen (14) Einen „Milliardär“ Hitlers hat es niemals gegeben.
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Einige Briefmarken mit Hitler Bild
Einige Zeichnungen und Gemälde von Adolf Hitler
Anmerkungen 1 Ingo Helm, „Milliardär auf Volkes Kosten“, in: Hamburger Abendblatt, 28. August 2002 2 Sven Felix Kellerhoff, „Adolf Hitler Milliardär“ in Die Welt, 27. August 2002 3 Ingo Helm, aaO. (Anmerkung 1) Dies mußte, folgt man der Milliardärthese, ein Betrag um die 900 Millionen Reichsmark gewesen sein – andernfalls läßt sich die behauptete Milliarde nicht errechnen. 4 Sven Felix Kellerhoff, aaO (Anmerkung 2) 5 Vgl. Werner Maser, „Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin“, Olzog, München 2004 S. 149 6 Vgl. Erich Kern „Hitler und seine Bewegung“, Preußisch Oldendorf 1970, S. 266f 7 Vgl. Maser, aaO. (Anm. 5) S. 152 Fußnote 5 8 Vgl. Maser, ebenda, S. 151 9 Henry Picker „Hitler Tischgespräche im Führerhauptquartier“ Seewald, Stuttgart April 1983 S. 220f 10 Ebenda S 221 11 Ebenda S. 220 f 12 Ebenda S 220f 13 Seite 1 f. des als Faksimile veröffentlichen Testaments Adolf Hitlers in Gert Sudholt (Hg) Adolf Hitlers drei Testamente, Leomi am Starnberger See o.J. S. 53f 14 http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0001/k/k1958k/kap1_2/kap2_44/para3_1.html#Start
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