Aus der Reihe "Richtstellungen zur Zeitgeschichte Der Große Wendig” Band 4, Seite 524 Herausgegeben 2010 von Grabert Verlag, 72006 Tübingen, Postfach 1629

 

 

Westalliierten Vergewaltigungen  deutscher Frauen

Rolf Kosick

 

 

Die Westalliierten waren  im Zweiten Weltkrieg mit dem Anspruch in den Krieg eingetreten, die ‚faschistische‘ Diktatur in Deutschland zu beseitigen, Demokratie zu bringen und der Würde des Menschen wieder Geltung zu verschaffen.   Diese ehrenhaften Ziele und deren wahrhaftige Verwirklichung werden ihnen in der allgemeinen  Geschichtschreibung heute auch noch weitgehend zugebilligt.

 

 

 

Frauen in Deutschland 1945.  Millionen mußten brutale Demütigungen ertragen

 

 

 

 

Doch die Wirklichkeit  von 1945 war ganz anders.  Als die Sieger in das besiegte Land kamen, war von den  verkündeten Idealen nichts mehr zu spüren.   Von der Achtung der Würde des Unterlegenen war keine Rede mehr.  Den Besiegten wurde keine Menschenwürde zuerkannt, sie wurden gedemütigt, entwürdigt und wie Untermenschen behandelt, denen gegenüber jeden Mittel recht war.   Als  die Sieger gegen Ende des Krieges und nach dem 8. Mai 1945 keine Angst mehr vor deutschen Vergeltungsmaßnahmen zu haben brauchte, bewiesen sie an zahllosen Beispielen, was sie von der Würde des Menschen hielten – nämlich gar nichts.  Grausame Folterungen gefangener deutscher Soldaten, Beraubung ihrer persönlichen Habe und Vorenthaltung einer rechtsmäßigen Rechtsprechung mit willkürlichen Verurteilungen waren in den ersten Nachkriegsjahren an der Tagesordnung(1).  Die Frauen waren Freiwild, auch im Westen.  In Algerien setzten die Franzosen, in Afghanistan und im Irakkrieg später die Amerikaner diese Praxis weiter fort.

  

Insbesondere geschahen 1945 die tiefen persönlichen Demütigungen und die schweren Verletzungen der Menschenwürde bei den Verhören Gefangener, für die Ernst von Salomon in seinem Fragebogen(2) eindrucksvolle Beispiele lieferte.   Für die deutschen Frauen traten als Gipfel dieser Torturen die Vergewaltigungen hinzu, der sich die Sieger in Ost und West schuldig machten(3).   Millionen Frauen und Mädchen wurden auf diese barbarische Weise geschändet, Schätzungen belaqufen sich auf 2 Millionen opfer.  Zahlen gibt Ingo von Münch an, so 104 Millionen Vergewaltigungen für die Gebiete östlich der Oder und Neiße, 500.000 für die sowjetische Besatzungszone.(4)

 

Szene aus dem Film „Eine Frau in Berlin“

 

Als die Rote Armee in Ostdeutschland  eindrang, hatten die Flugblätter Ilja Ehrenburgs(3) die sowjetische Soldaten wochenlang in aller Öffentlichkeit zu den Vergewaltigungen aufgerufen, und die Eindringe tobten sich in bestialischer Weise aus, wobei die Offiziere mitmachten, diese Disziplinlosigkeit dulden und nur in seltenen Fällen einschritten.   Alein in Berlin kam es zu Zigtausenden von Vergewaltigungen.  Das „Frau komm!“ der Russen wurde zu einem gefürchteten Wort.  Erst seit kurzem liegen umfassende Monographien dazu vor(4).  Aber auch die westlichen Sieger wandten diese einer Kulturnation unwürdigen Methoden gegenüber dem unterlegenen deutschen Volk an. 

 

 

Französische Kolonialsoldaten.  Vor deren Übergriffen fürchtete sich die Bevölkerung in der französischen Besatzungszone sehr.

 

 

 

Besonders die Franzosen ließen der Unmenschlichkeit ihrer farbigen Truppen zeitweise freien Lauf, als zum Beispiel Freudenstadt http://www.thenewsturmer.com/Richtstellungen/Plünderung_Freudenstadt.htm , tagelang der Ort von den örtlich verantwortlichen Offizieren ihren marokkanischen Truppen zur Plünderung überlassen worden war und die deutschen Frauen für farbigen als Freiwild betrachtet werden durften(5).  Ähnlich wurden im Kreis Tübingen Hunderte von Frauen von den einmarschierenden  französischen Soldaten vergewaltigt(6), und in Stuttgart vergnügten sich wochenlang auch weiße französische Offiziere gewaltsam an deutschen Frauen, bis es selbst den Amerikanern zuviel wurden und deren Führung einstritt(7).

 

                                 

Ingo von Münch, „Frau komm!“ Ares, Graz 2009 

  

 

 

 

                Anonyma „Eine Frau in Berlin“, Frankfurt/M 2003

                                                                                             

 

  

 

 

 

Ingeborg Jacobs „Freiwild“, Berlin 2008  

  

 

 

Aber auch bei den US-Truppen, vor allem gegenüber zu vernehmenden Frauen, kamen, neben den üblichen körperlichen Folterungen auch entehrende Vergewaltigungen vor.  Die amerikanischen Einheiten hatten sich, gerade in ihrem Verhalten den einheimischen Frauengegenüber, schon kurz nach der Landung in Frankreich einen schlechten Ruf erworben, daß die Franzosen die Deutschen zurücksehnten.  In Deutschland zeigten sie noch weniger Hemmungen.   Ein Beispiel liefert die eidesstattliche Erklärung des Johann Heilmeyer von einem Verhör durch US-Angehörige(8), die sich an Vernehmungsraum in seiner Gegenwart auf eine an den Händen gefesselte junge Frau stürzen, ihr die letzten wurde, wenn sie das Gewünschte nicht aussagen wollten, damit gedroht, sie eine Nacht lang einer Gruppe farbiger US-Soldaten zu überlassen(8).

 

Selbst die Süddeutsche Zeitung schrieb am 4.10.2010 über die verheimlichten Massenvergewaltigungen „Die Zahl der Frauen, die am Ende des Zweiten Weltkrieges vergewaltigt wurden, geht vermutlich in die Hunderttausende.  Bislang wurden die Schändungen vor allem der Roten Armee zugeschrieben, und das hat sich tief in das kollektive Bewußtsein der deutschen Nachkriegszeit eingebrannt.  ‚Die Russen waren Vergewaltiger, die Amerikaner Befreier‘.  So urteilte das deutsche Volk nach 1945.  Heute wissen wir, daß dies nicht die Wahrheit entspricht.   65 Jahre nach dem Kriegsende wird immer deutlicher,  daß viele Vergewaltigungen auf das Konto von amerikanischen und französischen Soldatengingen(9)“

 

Dem gegenüber herrschte bei den deutschen Truppen bis zum Ende des Zweien Weltkrieges eine vorbildliche Disziplin, such gegenüber Gefangenen oder Zivilisten im Besatzungsgebiet.   Insbesondere duldeten Vorgesetzte keine Übergriffe ihrer Untergebenen auf einheimische Frauen in den besetzten Ländern.  In den Aufruf der Oberbefehlshaber wurde ausdrücklich auf die Achtung der Würde der Frau abgehoben.   Wenn es doch einmal zu einer Verletzung gekommen war, was in einem Millionenheer nicht ausblieb, sorgte die Militärjustiz für scharfe Bestrafung und Aufrichterhaltung der Disziplin.

 

 

Anmerkungen

1    Siehe Beitrag Nr. 852, „Kriminelle Ermittlungsmethoden der Siegesmächte gegen deutsche Kriegsverbrecher“, Bd 4, S 564-574; Nr. 669, „Gefangen im Londoner Folterzentrum“, Bd. 3, S 692f.

2    Ernst von Salomon, Der Fragebogen, Rowohlt, Hamburg 1951, S. 528 – 564

3     Sie Beitrag Nr. 361, „Massenvergewaltigungen am Kriegsende“, Bd. 2 S. 440 ff

4     Ingo von Münch, „Frau komm!  Die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45“, Ares, Graz 2009,; Brigitte Neary (Hg.), „BeFreier und Befreier“, Frankfurt/m: 2005

5    Siehe Beitrag Nr. 303, „Plünderung Freudenstadt und Karlsruhe“ , Bd. 2, S. 269-272 (http://www.thenewsturmer.com/Richtstellungen/Plünderung_Freudenstadt.htm ) ; Beitrag Nr. 298 „Französische Kriegsverbrechen in Rom und anderenorts“, Bd. 2, S. 258f.  Sehen Sie auch   http://www.thenewsturmer.com/Richtstellungen/Französische_Massenvergewaltigungen.htm

6    Siehe Beitrag 366, „Besatzungsterror 1945 im Kreis Tübingen“, Bd 2, S. 453ff

7    Siehe Beitrag Ne. 364, „französische Besatzungsherrschaft in Stuttgart“, Bd. 2, S. 448f, Nr. 365 „Französische Verbrechen in Stuttgart“ Bd. 2, S. 450ff

8       Si9ehe Beitrag Nr. 852, „Kriminelle Ermittlungsmethoden der Siegermächte gegen deutsche Kriegsverbrecher“, Bd. 4, S 566-574

9       Zitat in „Nationalzeitung“ 14.5. 2010

 

 

Kommentar von Randulf Johan Hansen:

Hier hat der Verfasser des Artikels vergessen alle Vergewaltigungen die von englische Soldaten gemacht wurden.  In Norwegen waren es während des Krieges keine Vergewaltigungen, aber nach dem Krieg als die ‚Befreier‘ kam wurden Frauen, alte wie junge, täglich vergewaltigt.  Diese Vergewaltigungen wurden von Polizei  nicht untersucht.   Ihr muß wissen ‚zwischen 8. Mai 1945 und Ende 1948 war Norwegen von den Alliierten (England) besetzt.