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Der Jahrhundertraub von Quedlinburg Film von Jens Afflerbach und Christian Schwochow (aus der Reihe "Jäger verlorener Schätze")
Anfang der 1990er Jahre steigt im Städtchen Whitewright, Texas, der erste Showdown im spektakulärsten Kunstraub des 20. Jahrhunderts. Der Schauplatz: die "First National Bank". Ein Bankbeamter holt dem deutschen Kunstfahnder Willi Korte drei Pappkartons aus dem Tresor. Der Inhalt dieser Schachteln entscheidet über die Aufklärung des Raubs - und über das Schicksal Kortes, der für die Fahndung seine finanzielle Existenz aufs Spiel gesetzt hatte. Die Spur des Quedlinburger Domschatzes, des bedeutendsten Schatzes des Mittelalters, der von Reichsgründer Heinrich und seinem Sohn Otto dem Großen im 10. Jahrhundert begründet worden war, verlor sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die SS ließ unschätzbar wertvolle Kostbarkeiten auslagern, als die Front näher rückte. Amerikanische Truppen fanden 50 Pretiosen, darunter Evangelien und Reliquien aus Gold und Elfenbein, Edelstein und Bergkristall. Doch zwölf Stücke fehlten. Hat ein GI Teile des Schatzes geraubt? Die Recherche führt Willi Korte auf die Spuren des Oberleutnants John T. Meador. Dessen Erben versuchen, die einmaligen Stücke zu Geld zu machen - mittels willfähriger Kunsthändler, die gerne behilflich sind, für das Diebesgut Millionenbeträge zu erzielen. Korte lässt nicht locker, bis die Stücke im Tresorraum der "First National" wieder auftauchen. Doch für Korte bedeutet dieser Fund kein Happy End: Während Millionen an die Meador-Erben fließen, mühsam als "Finderlohn" deklariertes Lösegeld, bleibt der Finder auf Schulden in sechsstelliger Höhe sitzen. Und in den Pappschachteln des John T. Meador finden sich nur zehn der zwölf fehlenden Schätze. Zwei Stücke aus dem Quedlinburger Domschatz fehlen bis heute.
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