|
|
|
|
Massaker von Katyn
Katyn ist kleiner Ort westlich von Smolensk in Rußland. In einem Waldstück bei Katyn entdeckten an den 13. 4 1943 deutschen Soldaten Massengräber, in denen die Leichen von mehr als 4.000 polnischen Offizieren lagen. Die Offiziere waren nach dem sowjetischen Einmarsch in Ostpolen im September 1939 zusammen mit weiteren rund 10.000 Offizieren in Gefangenenlagern der Rote Armee gekommen und hatten von dort aus noch bis zum Frühjahr 1940 brieflichen Kontakt mit ihren Angehörigen in Polen.
Nach dem Auffinden der Massengräber schalteten die deutsche Wehrmacht das Internationale Rote Kreutz ein und ließ die Leichen untersuchen. Sie waren nahezu alle mit Genickschuß getötet worden, und die Untersuchungen ergaben, daß diese Tötungen nach 1940, aber auf Grund des Verwesungszustandes vor dem deutschen Einmarsch des Sommer 1941 gelegen haben mußten. Nach dem deutschen Einmarsch wurden alle Anfragen der polnischen Exilregierung in London in Bezug auf die gefangenen 14.000 Offiziere vom Kreml mit Hinweis beantwortet, daß diese Gefangenenlager von den deutschen Truppen erobert worden sein und die Offiziere wohl nun in deutscher Kriegsgefangenschaft oder tot seien. Diese Version bleibt auch nach Kriegsende für die meisten Geschichtsbücher verbindlich.
Deutsche Offiziere und Repräsentanten des Internationale Rote Kreutz vor einem der Massengräber in Katyn
Jahre später entstand in London ein Mahnmal, auf dem allerdings die Sowjet als Mörder genannt wurden, und in der 50er Jakson erklärte der US-Ankläger der Nürnberger-Prozesse, R. H. Jackson, dem US-Kongress, daß die deutschen Angaben der Wahrheit entsprachen. Demnach entstand auf der Warschauer Militärfriedhof Powazki noch im Jahr 1985 ein Mahnmal für die polnischen Opfer des Hitler-Faschismus in Jatyn“, an dem auch deutsche Politiker Kränze niederlegten und somit diese Geschichtsverdrehung als Wirklichkeit anerkannten. Erst im Jahr 1990 bestätigte die nun zerfallende UdSSR die sowjetische Schuld an der Ermordung der polnischen Offitiere.
|